Weiterbildung: Die Trends für 2015

Terminkalender mit Eintrag für Fortbildung
Immer rund um den Jahreswechsel wagen die Experten einen Blick in die ominöse Glaskugel ihrer Branche, um die Trends des Jahres zu finden. Auch in der Weiterbildungsbranche ist dies geschehen, wie das Magazin von Weiterbildung Direkt jüngst mitteilte. Die Experten von date up education haben vier Trends ausgemacht.

Trend 1: Schnelle Bildung
Zeit ist Geld und außerdem knapp. Wir hetzen von einem Termin zum anderen, von einem Projekt zum nächsten. Nebenbei sind Familie und Hobby irgendwie unterzubringen. Da ist es kaum verwunderlich, dass die berufsbegleitende Fort- und Weiterbildung schneller vollzogen werden muss als noch vor einigen Jahren. Den Experten zufolge planen Unternehmen – wenn überhaupt maximal fünf Tage im Jahr für Weiterbildung ihrer Mitarbeiter ein. Der Trend geht sogar zu zwei Tagen im Jahr. Demzufolge werden die Kurszeiten immer kürzer.
Liebstes Modell seien die Wochenendseminare. Hier muss der Mitarbeiter – wenn überhaupt -nur kurz freigestellt werden. Das reduziert die Kosten für den Arbeitgeber und erhöht die Chancen auf eine Genehmigung für den Arbeitnehmer. Ob das allerdings im Sinne des Erfinders der berufsbegleitenden Fort- und Weiterbildung ist, wagen wir zu bezweifeln.

Trend 2: Medial Bildung
Weiterbildungsangebote im Internet florieren. Ideal sind diejenigen Angebote, die auch mobil konsumiert werden können. Teilnehmer und Unternehmen profitieren von der örtlichen Ungebundenheit und der zeitlichen Flexibilität. Der Trend geht hier klar zu einer Verzahnung von Online-Modulen und klassischen Präsenzseminaren (Blended Learning). Dabei werden z.B. via Internet virtuelle Klassenräume geschaffen, in denen die Teilnehmer vom eigenen Arbeitsplatz aus mitmachen. Dozent und Teilnehmer sehen sich, können miteinander reden oder chatten.
Auch der Konsum der Medieninhalte durch mobile Endgeräte nimmt deutlich zu. Das führt zu Trend 3.

Trend 3: Weiterbildung Ad-hoc
Der bereits genannte Zeitmangel verbunden mit der Neigung, immer mehr Inhalte unterwegs oder irgendwo zwischen zwei Terminen zu konsumieren führt zu einer Ad-hoc Weiterbildung. Immer dann, wenn gerade Bedarf besteht und Zeit vorhanden ist, wird sich gebildet. Neue Formate wie Webinare, Videotutorials, eBooks helfen hier.

Trend 4: SAP, Gesundheit und Pflege
Alles redet vom Fachkräftemangel in der Gesundheits- und Pflegebranche. Wen wundert es, dass diese Branche auch im Fokus der Arbeitnehmer steht. Durch gezielte Weiterbildungsmaßnahmen macht man sich unentbehrlich für Arbeitgeber und eröffnet sich vielversprechende Jobchancen in der Gesundheitsbranche.
Ein Dauerbrenner ist SAP. Angeblich suche die Wirtschaft immer noch Fachkräfte, „die den effektiven Umgang mit SAP beherrschen und die Software gezielt in den verschiedenen Funktionsbereichen von Unternehmen einsetzen können. SAP Schulungen verbessern daher die Bewerbungs- und Karrierechancen von Arbeitssuchenden und Berufstätigen.“

Gelesen bei http://www.weiterbildung-direkt.de

Bild: © fovito – Fotolia.com

2 Gedanken zu “Weiterbildung: Die Trends für 2015

  1. T. Peters
    26. Januar 2015

    Herzlichen Dank für die Aufstellung. Obwohl es die Freischaltung des Kommentars vermutlich hinderlich ist, erlauben wir uns folgen Anmerkungen: 1) „Zeit ist Geld“ – dem können wir vorbehaltslos zustimmen, allerdings helfen Seminare am Wochenende langfristig weder dem Mitarbeiter, noch der Unternehmung… 2) „Mobilität der Bildung“ – Fortbildungsinteressierte wollen so flexibel als möglich lernen… dem stimmen wir wiederum vorbehaltslos zu – allerdings ist permanentes präsent sein, sowohl für Lernerfolg als auch für die Leistungsfähigkeit der Teilnehmenden kontraproduktiv… 3) Weiterbildung immer und überall, ist unserer Erfahrung nach gefährlich – die Konzentratione leidet, es wird zwar gelernt und Teilnehmende können sich folglich nicht entspannen, doch bleibt der Erfolg bei mangelnder Konzentration, was „immer und überall“ mit sich bringt, auf der Strecke… wenn man sich für eine herausfordernde nebenberufliche Aus- und Weiterbildung entscheidet, empfehlen wir v.a. eine klare Zielsetzung, ein entsprechendes Zeitmanagement und ein untersützendes, flexibles Umfeld, welches Umdisponierungen und Optimierungen erlaubt. Wir hoffen, dem geneigten Leser auch ein wenig geholfen zuhaben und verbleiben mit beste Grüsse aus St. Gallen!

  2. Frank Bärmann
    27. Januar 2015

    Hallo Herr oder Frau Peters,

    vielen Dank für Ihre Einschätzung der Trends. Natürlich ist überall dort, wo Licht ist, auch Schatten. Diese Trends haben wie alles im Leben immer zwei Seiten. Und die haben Sie sehr kurz und bündig dargestellt.

    Gruß
    F. Bärmann

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