Archiv der Kategorie: Fundgrube

Die etwas andere Weiterbildung: Ein Sommelier für Gewürze

SommelierderGewürze_weiterbildungsblogger_14.10.2015_2Basilikum, Pfeffer und Zimt erkennt wohl jeder von uns am Geruch. Aber bei Bockshornklee-Saat und Pannonischen Fenchelpollen dürften viele von uns dann wohl am Ende ‚ihrer Nase‘ sein.

Nicht so angehende Gewürzsommeliers: Diese schnuppern sich durch alle möglichen Gewürze und erkennen diese sofort. Sie besitzen darüber hinaus das Hintergrundwissen über Kulturgeschichte, Herstellung, Qualitätskunde, Sensorik, Einsatzmöglichkeiten sowie Heil- und Gesundheitswirkungen. Dieses Wissen hilft in der Praxis ungemein: Nicht nur der Einsatz der Gewürze wird gezielter, auch neue Gewürzkreationen sind so möglich.

Das Cluster Ernährung am Kompetenzzentrum für Ernährung in Bayern (KErn) veranstaltet jedes Jahr eine Weiterbildung zum Gewürzsommelier an zehn Seminartagen. Die nächste findet im Frühjahr 2016 statt.

Die  Adalbert-Raps-Stiftung  verlost zudem drei Stipendien. Interesse?
Voraussetzung ist eine abgeschlossene Ausbildung in der Gastronomie, Lebensmittelhandwerk, -industrie oder -handel. Bewerbungsschluss ist der 15. Dezember. Nach erfolgreicher Kursteilnahme (und nach einer schriftlichen und mündlichen Prüfung), erhalten die Absolventen ein Zertifikat.

Mehr Infos zur Bewerbung hier: http://www.ahgz.de

Foto: pixabay / LSR2015 / CC0 Public Domain

Müssen alle Führungskräfte fit sein für die digitale Kommunikation?

Seniorin mit Laptop und vielen KabelnEin Blogbeitrag der Welke Akademie befasst sich mit dem Thema  „Digitale Kommunikation für Führungskräfte“. Er richtet sich an alle heutigen Führungskräfte, die der Nutzung des Internets, von mobilen Apps und von Facebook und Co. (noch) nicht mächtig sind. Da dürfte es schon noch ein paar geben, denn die jungen Nachwuchsführungskräfte, die Internet und Social Media aus dem Effeff beherrschen (Digital Natives genannt), sind gerade erst in den Führungsetagen angekommen.

Der Beitrag fasst zusammen, was eigentlich schon alle wissen (sollten): Am Ball bleiben, was digitale Kommunikation, Internet, Smartphones und andere Technologien betrifft, Mut zum Kommunizieren zeigen, Mensch bleiben, ehrlich und authentisch kommunizieren und sich bei denjenigen, die die Technologien beherrschen, Hilfe holen.

Doch ist das wirklich trivial? Müssen Führungskräfte, die nicht zur Generation der Digital Natives gehören, wirklich überall fit sein in den Internet- und Kommunikationstechnologien?

Wer Mitarbeiter führen will, die aus der oben genannten Generation stammen, muss die modernen Technologien zumindest kennen. Sonst kann er einerseits seine Mitarbeiter nicht verstehen und andererseits die Technologien nicht nutzen, die seine Mitarbeiter gerne nutzen würden.

Denken wir an interne Kommunikationswerkzeuge wie Jammer, an Videokonferenz-Werkzeuge wie Skype, an Chatprogamme, an Cloud-Dienste zum Datenaustausch und und und. Wer die Dinge nicht versteht, für den ist das alles Teufelszeug. Das war immer so und wird auch immer so bleiben.

Und wer nicht versteht, dass ein junger Mensch ohne Smartphone und Internet eigentlich nicht mehr existenzfähig ist, wer diesem Menschen die Nutzung von Smartphone und Internet während der Arbeitszeit verbieten will, wird irgendwann ohne Mitarbeiter dastehen. Ehrlich.

Deshalb ist es wichtig, sich als Führungskraft mit den modernen Technologien zu beschäftigen, sich damit auseinander zu setzen und am besten seinen Weg zum Mitmachen zu finden.

Oder?

