Gute und schlechte Nachrichten zur betrieblichen Weiterbildung

Es gibt gute und schlechte Nachrichten im Bereich der betrieblichen Weiterbildung. Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) hat jüngst die Ergebnisse einer Befragung zur betrieblichen Weiterbildung veröffentlicht.

Zuerst die gute Nachricht: Die Zahl der betrieblichen Weiterbildungen ist auf einem Höchststand. 53 Prozent aller Betriebe in Deutschland haben 2011 ihren Mitarbeitern Weiterbildungen ermöglicht – so viele wie nie zuvor. Damit setzt sich der positive Trend beim betrieblichen Weiterbildungsangebot fort, der nur in der Wirtschafts- und Finanzkrise kurzzeitig gestoppt wurde. 30 Prozent der Beschäftigten haben an den Weiterbildungsangeboten ihrer Arbeitgeber teilgenommen. Auch das ist ein Höchstwert. Und was besonders erfreulich ist: Die Teilnahmequoten unterscheiden sich dabei nur unwesentlich zwischen kleinen, mittleren und großen Betrieben. Bei kleinen Betrieben kommt es aufgrund der geringen Mitarbeiterzahl häufig vor, dass zwar nicht jedes Jahr eine vom Arbeitgeber unterstützte Weiterbildung stattfindet, bei einem längeren Betrachtungszeitraum wird aber deutlich, dass auch sie intensiv in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren.

Und nun die schlechte Nachricht: An Weiterbildungen nehmen wesentlich mehr höher qualifizierten Mitarbeiter teil. Von den Beschäftigten mit Tätigkeiten, die einen Hochschulabschluss erfordern, nahm rund jeder zweite an Maßnahmen der betrieblichen Weiterbildung teil. Bei den Beschäftigten mit einfachen Tätigkeiten war es nur knapp jeder siebte. Leider ist ist auch die Weiterbildungsbeteiligung der älteren Beschäftigten unterdurchschnittlich. Zwar ist die Teilnahmequote der Älteren in den letzten Jahren gestiegen, dennoch lag sie 2011 etwa fünf Prozentpunkte unter dem Durchschnitt aller Beschäftigten.

Quelle: Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB)

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