Ein Tag Weiterbildung pro Woche garantiert – ist das ein realistisches Arbeitszeitmodell?

In der IT-Branche sind qualifizierte Mitarbeiter schwer zu bekommen und dauerhaft zu halten. Deshalb locken Unternehmen neue Mitarbeiter bzw. binden vorhandene Mitarbeiter mit dem Arbeitszeitmodell „ein Tag Weiterbildung pro Woche“. In der Computerwoche wird so ein Fall aktuell diskutiert.

Das IT-Beratungshaus Itemis stellt den Mitarbeitern in dem Arbeitszeitmodell „4+1“ einen Tag der Woche zur persönlichen Weiterbildung zur Verfügung. Natürlich will man damit die Motivation der Mitarbeiter erhöhen und ihnen die Möglichkeit zur Weiterentwicklung garantieren. Bei der Suche nach Fachkräften setzt das Beratungshaus auf den positiven Effekt beim Employer Branding. Dieses Modell könnte z.B. genau der Punkt sein, der Interessenten zu einer positiven Entscheidung führt. Bei Itemis wird dieses hohe Maß an Weiterbildung als Vermögensaufbau, nicht als Kosten angesehen.

Kritiker entgegen aber dem Unternehmen, dass die Versprechungen in kritischen Projektphasen kaum realisierbar seien. In der Diskussion stellt das Unternehmen dar, dass man sehr darauf achtet, dass die Versprechen eingehalten werden. Zudem sei +1 nicht an einem fixen Tag gebunden, sondern meint nur eine Quote von 20 Prozent der Arbeitszeit. Wenn es dann mal heiß und hektisch wird in Projekten, könne diese Zeit variabel und auch mal in größeren Stücken genutzt werden.
Was ist Ihre Meinung? Hat so ein Modell praktisch eine Zukunft?

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