Foto: © Robert Kneschke – Fotolia.com

Weiterbildung: Die Trends für 2015

Terminkalender mit Eintrag für Fortbildung
Immer rund um den Jahreswechsel wagen die Experten einen Blick in die ominöse Glaskugel ihrer Branche, um die Trends des Jahres zu finden. Auch in der Weiterbildungsbranche ist dies geschehen, wie das Magazin von Weiterbildung Direkt jüngst mitteilte. Die Experten von date up education haben vier Trends ausgemacht.

Trend 1: Schnelle Bildung
Zeit ist Geld und außerdem knapp. Wir hetzen von einem Termin zum anderen, von einem Projekt zum nächsten. Nebenbei sind Familie und Hobby irgendwie unterzubringen. Da ist es kaum verwunderlich, dass die berufsbegleitende Fort- und Weiterbildung schneller vollzogen werden muss als noch vor einigen Jahren. Den Experten zufolge planen Unternehmen – wenn überhaupt maximal fünf Tage im Jahr für Weiterbildung ihrer Mitarbeiter ein. Der Trend geht sogar zu zwei Tagen im Jahr. Demzufolge werden die Kurszeiten immer kürzer.
Liebstes Modell seien die Wochenendseminare. Hier muss der Mitarbeiter – wenn überhaupt -nur kurz freigestellt werden. Das reduziert die Kosten für den Arbeitgeber und erhöht die Chancen auf eine Genehmigung für den Arbeitnehmer. Ob das allerdings im Sinne des Erfinders der berufsbegleitenden Fort- und Weiterbildung ist, wagen wir zu bezweifeln.

Trend 2: Medial Bildung
Weiterbildungsangebote im Internet florieren. Ideal sind diejenigen Angebote, die auch mobil konsumiert werden können. Teilnehmer und Unternehmen profitieren von der örtlichen Ungebundenheit und der zeitlichen Flexibilität. Der Trend geht hier klar zu einer Verzahnung von Online-Modulen und klassischen Präsenzseminaren (Blended Learning). Dabei werden z.B. via Internet virtuelle Klassenräume geschaffen, in denen die Teilnehmer vom eigenen Arbeitsplatz aus mitmachen. Dozent und Teilnehmer sehen sich, können miteinander reden oder chatten.
Auch der Konsum der Medieninhalte durch mobile Endgeräte nimmt deutlich zu. Das führt zu Trend 3.

Trend 3: Weiterbildung Ad-hoc
Der bereits genannte Zeitmangel verbunden mit der Neigung, immer mehr Inhalte unterwegs oder irgendwo zwischen zwei Terminen zu konsumieren führt zu einer Ad-hoc Weiterbildung. Immer dann, wenn gerade Bedarf besteht und Zeit vorhanden ist, wird sich gebildet. Neue Formate wie Webinare, Videotutorials, eBooks helfen hier.

Trend 4: SAP, Gesundheit und Pflege
Alles redet vom Fachkräftemangel in der Gesundheits- und Pflegebranche. Wen wundert es, dass diese Branche auch im Fokus der Arbeitnehmer steht. Durch gezielte Weiterbildungsmaßnahmen macht man sich unentbehrlich für Arbeitgeber und eröffnet sich vielversprechende Jobchancen in der Gesundheitsbranche.
Ein Dauerbrenner ist SAP. Angeblich suche die Wirtschaft immer noch Fachkräfte, „die den effektiven Umgang mit SAP beherrschen und die Software gezielt in den verschiedenen Funktionsbereichen von Unternehmen einsetzen können. SAP Schulungen verbessern daher die Bewerbungs- und Karrierechancen von Arbeitssuchenden und Berufstätigen.“

Gelesen bei http://www.weiterbildung-direkt.de

Bild: © fovito – Fotolia.com

Ist Bildung ein Konsumartikel geworden?

Dass unser deutsches Bildungswesen in der Diskussion steht und es nach wie vor so scheint, als ob man zwanghaft an einem Kranken herumdoktert anstatt ihm mal richtig zu kurieren, ist wohl gemeinhin bekannt. Jetzt hat sich der Deutscher Arbeitgeber Verband e.V. in seinem Pflichtbewusstsein als Verband in diese Diskussion eingeschaltet und seinen Senf zum deutschen Bildungswesen abgegeben. In einer von Beiträgen durften namhafte Autoren ihre Sicht zu dem Thema aufschreiben.
Gestartet wurde mit einem Beitrag von Thomas Rietzschel. Er schreibt über „Die Moral in der bildungsverarmten Gesellschaft„.

