Microsoft Sculpt Ergonomic Desktop im Test – ergonomisierte Ausstattung am Schreibtisch

Bereits im Februar haben wir Büro-Lösungen zur Vorbeugung gegen das RSI (Repetitive Strain Injury)-Syndrom vorgestellt. Damals ging es um eine ergonomische vertikale Maus, die beim Arbeiten das Handgelenk entlasten soll. Das war aber erst der erste Schritt in Sachen ergonomisierte Ausstattung am Schreibtisch.

Kurz drauf bestellte ich mir die Microsoft Sculpt Ergonomic Desktop zum Test. Hier ist mein Testbericht nach mehr als drei Monaten Nutzung.

Zunächst fällt auf, dass beide Tastenhälften zur Tastaturmitte aufsteigend geformt sind, damit die Handgelenke nicht gedreht werden müssen und die Handmuskulatur entlastet wird. In der Mitte ist die Tastatur so geteilt, dass auf der einen Hälfte alle Tasten sind, die mit der linken Hand getippt werden. Auf der anderen Seite befinden sich die Tasten, die mit rechts bedient werden. Das ist für jemanden wie mich, der das 10-Finger-System noch nicht ganz beherrscht, am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig.

Insgesamt erinnert die Form der Sculpt Ergonomic Desktop ziemlich an die Form eines Mantarochen. Das war angeblich auch der Arbeitsname der Tastatur bei Microsoft, sagen einige Fachmagazine.

Anders als viele Standard-Tastaturen kann diese Tastatur nicht hinten, sondern vorne hochgestellt werden. die Tastatur kann so nach hinten abfallend aufgestellt werden, was vor allem Schreiber, die vergleichsweise hoch am Schreibtisch sitzen, entgegen kommt. Die beiliegende Erhöhung wird magnetisch an der Unterseite der Mantarochen-Tastatur befestigt und lässt sich damit bequem anbringen und auch wieder ohne großen Aufwand lösen.

Die Tastatur des Sculpt Ergonomic Desktop ist sehr dünn, ihr elegantes Aussehen wird durch die Klavierlackoptik verstärkt. Leider sind dort alle Fingerabdrücke sofort zu sehen, so dass die Tastatur schnell schmuddelig wirkt.

Das gesamte Set besteht aus der Tastatur selbst, einem separaten Nummernblock und einer zunächst ebenfalls sehr gewöhnungsbedürftigen Maus. Alle Teile werden per Bluetooth mit dem Rechner verbunden. Dazu steckt man einfach einen Mini-Dongle in einen USB-Port am Rechner.

Neben der Tastatur war ich natürlich neugierig, was die dazu passende Maus zur Linderung meines RSI-Syndroms beitragen kann. Die bisher genutzte vertikale Maus hatte nicht den gewünschten Effekt gebracht, da die Oberfläche sehr glatt ist und meine Hand ständig versucht, die Maus festzuhalten. Selbst, wenn die Hand vertikal geführt wird, führte dies zu ständigen Verkrampfungen der Handmuskulatur.

Auch bei der Maus hat sich Microsoft Ideen aus der Tierwelt geholt. Die Sculpt Ergonomic Maus erinnert optisch an einen Igel, nur das statt Stacheln eine ebenfalls mit Klavierlack überzogene Oberfläche zu sehen ist. Der Daumen ruht dabei komfortabel in einer Mulde, während der Zeigefinger über einem Scrollrad schwebt. Durch ihre spezielle Form eignet sich die Sculpt Ergonomic Maus nur für Rechtshänder. Eine Version für Linkshänder gibt es derzeit nicht.

Auch wenn diese Maus nicht vertikal, sondern wie andere Mäuse horizontal geführt wird, führte die besondere Form zu Entlastung des Handgelenks und zur Linderung der Schmerzen. Das hätte ich nicht erwartet.

Die Kosten für das Set der Sculpt Ergonomic Desktop mit Maus betrage mittlerweile ganze 70 EURO, auch wenn dieselbe Kombi bei Microsoft selbst für 129 EURO angeboten wird. Hier lohnt sich ein Umstieg allemal.

Mein RSI-Syndrom ist zwar noch nicht weg, aber deutlich besser. Man merkt einfach, dass Handgelenk, Hand und Arm aufgrund einer natürlicheren Haltung nicht mehr so stark beansprucht werden.

Fotos: (c) Microsoft

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