Weiterbildung macht gesund

water apple

Wie wichtig stetige Weiterbildung im heutigen Berufsleben ist, weiß jeder: Die Steigerung und Ergänzung von Kompetenzen der Mitarbeiter ist für ein Unternehmen unerlässlich; ebenso bedeutet die Erweiterung der Fachkompetenz für Arbeiternehmer Vorteile, denn qualifizierte Fachkräfte sind begehrt und oft gesucht.

Nun kommt jedoch ein weiteres Argument hinzu, weshalb sich Weiterbildung lohnt: Weiterbildung macht glücklicher, selbstbewusster und damit gesünder! Dies zeigt eine europaweite Studie des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung. Eine der Mitautorinnen, die Vizerektorin der Donau-Universität Krems Monika Kil, stand dem Deutschlandfunk jetzt Rede und Antwort zu diesem Thema.

Laut Monika Kil werden durch Erwachsenenbildung positive Nebenwirkungen erzielt und die betreffen vor allem die Gesundheit. Zu diesen ‚wider benefits of learning‘ zählt zum Beispiel der resultierende Nutzen des Erlernten; man kann etwas besser, fühlt sich bestärkt in seiner Kompetenz und entwickelt dadurch eine neues Selbstbewusstsein und ein Gefühl der Selbststeuerung. Durch dieses psychologische Phänomen der Selbstwirksamkeit fällt es dann auch leichter, den Stress des Berufsleben zu bewältigen und zu kontrollieren. In Zeiten von Burnout-Fällen und reihenweise Arbeitnehmern, denen der Spaß an ihrem Beruf fehlt, werden diese Aspekte viel zu sehr unterschätzt.

Ebenso werden durch Gruppenfortbildungen soziale Kontakte geknüpft und wichtige Netzwerke aufgebaut. Diese können sowohl den Arbeitnehmern, als auch den Unternehmen Vorteile bieten und zu einer beruflichen Kooperation führen.

Das Problem sei heute, dass der Nutzen einer Weiterbildung immer zu sehr aus Sicht der Unternehmen und sogar der Volkswirtschaft gesehen wird und nicht aus der Sicht des einzelnen Mitarbeiters, sagt Monika Kil. Insofern muss die Schere im Kopf zwischen privater und die beruflicher Weiterbildung in Deutschland endlich kleiner werden. Lernen als Selbstzweck muss endlich als weiterer Nutzen akzeptiert werden.

Foto: steffen-benz, „water apple“, CC-Lizenz (BY 2.0)
Quelle: www.piqs.de

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