Wir sparen uns, diese eher schwer lesbare Abhandlung komplett zusammenzufassen, sondern wollen nur auf den Aspekt des Wandels von der »Erziehung des Menschengeschlechts« in den Prozess einer pädagogischen Produktion von menschlichen Automaten hinweisen. Es fehle die klassische Bildung und die Vermittlung von überlieferten geistigen, ideellen, gar moralischen Werten.

Der Autor spricht von einem bildungspolitisch verursachten Kulturverfall und einem überproportional wachsenden Zugewinn an intellektuellem Selbstbewusstsein.
Zitat „Da diese an sich positive Errungenschaft einer reform-pädagogisch intendierten Erziehung aber zunehmend dazu dient, mangelnde Bildung durch Einbildung zu ersetzen, befördert sie schon seit längerem einen kontinuierlichen Rückgang der Lernbereitschaft. Wer schon ohnehin eine Persönlichkeit ist, muss sich nicht mehr zu einer solchen entwickeln.“

Dies führe dazu, dass sich Schüler und Azubis in der Rolle des Opfers sehen, dem man das Wissen nicht ausreichend gut portioniert vorgesetzt habe. Die Schuld für schlechte Noten liege nicht bei ihnen, sondern bei den Lehrern. Nicht selten werden gute Noten heute eingeklagt. Bildung, so der Autor, wird immer mehr „ein verfügbares Gut angesehen, als etwas, das einem zusteht, als eine Ware, als ein Konsumartikel, dessen Design mit den Moden wechselt“. Hier hat er Recht.

In Berlin diskutieren 500 Bildungsverantwortliche und Experten das BMBF-Konzept „Chance Beruf“

Auf der BMBF-Bundeskonferenz „Chance Beruf“ diskutieren heute und morgen in Berlin rund 500 Bildungsverantwortliche und Experten in 10 Fachforen über das Konzept „Chance Beruf“. Damit will das BMBF einen Beitrag dazu leisten, die Integrationskraft, Attraktivität und Durchlässigkeit der beruflichen Bildung zu verbessern.

Ein Schwerpunkt von „Chance Beruf“ liegt auf der Verbesserung der Schul – und Ausbildungsabschlüsse in Deutschland, die das BMBF unter dem Prinzip „Prävention statt Reparatur“ verfolgt. Die Erweiterung der BMBF-Initiative „Bildungsketten“, Bund-Länder-Vereinbarungen zur Systematisierung der Berufswahlprozesse für alle Schüler und zur Optimierung des Übergangs von Schule in Ausbildung, das Innovationsprogramm Jobstarter plus zur Stärkung von kleinen und mittleren Unternehmen bei der Ausbildungsbereitschaft sind dabei wichtige Elemente.

Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Anschlussfähigkeit beruflicher Bildung. Ziel ist zum einen der weitere Ausbau der beruflichen Aufstiegsfortbildung. Zum anderen geht es um die Durchlässigkeit zwischen Berufsbildung und Hochschule in beide Richtungen. Mit dem Programm „Jobstarter“ unterstützt das Bundesbildungsministerium Innovationen und Strukturentwicklungen in der beruflichen Bildung. In dieser Legislaturperiode wird das BMBF im Rahmen von „Jobstarter“ die Entwicklung und Erprobung von innovativen Pilotprojekten zur Integration von Studienabbrechern in die berufliche Bildung fördern.

Der dritte Schwerpunkt von „Chance Beruf“ liegt auf der Stärkung der Weiterbildungsbeteiligung. Das BMBF wird seine Förderprogramme wie Aufstiegsstipendien, Bildungsprämie und Meister-BAföG fortsetzen und im Meister-BAföG zusätzliche Fördermöglichkeiten für Bachelor-Absolventen mit Berufserfahrung schaffen.

Nähere Informationen zur BMBF-Bundeskonferenz „Chance Beruf“ sind unter http://www.jobstarter.de/chanceberuf abrufbar.

