Zusammenfassung der Blogparade „Meine persönliche Art der Weiterbildung

Unser Blogparade zum Thema „Meine persönliche Art der Weiterbildung“ ist nun seit einigen Tagen beendet. Insgesamt haben wir 25 qualifizierte Beiträge mit ganz vielen und sehr unterschiedlichen Meinungen, Tipps und Tricks bekommen. Hier ist eine Zusammenfassung der besten Beiträge.

Den Anfang machte Maler Werner Deck. Er hat uns diverse Fach- und Online-Magazine sowie Online-Portale wie Karrierebibel, Chip und Spiegel online für seine Weiterbildung vorgestellt.

Der Fliesenlegermeister Thomas Fieber besucht reale Weiterbildungsmaßnahmen und Schulungen. Darüber hinaus nennt er Fachmagazine, Fachmessen, Onlinekurse sowie Fachgruppen bei Facebook und Google+ und auch Google als Suchmaschine. Interessant finde ich den Kontakt und gegenseitigen Austausch zu einigen Kommilitonen von der Meisterschule in Köln.

Auch der Blogger Thorsten Ising hat uns auf seiner Seite einige Einblicke in seine Art der Weiterbildung gegeben. Er liest viel, besucht Workshops, Seminare oder “normale” Veranstaltungen im Publikum (auch Netzwerktreffen, Stammtische, Barcamps), lernt viel von anderen in Communities und besucht fachliche und hochwertige Webseiten.

Ganz nett ist der Beitrag von Klaus-Peter Baumgardt mit dem Titel “Übergewicht, Diät – und Weiterbildung”. Bei ihm steht die Weiterbildung im Bereich Diät und Ernährung im Zusammenhang mit learning by doing, Versuch und Irrtum, Selbstversuch und Selbsterfahrung. Zusammengefasst bedeutet das: “eine organisierte Fortbildung für Diätberatung gibt es ja nun einmal nicht – was bleibt, ist eine selbstorganisierte, autodidaktische Weiterbildung.”

Narürlich darf mein lieber Freund Ludger Freese bei dieser Aktion nicht fehlen. Er schreibt in seinem Blog “Essen kommen!”, dass er viel Zeitschriften und Zeitungen (auch Tageszeitungen) liest, sowohl als Referent als auch als Teilnehmer / Zuschauer bei Veranstaltungen lernt und ebenfalls Social Media und das Internet nutzt. Spannend ist hier die “Weiterbildung durch Diebstahl”. Damit meint er, dass er in anderen Städten (vorwiegend in anderen Regionen) dort die Geschäfte besucht und einfach die Augen offen hält, um etwas neues zu sehen. Ludger nennt das eine Bildungsreise.

Uwe Nickel berichtet in seinem privaten Blog melauwe über Weiterbildung im Gesundheitswesen. Er ist selbst seit über 8 Jahre als Dozent im Fachbereich Pflege in der Erwachsenenbildung tätig. Er meint, dass viele seiner Berufskollegen die verpflichtende Weiterbildung im Gesundheitswesen lediglich als Sammeln von Zertifikaten ansehen anstatt als Chance, das Wissen zu erweitern.

Er sagt “Sich Fort- oder Weiterbilden bedeutet für mich sich in einem sich ständig fortsetzenden Prozess zu bewegen der von mir erwartet mein erlerntes zu überprüfen, anzupassen, abzugleichen, zu überdenken und gegebenenfalls auch zu verwerfen um Raum für Neues zu schaffen.” Recht hat er.

Seine Wege zur Weiterbildung sind neben diesen Seminare und Fortbildungen auch die gute alte Suchmaschine, Messen und Fachkongresse sowie Turtorials auf Youtube.

Im Fachwirt-Blog, einen sehr guten Blog über berufliche Weiterbildung, nennt Blogger Christian Elstermann zunächst die Urquellen von Wissen: Bücher. Ich denke, kein Medium bildet mehr als Bücher, kein Medium trägt mehr Wissen in die Welt. Darüber hinaus werden Lerngruppen genannt. Das hatten wir noch nicht. Mehrere Gleichgesinnte treffen sich, um gemeinsam Stoff durchzuarbeiten. Wichtig ist, dass es ein Geben und ein Nehmen ist, da es sonst nicht funktioniert.

