Ein ergonomischer Arbeitsplatz fördert Motivation und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter

Neueste Erkenntnisse des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft haben ergeben, dass die ergonomische und ästhetisch ansprechende Gestaltung von Büroarbeitsplätzen wesentlich zur Motivation der dort tätigen Mitarbeiter und damit zu deren Bereitschaft beiträgt, ihr Leistungspotential im Interesse des Arbeitgebers voll auszuschöpfen.

Komplettbüro

Zum einen steigert eine hochwertige und normgerechte Gestaltung der Arbeitsumgebung, die sich an den gesundheitlichen Interessen der Mitarbeiter orientiert und auch Sicherheitsaspekte berücksichtigt, die physische und psychische Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmer erheblich. Zum anderen führt ein ansprechender Arbeitsplatz dazu, dass sich der dort tätige Beschäftigte in besonderem Maße als vom Arbeitgeber wertgeschätzt fühlt und die Identifikation des Mitarbeiters mit dem Unternehmen steigt. Diese beiden Faktoren schlagen sich unmittelbar in sinkenden Krankenstandszahlen und Fehltagen nieder, sodass sich die Investition des Arbeitgebers in hochwertige Arbeitsplätze sich vielfach bereits nach kurzer Zeit amortisiert.

Zudem ist ein wegen des solcherart optimierten Arbeitsplatzes motivierter Mitarbeiter oft weniger geneigt, das Anstellungsunternehmen zu wechseln und etwaigen Abwerbeversuchen von außen nachzugeben.

Die Anforderungen an einen ergonomischen, ästhetisch ansprechenden und sicheren Arbeitsplatz

Es gehört zu den wichtigsten Aufgaben der leitend im Personalmanagement tätigen Führungskräfte, im Rahmen der Personalentwicklung, die Zufriedenheit der Mitarbeiter durch eine allen ergonomischen und sicherheitstechnischen Anforderungen entsprechende Gestaltung der Arbeitsplatzes zu fördern und dadurch deren Motivation und Leistungsbereitschaft im Interesse des Unternehmens zu steigern.

Bei der Auswahl einer geeigneten Büroausstattung sind die internationalen Normen bezüglich der psychischen Arbeitsbelastung (DIN EN ISO 10075) und bezüglich der Mensch-Computer-Interaktion am Arbeitsplatz (DIN EN ISO 9241) zu beachten. Innerhalb dieser Normen bestehen jedoch weite Gestaltungsspielräume, die bei der Auswahl der Büroausstattung genutzt werden können. Bei der Optimierung der Arbeitsumgebung sollten insbesondere folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  • Auswahl der Sitzmöbel nach ergonomischen Gesichtspunkten (ausreichend hohe, bandscheibenschonende Rückenlehne, ggf. Armlehnen, Höhenverstellbarkeit des Sitzes, genügend große Sitzfläche);
  • Nutzung höhenverstellbarer Schreib- und Computertische mit großer Arbeitsfläche;
  • Ermöglichung des wechselnden Arbeitens im Sitzen und Stehen durch Anschaffung von Stehschreibtischen bzw -pulten;
  • Reduzierung des Bückens, schweren Hebens und Tragens durch Auswahl entsprechender Schränke und Regale sowie durch Anschaffung geeigneter Bürowagen zum Aktentransport;
  • Schaffung günstiger Lichtverhältnisse mit möglichst umfassender Nutzung des Tageslichts;
  • Verwendung blendfreier bzw blendarmer Monitore bei Desktops und Anschaffung blendfrei arbeitender Laptops;
  • Auflockerung der Arbeitsumgebung mit Wandbildern und Pflanzen;
  • Vermeidung bzw. Beseitigung von Stolperfallen durch sichere Verlegung von Leitungen und Kabeln;
  • Berücksichtigung individueller Anforderungen bei Mitarbeitern mit körperlichem Handicap;
  • Möglichst einheitliche optische Gestaltung des Arbeitsumfelds hinsichtlich Farben und Materialien von Möbeln und Schrankoberflächen;
  • Verwendung hochwertiger Werkstoffe und Materialien.

Die rechtszeitige Einbindung der Mitarbeiter – wertvoll für die Akzeptanz neu gestalteter Arbeitsplätze

Steht eine Neugestaltung von Arbeitsplätzen an, ist die frühzeitige Einbindung der betroffenen Mitarbeiter unverzichtbar. Sie wird von den Arbeitnehmern als Zeichen der Wertschätzung von Seiten der Unternehmensführung empfunden und steigert die emotionale Bindung an die Firma. Äußern Mitarbeiter divergierende Vorstellungen und Wünsche, ist oft die Herbeiführung von Kompromissen durch moderierende Einwirkung der Geschäftsleitung sinnvoll.

Bildquelle: © www.kaiserkraft.de

Ein Gedanke zu “Ein ergonomischer Arbeitsplatz fördert Motivation und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter

  1. Verena Großberger
    11. September 2015

    Zwar ist die Gestaltung des Arbeitsplatzes ein durchaus bedeutender Faktor um seine Mitarbeiter zu motivieren, dennoch sollte man darauf achten, dass man auch andere Möglichkeiten zur Motivation nicht vernachlässigt.
    So sind eine angemessene Wertschätzung, das Übertragen von Verantwortung sowie eine entsprechende Förderung der Mitarbeiter gute und kostengünstige Mittel um die Leistungsfähigkeit Ihrer Mitarbeiter zu erhöhen.

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