Deutschland liegt beim Arbeitsplatzbasierten Lernen im EU-Vergleich weit vorne – beim lebenslangen Lernen nicht

Das Europäische Zentrum für die Förderung der Berufsbildung (Cedefop) bestätigt Deutschland im europäischen Vergleich eine gute Quote der Mitarbeiter, die an arbeitsplatzbasiertem Lernen teilnehmen. Mit 28 Prozent liegt Deutschland deutlich höher als der europäische Durchschnitt mit 21 Prozent. Weniger gut sieht die Situation in Deutschland im EU-Vergleich allerdings der Bereich lebenslanges Lernen aus: Nur 7,9 Prozent der Erwachsenen im Alter von 25 bis 64 Jahren nehmen bisher an solchen Maßnahmen teil. In der Gesamt-EU liegt der Schnitt bei neun Prozent. Auch der Anteil älterer Arbeitnehmer, Arbeitsloser und gering Qualifizierter beim lebenslangen Lernen ist in Deutschland niedriger als in der EU insgesamt. Die Daten, die das Cedefop ermittelt hat, beziehen sich auf die Situation des europäischen Ausbildungs- und Arbeitsmarkts im Jahr 2012.

Die Experten vom Cedefop haben zudem die Ausbildung Jugendlicher in der EU analysiert. Auch hier steht Deutschland in der EU demnach vergleichsweise gut da. Demnach bieten rund 73 Prozent der Unternehmen Lehrstellen an, im Vergleich zu 66 Prozent der Unternehmen EU-weit. Insgesamt liegt der Anteil der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der beruflichen Erstausbildung bei 48,6 Prozent. Gemessen wurde der Wert an der Gesamtzahl aller Schüler im Sekundarbereich II. Damit kommt Deutschland dem EU-Durchschnitt von 50,3 Prozent ziemlich nahe.

Die Studie zeigt zudem, dass das betriebliche Ausbildungssystem Deutschlands im EU-Vergleich eine besondere Stellung einnimmt: Während hier 88,2 Prozent der Jugendlichen in der beruflichen Erstausbildung eine duale schulisch-betriebliche Ausbildung durchlaufen, liegt diese Kennzahl in der gesamten EU nur bei 27 Prozent.

Die Cedefop-Veröffentlichung „On the way to 2020“ (in englischer Sprache) mit den detaillierten Ergebnissen für Deutschland und den Daten aller anderen EU-Mitgliedstaaten finden Sie in unter: www.cedefop.europa.eu.

Foto: © detailblick – Fotolia.com

 

Spaziergänge als Kreativitätstechnik

Als wir uns im Dezember 2013 unsere Familie um einen Hunden erweitert haben, war eines der Ziele für mich persönlich, einfach aktiver zu werden. Jeden Arbeitstag acht Stunden im Büro, oft ohne Pause und Bewegung – das war nicht gut. Ein Hund, so meine Hoffnung, würde mir schon Beine machen – im wahrsten Sinne des Wortes. Und tatsächlich bringt mich unser Vierbeiner, der mit sieben Monaten wirklich aktiv ist, auf Trapp. Argumente wie „Ich habe jetzt gerade keine Zeit“ oder „Nur diesen Text, dann komme ich“ kennt und versteht er nicht.

Doch die täglichen Spaziergänge durch Wald, Feld und Wiesen hat mich noch eines gelehrt: Spaziergänge machen kreativ.
Wenn man da so alleine mit Hunde durch die Felder geht, der Wind saust einem um die Nase, ansonsten herrscht völlige Stille, dann kommt man auf die tollsten Ideen. Ich arbeite quasi beim Laufen und man könnte meinen, der Wind bläst mir den Kopf frei. Da sind schon ganze Konzepte, Strategien und Lösungen entstanden.
Doch wie soll man die neuen Ideen festhalten? Bis man wieder im Büro ist, ist das meiste wieder vergessen. Dafür gibt es diese neumodischen Smartphones. Fix ist eine App für Sprachmemos aufgemacht und die Ideen werden dem Gerät diktiert. Wenn man dort auf dem Feld oder im Wald ausreichend 3G-Abdeckung hat, kann man sich die Sprachnachricht direkt auf den PC senden. Eine andere Lösung ist Evernote.

Innerhalb von Evernote kann man neben Bildern und Texten auch Sprachnachrichten aufnehmen. Das schöne daran ist, dass diese als Notiz direkt in das passende Notizbuch eingeordnet wird. Bis zuhause ist die Notiz synchronisiert und auf dem PC verfügbar. Einfach anhören und weiter arbeiten.