Ralph Hadem erzählt in seinem Fachblog zum Thema Digitaldruck, dass er viele Fachzeitschriften (Druck + Medien, LFP, Print + Produktion etc.) liest und mehrere wichtige Messen besuch. Die DRUPA in Düsseldorf ist für ihn ein Pflichttermin. Dazu recherchiert er Fachthemen über Suchmaschinen, um so einen guten Eindruck zu erhalten, was die Branche (technisch) so umtreibt. Zwei Mal im Jahr trifft er 10 Kollegen aus der Branche, die allerdings komplett andere Geschäftsmodelle verfolgen. So bekommt er einen sehr persönlichen „Blick über den Tellerrand” hinaus. Das finde ich richtig gut. Weitere Quellen für Wissen sind Fachbücher, Fachblogs und Onlineportale.

Claudia Dieterle weist  in ihrem Blog darauf hin, dass es verschiedene Lerntypen gibt, die ganz unterschiedlich lernen: Die einen lesen, die anderen lernen visuell durch Zuschauen und Nachmachen, wieder andere lassen sich etwas erklären und können es dann.
Sie selbst lernt lieber autodidaktisch mit Büchern, Internetrecherchen (Google, Wikipedia) und in sozialen Netzwerken wie z. B. LinkedIn oder Google+ Gruppen und Communities. Statt eines Yoga- oder Gymnastikkurses habe sie sich lieber diverse DVDs gekauft.

breakpoint hat uns erzählt, dass sie sich hauptsächlich autodidaktisch weiterbildet mittels entsprechender Internetangebote, Zeitschriften und Fachbücher. im Schnitt verbringt sie mindestens zwei oder drei Stunden pro Woche mit derartiger Weiterbildung. Ihre Mitarbeiter sollen dagegen regelmäßig an geeigneten Kursen und Seminaren teilnehmen. Warum der Beitrag „Sechshundertachtundvierzig“ heißt, erschließt sich mir allerdings nicht.

Frank G. gibt in seinem Blog tiefe Einblicke in das Thema Selbstcoaching als Weiterbildung. Spannend. Wer mehr wissen will, darf gerne dort vorbei schauen.

Stefan Makiola meint „Lernen findet tagtäglich statt – wenn ich mit offenen Augen und Ohren durch die Welt gehe, komme ich gar nicht drumherum.“ Recht hat er. Und er hat auch recht, wenn er sagt, dass es für Weiterbildung zunächst einmal ein Ziel braucht. Wichtig ist, zunächst einmal herauszufinden, welchen Lernbedarf man überhaupt hat – also was kann man nicht (so gut) und würde einem nützen, wenn man es (besser) könnte? Dazu brauche man meistens ein Gegenüber, mit dem ich mich austauschen und auseinandersetzen kann, zum Beispiel den Vorgesetzten, einen Coach oder einen Kollegen.

Stefan Schütz denkt in unregelmäßigen Abständen über ein Aufbaustudium nach. Allerdings hält ihn die knappe Zeit zwischen Beruf und Familie davon ab. Sein „magic word“ lautet aber „Kommunikation“. Kommunikation z.B. innerhalb von internen Seminaren. Zudem besucht er zum ersten Mal ein BarCamp.

Uwe von Foto Noob meint, es mache Sinn, auf eine Kombination von verschiedenen Weiterbildungsformen zu setzen. Seine Lieblingsform der Weiterbildung ist das Lernen mit entsprechenden Schulungsvideos und – wenn es in die Tiefe geht – mit Büchern. Er gibt uns konkrete Vorschläge für Plattformen für Videoschulungen, Bücher und Pdcasts.

Claude listet folgende Möglichkeiten der Weiterbildung auf:

  • Abendkurse sind ein guter Ansatzpunkt um Menschen zu treffen die die gleichen Interessen teilen und sich gegenseitig beim Lernen unterstützen.
  • Bücher sind und bleiben noch immer eine tolle Form der Weiterbildung.
  • Auch Fernunterricht ist eine tolle Art der Weiterbildung.
  • Er selbst nutzt auch mobile Apps, Lernprogramme und Feed- oder Newsreader auf dem iPad. Eine tolle App sei Memrise.
  • Am wichtigsten sei aber, mit offenem Geist durchs Leben zu gehen.

Ganz anders schreibt uns Brotle. Er/Sie geben uns Tipps, wie man eine Fremdsprache lernt. Natürlich kann man hierzu klassisch Fremdsprachen lernen und pauken, VHS-Sprach-Kurse besuchen, Sprachen lernen mit Programmen für den PC oder mit Apps für das Smartphone.

