10 Tipps für eine erfolglose Zusammenarbeit in Ihren Teams

personal-780317_1280Der Erfolg eines Unternehmens hängt sehr stark davon ab, wie gut die Mitarbeiter im Team zusammenarbeiten. Die Zusammenarbeit des Teams kann fördern, oder auch nicht. Marietheres Mimberg ist systemischer Coach, Team- und Kommunikationstrainerin und gibt 10 Tipps, wie erfolglose Zusammenarbeit in Teams gefördert wird.

Tipp 1:
Boykottieren Sie sog. Kick-Off-Meetings! Die Erwartungen der anderen sollten Ihnen egal sein – Sie wissen, was Sie glauben zu tun zu haben… Meistens kommt es bei diesen Kick-Off-Meetings ja auch noch zu einem kurzen persönlichen Kennenlernen – vollkommen unnötig und eher hinderlich!

Tipp 2:
Hinterfragen Sie auf keinen Fall Ihre gewohnten Verhaltensweisen! Wenn etwas im Team nicht klappt, suchen Sie immer den, der am unsichersten wirkt. Er hat die gewohnten Verhaltensweisen wohl noch nicht verstanden und er soll ja seine neuen schnellstens ablegen!

Tipp 3:
Beziehungsaufbau – auch auf professioneller Ebene – ist vollkommen überflüssig! Small-Talk – absoluter Zeitdieb! Machen Sie das von Anfang deutlich, dann werden Sie auch nicht mit diesen Dingen belabert und sind als Sach- und Fachexperte gefragt.

Tipp 4:
Machen Sie von Anfang deutlich, was Sie von Projektmanagement, Zeitplanung und Teamsitzungen halten: nämlich nix. Jeder tut das, was er kann und wofür er da ist (da zu sein glaubt). Dieses ewige Reden, diese Deadlines, diese Milestones und das Brainstorming … am schlimmsten sind noch die innovativen Ideenfindungsmethoden. Zeitverschwendung und kein Nutzen! Dann hätten Sie ja gleich Sozialpädagoge werden können.

Tipp 5:
Sprechen Sie Kritik gerade heraus, deutlich und mit Ihrer Meinung an – dieses vorsichtige Drumherumgeschwurbel bringt doch nichts. Der andere muss wissen, wie Sie das sehen, damit er weiß, wie er sich ändern muss.

Tipp 6:
Anerkennung… okay. Aber sie muss von innen, vom einzelnen Menschen selbst kommen. Das hebt uns alle ja nun vom Hund ab. Man muss nicht immer alle loben oder anerkennen – also lassen Sie das einfach sein. Jeder Mensch ist seines Glückes Schmied – auch in der Motivation.

Tipp 7:
Vertrauensvorschuss: Nein! Vertrauen muss man sich verdienen. Machen Sie von vorne herein klar, dass jeder im Team erst einmal in Ihren Augen mit einem Minus auf Ihrem Vertrauenskonto startet: durch gutes Verhalten, das für Sie gute Erfahrungen bringt, wächst das Guthaben auf diesem Konto – langsam.

Tipp 8:
Hier geht´s nicht um Prozesse – hier geht´s um ein Ziel! Nicht der Weg ist das Ziel, das Ziel selbst. Also: wie was passiert, wer was unterwegs denkt, sieht, macht oder gar ändern möchte: unwichtig und uninteressant. Prozessorientiertheit: ein fürchterliches Wort!

Tipp 9:
Die Potenzierung von fürchterlichen Teamgewohnheiten: kreative Lösungen! Alte Gewohnheiten sind alt und deshalb Gewohnheiten, weil sie schon immer so abliefen und immer zum gewohnten Ziel führten. Es reicht, wenn Sie manchmal das Ziel im Nachhinein umdefinieren – merkt eh keiner so ganz genau.

Tipp 10:
Was ist das Gegenteil von Kommunikation? Richtig: Handeln! Braucht´s noch mehr? Nein, Reden kostet Zeit und Geld; Handeln bringt in derselben Zeit Geld. Punkt.
Bild: geralt / pixabayCC0 Public Domain

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