Es gibt auch Apps, mit denen man die Sprachnachrichten direkt in die Dropbox speichern kann. Auch hierfür benötigt man eine Internetverbindung.
Egal, welche App Ihr probiert, es geht um die Idee. Ob nun mit oder ohne Hund, macht mal eine Pause (außerhalb der offiziellen Pause), geht ins Feld oder die Grünanlage und genießt die Ruhe ohne Hektik. Schnell stellen sich die tollsten Ideen ein.

Manche Unternehmen bieten Ruhe- oder Kreativräume an. Aber funktioniert das? Die Umgebung ist immer noch dieselbe.

Ich jedenfalls profitiere deutlich von unserem Hund, nicht nur gesundheitlich, sondern auch beruflich.

10 Gründe, warum Unternehmen über ein Blog nachdenken sollten

Wir singen „Happy Birthday“, denn unser Blog hatte vergangene Woche Geburtstag. Am 3. März 2012 wurde der erste Beitrag der Weiterbildungsblogger veröffentlicht. Das ist für uns ein Grund, ein wenig zu feiern, ein wenig stolz zu sein und über das Thema Corporate Blogs einen Newsletter zu verfassen.

Die Idee der Weiterbildungsblogger war und ist, einen Ratgeber und Infodienst zu allen Themen rund um Weiterbildung (daher der Name), MS Office, IT, Internet und zuletzt auch Mobile Business einerseits und zu Themen wie Organisation, Management, Gesundheitsmanagement, Führung und QM zu etablieren.

Wir wussten, dass dieses Themenspektrum sehr weit ist und haben deshalb ein ganzes Team von Autoren eingebunden. In den letzten zwei Jahren konnten Sie über 200 Beiträge zu vielen der oben genannten Themen lesen. Natürlich braucht es seine Zeit bis sich ein Blog wie unseres bei den Lesern etabliert, aber die Zahl unserer Stammleser wächst stetig und wir bekommen immer häufiger auch Feedback.

Das bringt mich zum eigentlichen Thema dieses Blogbeitrags. Sind Blogs im Allgemeinen und Unternehmensblogs (Corporate Blogs) im Besonderen überhaupt sinnvoll? Bringen diese Internet-Tagebücher einen Nutzen für ein Unternehmen oder ist das alles verlorene Liebesmühe?

Der Zweck eines Blogs

Beleuchten wir dazu ein wenig den Zweck eines Blogs. Im Grunde ist ein Blog nur eines von vielen Medien, um seine eigene Meinung, seine eigenen Gedanken oder sein Wissen zu verbreiten. Viele sehen ein Blog als Mittel für Selbstdarsteller, ihren Senf in die Welt zu pusten. Andere sehen Blogs – zumindest die meisten – heute als zu den Onlinemedien gleichwertige Publikationsmedien im Internet. Sicher treffen beide Sichtweisen irgendwie ins Schwarze.

Die Skala der Nutzwertigkeit eines Blogs reicht von Müll bis Meinungsführer/-macher. Es gibt Blogs, die es sich sicher nicht zu lesen lohnt und es gibt Blogs, deren Meinung Trends setzen und von Unternehmen gefürchtet sind.

Warum bloggen Unternehmen?

Aber warum bloggen Unternehmen? Natürlich lautet die Antwort, weil sie hoffen, damit neue Kunden zu gewinnen oder neue Mitarbeiter zu finden. Wenn Sie nun denken „Also starte ich ein Blog und die Kunden kommen von selbst“, dann irren Sie sich. Aber das denken Sie sicher nicht, denn Sie wissen, dass die Funktionsweise von Blogs und von Marketing im Zeitalter des Web 2.0 anders geht.

Corporate Blogs sind ein Medium, um anders als auf der Corporate Webseite mit der Zielgruppe zu kommunizieren. Merkwürdigerweise unterliegen Unternehmenswebseiten immer noch dem Zwang, in höchst förmlicher Sprache, möglichst allgemein und meistens völlig unpersönlich die eigenen Informationen anzubieten: Was wir können, wer wir sind und warum Sie bei uns kaufen sollten. Doch das wollen Konsumenten heute gar nicht mehr primär wissen, wenn Sie im Internet recherchieren.

