Work-Life-Balance versus mobile Arbeitswelt und ständige Erreichbarkeit

Work-Life-Balance versus mobile Arbeitswelt und ständige Erreichbarkeit ist Thema eines Beitrags, der jetzt im Online-Portal der Frankfurter Rundschau erschienen ist. Dabei geht es darum, das die neue mobile Arbeitswelt als Segen und Fluch gesehen werden kann. Die einen schaffen es endlich, Beruf und Familie unter einen Hut bekommen, weil sie völlig flexibel von zuhause oder unterwegs arbeiten können. Die anderen stehen kurz vor dem psychischen Knockout, weil sie nicht mehr abschalten können (oder dürfen).

In dem Beitrag wird der Global Workshifting Index (2012) von Citrix Systems zitiert, der besagt, dass nahezu jedes zweite deutsche Unternehmen seinen Mitarbeitern anbietet, mobil zu arbeiten. 92 Prozent der Firmen wollen demnach bis Ende 2013 das flexible und mobile Arbeiten weiter fördern. Denn die Unternehmen sparen bei Mieten, Reise- und Personalkosten.

Die Kehrseite zeigt ein krasses Bild. Laut einer Studie des Hightech-Verbandes BITKOM aus 2011 gaben 88 Prozent der Berufstätigen an, außerhalb ihrer Arbeitszeit erreichbar zu sein. Die Mehrheit der Berufstätigen beantworten sogar an Feiertagen ihre Nachrichten. Das führt aber zu einer völligen psychischen Überlastung. Die Zahl der psychischen Erkrankungen hat sich laut FR-Bericht in Deutschland seit 1994 verdoppelt.

Wie geht man damit um?
Muss die Politik einschreiten? Müssen die Unternehmen wie bei Volkswagen das selbst regeln können? Dort werden für viele Mitarbeiter E-Mails und deren Weiterleitung auf das Handy werden eine halbe Stunde nach Dienstschluss gesperrt. Experten sehen solche Regelungen in der Praxis schlicht nicht umsetzbar. Besser seien Spielregeln, die den Mitarbeitern eine Orientierung verschafften, was der Arbeitgeber von ihnen erwarte. Andere fordern tatsächlich allgemeingültige Verordnungen.
Tatsächlich muss der Wege sein, für jedes Unternehmen eine individuelle Lösungen zu finden.

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Ein Gedanke zu “Work-Life-Balance versus mobile Arbeitswelt und ständige Erreichbarkeit

  1. Georg Bayer
    17. September 2012

    Die Arbeitswelt und das Private vermischen sich immer mehr, und das tut der Seele nicht gut. Davon bekommt man, wie meine Frau sagt: „Pickel“ oder bei mir führt das weniger zu psychischen Symptomen als zu körperlichen Reaktionen. Ich habe dann „Rücken“ und das hört erst auf, wenn ich mindestens 5 Gänge runterschalte.
    Das Angebot der Arbeitgeber mobil zu arbeiten, fußt auf Studien, die besagen, dass Homeoffice-Arbeiter deutlich mehr arbeiten als im Office-Arbieter. Man ist ja auch nach Feierabend schnell mal am PC und schaut die Mails durch. Böse Geister könnten jetzt behaupten, das läge am schlechten TV-Programm, aber es soll ja noch anderes geben.
    Grüße Georg
    eigentlich sollte ich heute den Rasen mähen, sitze aber noch im Büro ;-(

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