Bei blaufux.de haben sich gleich drei Bloggerinnen und Blogger in einem Beitrag zum Thema geäußert. Herausgekommen ist ein Durcheinander an Meinungen. Rahel Obergfell macht „Learning by doing“, für Heike Neudeck ist Weiterbildung jede Art von Aneignung von weiterem Wissen. Sie braucht für eine Weiterbildung keine VHS, keine Universität, kein Seminar, keine ausgebildete Lehrperson, sondern nur eine Person, die etwas weiß, das sie noch nicht weiß und Christopher will digital oder mit einem einzigen Lernpartner weiterkommen.

Auf den letzten Drücker hat Heike Lorenz ihren Beitrag eingereicht. In ihrem Blog das-unternehmerhandbuch.de hat sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und in der Blogparade der Online-Universität Lecturio auf den Zahn gefühlt. Das war eine andere Blogger-Aktion. Was sie dort erlebt hat, kann man bei ihr nachlesen.

Leonie Walter liest viele Bücher, hört Hörbücher (auf CD bzw. als Downloads), besucht Seminare und Webinare und nutzt auch Podcasts, Audio-Files und Apps sowie E-Mail-, Video- und Audio-Kurse. Es sind dabei nicht nur fachliche Themen rund um PR, Pressearbeit und Social Media, in denen sie sich weiterbildet, sondern auch persönliche Lebensbereiche sowie Sprachen. In ihrem Beitrag stellt sie die einzelnen Formate ausführlicher vor.

Der Coach Ralf R. Wenda hat im Rahmen eines vierwöchigen Social Media Kurses seine Schüler an einem Kurstag dazu ermutigt hat, ein Blog zu eröffnen und an der Blogparade teilzunehmen. Seine eigenen Aspekte zum Thema Weiterbildung hat er ebenfalls in den Ring geworfen . Nachfolgend gibt einige Beiträge seiner Schülerinnen und Schüler.
Wir konnten allerdings nicht alle Beiträge aufnehmen, weil einige ohne nennenswerten Inhalt waren. Im Grunde ist gegen so eine Aktion nichts zu sagen, im Gegenteil: es ehrt uns, dass wir Teil einer Übung für Weiterbildung sind. Aber die Informationen in den Beiträgen müssen schon für andere Leser von Nutzen sein.

Melanie Wehrhahn hat sich mit dieser Weiterbildungs-Maßnahme durch den unglaublich starken und artenreichen Web-Dschungel geschlagen: Sie nennt sowas eine Kurs-Machete.

Ina Ullrich stillt mit dem Social Media Kurs, den sie gerade belegt, ihren „Intellektuellen Bildungshunger“ und meint, dass Weiterbildung satt macht.

Andreas Tucholsky stellt die Frage, wie er erkenne, ob sich eine Weiterbildung für ihn lohnt oder nicht? Die Frage beantwortet er sich in seinem Beitrag selbst.

Heidi Helmke hat in ihrem Beitrag eine Parallele zwischen den Bremer Stadtmusikanten und Weiterbildung gezogen. Ihr persönliche (Lieblings-)Art der Weiterbildung versteckt sich nämlich in diesem Märchen: Teamarbeit, “Crowdsourcing”, Schwarmintelligenz. Sich zusammen rotten und gemeinsam überlegen, wie man ein Ziel erreicht. Sie liest zwar auch gern Bücher, Texte, schaue fern, stöbert im Internet, schaut Videos, um dich „schlau“ zu machen, aber Teamarbeit ist topp. Nette Idee.

Ann Knetschen teilt uns Ihre Art der Weiterbildung in drei knackigen Tipps mit:

  • Lesen, lesen, lesen – und darüber reden
  • Learning by doing
  • Neugierig bleiben und einfach machen

Vielen Dank an alle, die unsere Aktion unterstützt haben.

 

2 Gedanken zu “Zusammenfassung der Blogparade „Meine persönliche Art der Weiterbildung

  1. Pingback: IT-basierte Weiterbildung und selbstorganisiertes Lernen › comspace-Blog

  2. Claudia Dieterle
    26. August 2014

    Hallo Herr Bärmann,
    vielen Dank für die schöne Zusammenfassung, die ich heute per Zufall entdeckt habe.
    Viele Grüße
    Claudia Dieterle

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