Konsumenten wollen Nutzen, keine Werbeversprechen

Konsumenten wollen heute wissen, welchen Nutzen ein Produkt oder eine Dienstleistungen ihnen ganz persönlich bietet. Kann dieses Unternehmen mit seinen Produkten und Lösungen mir bei meinem Problem helfen? Finde ich auf der Internetseite einen Tipp oder Trick, wie ich dieses oder jenes tun kann? Gibt es einen direkten Ansprechpartner, den ich auf kurzem Weg erreichen kann, ohne ein E-Mail an info@ oder support@ senden zu müssen. Haben die Mitarbeiter dieses Unternehmens die richtige Kompetenz und das Know-how, um mir bei meinem Problem zu helfen? Diese Fragen und weitere beschäftigen die Verbraucher heute bei ihrer Reise durch das Web. Oder sie suchen nach konkreten Angeboten. Das kann weder eine Webseite noch ein Blog leisten, sondern nur ein Webshop.

Als Jobsuchender ist das nicht anders. Sie wollen keine Floskeln wie „Wir leben Flexibilität und Teamgeist“ lesen, Sie wollen keine Phrasen über offene Unternehmenskultur oder gute Karrierechancen lesen. Was Sie lesen wollen, sind Hintergründe, authentische Berichte von Mitarbeitern, die vielleicht mal Ihre Kollegen werden könnten, und Stories aus dem Unternehmen.

10 Gründe, warum Unternehmen über ein Blog nachdenken sollten

Das ALLES und noch viel mehr können Sie mit einem Blog ideal umsetzen. Warum:

  1. Blogs sind bekannt dafür, dass die Sprache lockerer ist, deshalb dürfen die Autoren frei und ohne strikte Formalia schreiben (bestimmte Regeln sind dennoch zu beachten, z.B. das DU oder SIE in der Ansprache)
  2. Blogs sind multimedial. Man kann Texte, Bilder, Video, Podcasts und Präsentationen einbinden. So haben Sie eine riesen Auswahl an Medien und Formaten, um den Nutzen für den Leser darzustellen, die Mitarbeiter zu Wort kommen zu lassen oder einfach nur zu informieren.
  3. Blogs haben (fast) immer einen festen Autor oder wie bei uns, ein Autorenteam. Oft werden die Autoren sogar mit Foto gezeigt. Man kann Sie via E-Mail, meistens via Social Media Netzwerken und direkt per Kommentar ansprechen.
  4. Blogs eröffnen den Dialog. Dialog statt Monolog. Diskutieren Sie mit Ihren Lesern, erfragen Sie Feedback. Eine Eigenschaft, die eine Webseite nie bieten kann.
  5. Blogs sind in der Regel aktuell. Unternehmenswebseiten werden oft über Monate hinweg nicht aktualisiert, Rubriken wie „Aktuelles“ werden absichtlich entfernt. Damit geben Blogs ein aktuelles Bild vom Unternehmen.
  6. Blogs sind der ideale Content-Hub für andere Social Media Kanäle. Ein Blogbeitrag kann Ihre Auftritte bei Twitter, Facebook , XING, Google+, Pinterest, Youtube usw. füttern. Damit bauen Sie eine enorme Reichweite auf.
  7. Gute Blogs prägen die Reputation der Marke, der Unternehmens oder des Autors nachhaltig. Wer fachlich gut bloggt, hat einfach Ahnung. Das ist zwar nicht immer so, aber meistens. Denn wer keine Ahnung hat von dem, über das er bloggt, wird schnell entlarvt.
  8. Blogs beeinflussen das Suchmaschinenranking in einem Maße, wie es eine Webseite ohne riesen SEO-Aufwand nicht schaffen würde. Das liegt an dem hohen Vernetzungsgrad.
  9. Blogs gibt es für die verschiedensten Zwecke: Eventblogs, Projektblogs, Serviceblogs, Karriereblogs, allgemeine Unternehmensblogs, CEO-Blogs, Themenblogs, um nur einige zu nennen. Sicher ist für jedes Unternehmen das passende dabei.
  10. Blogs werden auch immer häufiger von Journalisten bei Ihrer Recherchearbeit besucht. Das bestätigen Studien.

Sicher fallen mir noch einige Punkte ein, warum Sie über ein Corporate Blog zumindest nachdenken sollten – sofern nicht bereits getan.

Blog = viel Arbeit

Natürlich, und das möchte ich gar nicht verniedlichen, bedeutet ein Corporate Blog viel Arbeit. Idealerweise sollte man drei Mal pro Woche publizieren, sagt die Corporate Blog Studie 2014 der Karrierebibel. Wir selbst schaffen das nie. Ein Artikel kann von der Idee bis zur Publikation mehrere Stunden in Anspruch nehmen, manchmal reichen auch fünf Minuten. Es muss ein Themenplan erstellt und gepflegt werden. Und das Blog muss im Web bekannt gemacht werden, sich einen Namen machen.

