Teamgeist: „Wir haben uns alle lieb“ oder lieber „Kampf der Alphatiere und soziales Faulenzen“

Neulich fand ich einen schönen Artikel zum Thema „Teamgeist“ (praxis & recht, 1.2013, Magazin der DAK). Darin war vom Kampf der Alphatiere und vom sozialen Faulenzen die Rede. Natürlich erkannte ich sofort, dass man aus diesem Material einen schönen Blogbeitrag machen sollte.

Teamgeist, was ist das überhaupt? Wikipedia hat eine Definition parat. Darin heißt es:

Teamgeist ist eine positive soziale Eigenschaft einer Gruppe von Menschen oder einer Mannschaft, meist im Sport. Das Team steht zusammen, um eine bestimmte Aufgabe erfüllen zu können. Das Wir steht dabei im Vordergrund und nicht das Ich.

So weit, so gut. Wir wissen alle, dass Teamgeist, also die Bereitschaft, im Team mit mehreren Kollegen eine Aufgabe gemeinsam zu erfüllen, eine derjenigen Sozialkompetenzen ist, die Personaler und Vorgesetzte als besonders wichtig ansehen.
Wir kennen das aus dem Fußball: Nicht jene Mannschaft mit den besten Einzelspielern, sondern jene, die als Team am besten harmoniert, geht meistens als Sieger vom Platz. Davon kann der FC Bayern München ein Lied singen.

Klar ist, dass jeder Kandidat beim Einstellungsgespräch von sich behauptet, ein Teamplayer zu sein und sich sehr gut den Aufgaben unterordnen zu können. Die Praxis zeigt dann später, dass dies nicht immer der Wahrheit entspricht.
Was tun, wenn in einem vom Chef zusammengestellten Projektteam plötzlich vier Alphatiere aufeinander prallen, die alle beweisen wollen, wie toll sie doch sind? Was tun, wenn mehr als Hälfte der Teammitglieder zu jenen „Durchschummlern“ gehören, die immer ganz still sind, wenn es um Aufgabenverteilung geht?

Teambuilding soll hier die Lösung sein. Dafür gibt es teure Firmen-Events, die das Teamgefühl stärken. Doch gibt es nicht auch einfache Tipps und Tricks, den Teamgeist zu stärken? Ich habe dazu ein wenig recherchiert und mein eigenes Know-how beigesteuert. Das Ergebnis finden Sie im Folgenden.

Einen guten Einstieg bietet ein Artikel in der Karrierebibel. Hier haben mir vor allem diese Tipps gefallen, die ich hier zitiere möchte:

  1. Führen Sie diese Besprechungen – wenn möglich – ab und zu auch außerhalb des Büros in einer neutralen Umgebung durch.
  2. Hören Sie den einzelnen Teammitgliedern aufmerksam zu und greifen Sie gute Ideen auf.
  3. Fragen Sie mehrmals im Jahr aktiv die Bedürfnisse und Wünsche Ihrer Teammitglieder ab.
  4. Bedanken Sie sich bei Ihrem Team für gute Leistungen und Erfolge.
  5. Übertragen Sie Ihrem Team Verantwortung und gewähren Sie dann auch den dafür notwendigen Handlungsspielraum.
  6. Leben Sie vor, was Sie von Ihren Mitarbeitern verlangen. Das ist oft die bestmögliche Motivation und fördert den Teamzusammenhalt.
  7. Machen Sie Erfolge Ihres Teams im Unternehmen bekannt und stellen Sie sicher, dass Lob und Anerkennung bei Ihrem Team ankommen.
  8. Lassen Sie ab und an auch verrückte und lustige Aktionen Ihrer Mitarbeiter zu. Schließlich soll die Arbeit im Team auch Spaß machen.

Besonders der Punkt „Vorbild“ wird auch in anderen Beiträgen und sogar in wissenschaftlichen Arbeiten als besonders wichtig erachtet. So zum Bespiel in einem Artikel bei zeit.de und zeitblueten.com.

Werte wie Vertrauen, Offenheit, Transparenz und Fairness sind in der Teamarbeit besonders wichtig.
Kommt es zu ungleicher Verteilung der Arbeits- oder Aufgabenlast, müssen die Vorgesetzten oder Teamleiter einschreiten. Das Übersehen oder Übergehen der Ungleichverteilung endet im Frust und Streit.

Meines Erachtens ist auch das aktive Zuhören (Punkt 2 der Liste) von großer Bedeutung. Der Management-Coach Manfred Klapproth gibt in einem Artikel im Hamburger Abendblatt einige Tipps, wie man geschickte Fragen stellt, die beim Mitarbeiter ein gutes Gefühl erzeugen.

Wie bereits dargestellt kann man auch sogenannte Firmenincentives zum Teamaufbau machen. Hier ist z.B. der Hochseilgarten oder das Rafting ein Klassiker. Dabei wählt man sportliche Tätigkeiten aus, bei denen nur das Team gewinnen kann, nicht der einzelne. Aber vielleicht reichen ja auch schon meine gesammelten Tipps.

Wenn Sie eigene Erfahrungen und Tipps haben, freut sich das Team der Weiterbildungsblogger auf Ihren Kommentar.

Foto: © Robert Kneschke – Fotolia.com

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