Und: Es dauert Monate, bis sich die ersten Leser zu Wort melden.

Mein Wunsch wäre an Sie, liebe Leser: Schreiben Sie uns doch mal Ihr Erfahrungen als Kommentar, die Sie mit Blogs als Leser und/oder Herausgeber gemacht haben.
Kennen Sie weitere Vorzüge oder Nachteile von Corporate Blogs?

Und weil unser Blog Geburtstag hatte, verlosen wir heute ein paar interessante Bücher.
1. Corporate Blogs von Klaus Eck – Das Standardwerk in diesem Themenbereich
2. Erfolgsratgeber Neukundengewinnung – Die besten Konzepte, Techniken und Maßnahmen für mehr Umsatz und Gewinn
3. Mit Evernote Selbstorganisation und Informationsmanagement optimieren von Herbert Hertramph

Bitte geben Sie bei Ihren Kommentaren unbedingt im vorgesehenen Feld Ihre E-Mail Adresse an, damit wir Sie benachrichtigen können, wenn Sie gewonnen haben.

Und hier noch ein Linktipp: Klaus Eck – Corporate Blogs als Kommunikationszentrale 

Bild: 123rf.com

Vorbeugung gegen RSI-Syndrom durch vertikale Mäuse

Wer regelmäßig immer gleiche Bewegungen mit seinen Händen ausführt (also z.B. viel am PC oder Tablet arbeitet) kennt die diffusen Schmerzen im Handgelenk oder Unterarm. Man nennt das das RSI(Repetitive Strain Injury)-Syndrom, was übersetzt „Verletzung durch wiederholte Belastung“ heißt. Umgangssprachlich wird diese Verletzung auch als Mausarm oder Tennisarm bezeichnet.

Mich hat es leider auch erwischt (u.a. weil ich immer noch nicht gelernt habe, mit 10 Fingern zu schreiben). Resultat: permanente Schmerzen beim Schreiben und bei der Mausbedienung.

Als erstes musste die Ausstattung am Schreibtisch „ergonomisiert“ werden. Dazu gehört u.a. eine vertikale Maus. Bei diesen Mäusen wird eine natürlichere Handhaltung ermöglicht. Eine Überanstrengung und Reizung der Sehnen soll somit von vornherein ausgeschlossen werden.
Auf dem Markt werden Mäuse von weit über 100 EURO angeboten, die günstigsten liegen bei ca. 10 EURO. Da ich für einen Test nicht so viel Geld ausgeben wollte, entschied ich mich für eine günstig Variante von CSL-Computer. Die vertikale Maus CSL TM137G ist sogar eine Wireless-Funkmaus und kostet etwa 20 EURO, je nach Händler.

Natürlich muss man sich an die ungewöhnliche Form und veränderte Arm- und Handhaltung erst einmal gewöhnen. Doch nach kurzer Eingewöhnungszeit lässt sich damit genauso schnell und präzise arbeiten wie mit einer herkömmlichen Maus. Ehrlich gesagt werde ich mir zunächst überhaupt keine teure Maus kaufen, weil das Ding richtig gut funktioniert und meine Beschwerden bereits nach kurzer Zeit nachgelassen haben.

Als nächstes ist die Tastatur an der Reihe. Hier empfehlen die Fachleute eine ergonomische Tastatur, die die natürliche Haltung der Hände und Handgelenke unterstützt. Ein Testbericht dazu folgt.

Wer mehr zum RSI-Syndrom wissen möchte, dem empfehle ich wärmsten die Seite http://www.repetitive-strain-injury.de/

Foto: CSL-Computer

Lernen von Pferden – Ein Anwenderbericht

Dass wir von Tieren viel lernen können, wissen wir alle. Aber wie das in der Praxis geschieht, wissen viele nicht. Ein spannender Bericht bei Zeit Online erzählt, wie die Redakteurin ein Management-Coaching mit Pferden selbst erlebt hat. Das geht es ausschließlich um Körpersprache. Die Erzählung zeigt beispielsweise, wie man dem Pferd Kommandos mit dem Körper gibt.

Echt lesenswert.