Archiv der Kategorie: Lebenslanges Lernen

Die Weiterbildungsverlierer: Weiterbildung ist nur etwas für Intelligente

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Die soziale Schere zwischen reich und arm geht in Deutschland immer weiter auseinander. Die schlecht Ausgebildeten bekommen die schlechteren Jobs, die schlechter bezahlt werden. Doch wieso schaffen wir es nicht, dies zu ändern?

Es fängt bereits in der Schule an: Schon da investieren Eltern von guten Schülern viel mehr Zeit und Geld in deren Bildung, als es die Eltern der eher unterdurchschnittlichen Schüler tun. Diese machen in der Folge einen nicht so guten Schulabschluss und enden häufig ohne Ausbildung in weniger gut bezahlten Jobs.

Weiter geht es dann im Beruf: Weiterbildungsmaßnahmen werden zu einem hohen Prozentsatz (22,7 Prozent) von Personen mit Ausbildungs- und Hochschulabschluss gemacht, bei Geringqualifizierten liegt der Wert bei 6,7 Prozent. Weiterhin ist im Süden Deutschlands ist die Weiterbildungsquote deutlich höher, als im Westen. Dies ergab der Weiterbildungsatlas der Bertelsmann-Stiftung, die von 2007 bis 2012 die Volkshochschulen, die private Wirtschaft und betriebliche Angebote betrachtete.

Leider gibt diese Studie keinen Aufschluss, von wem die Motivation der Weiterbildung ausgeht: Sind es ‚verordnete Weiterbildungsmaßnahmen‘ seitens der Arbeitgeber oder freiwillig motivierte von Seiten der Arbeitnehmer? Dabei könnte diese Erkenntnis einen wichtigen Wendepunkt bedeuten: Denn weiß man, wie man die Geringqualifizierten ansprechen muss, dann könnte man beginnen, die aktuell klaffende Lücke zwischen arm und reich langsam zu schließen.

Sicher ist aber: die Bundesregierung hat sich – frei nach dem Motto „Man wird so alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu“ – der Förderung des lebenslangen Lernens verschrieben. Heutzutage reicht es nicht mehr aus, nur einen Beruf in den frühen 20ern gelernt zu haben. Man muss sich stetig weiterbilden, um nicht irgendwann abgehängt zu werden. Leider scheint es so, dass von der Politik bisher nur die Hochqualifizierten angesprochen werden. Dies gilt es, möglichst schnell zu verändern. Denn wollen wir wirklich riskieren, dass die Armut in Deutschland aufgrund mangelnder Weiterbildung steigt? Ist Weiterbildung wirklich nur etwas für Intelligente?

Quelle: http://www.welt.de/politik/deutschland/article146452088/Weiterbildung-ist-Sache-der-Hochqualifizierten.html

Foto: geralt / pixabay / CC0 Public Domain

Digital Lifestyle meets Corporate Learning – Veränderungsdruck der betrieblichen Weiterbildung steigt

Fachmesse Personal Austria in Wien 2014
Die digitale Transformation in der Arbeitswelt bringt neue Anforderungen an Unternehmen als lernende Organisationen mit sich. Weiterbildungsangebote sollen ständig frei verfügbar sein, eine hohe Individualität aufweisen und über zeitgemäße, interaktive Medien transportiert werden. Der Veränderungsdruck auf Unternehmen und den Weiterbildungsmarkt ist groß, wie die Messe Zukunft Personal vom 15. bis 17. September insbesondere im Ausstellungs- und Vortragsbereich zum Thema E-Learning demonstriert.

Eines ist klar: Weiterbildung heute ist kaum noch mit der Weiterbildung vor 20 Jahren zu vergleichen. Die Art und Weise, wie Menschen sich informieren, lernen und weiterentwickeln, hat sich grundlegend verändert. Sie ‚gehen‘ nicht mehr online, um zu lernen, sie ‚sind‘ online und nutzen dabei eine Vielfalt von Informationsmedien und kollaborativen Technologien.

Auf Zukunft Personal finden die Besucher passende Lösungen für die neue Art des Lernens: Die Firma Neocosmo präsentiert frei zugängliche Online-Kurse, den sogenannten MOOCs, in die sich Lerner aktiv in den Bildungsprozess einbringen und Inhalte mit anderen Experten teilen können – und die Weiterbildung nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt absolvieren müssen.

„arbeiten 4.0“: Messe reflektiert Kulturwandel im Lernen

Mit diesem Angebot ist Neocosmo auf Europas größter Messe für Personalmanagement nicht allein. Viele Weiterbildungsanbieter zeigen ihre Lösungen und verschiedene E-Learning-Formate – darunter CREATE.21st century, e-doceo, Haufe Akademie, Pink University, SAP Deutschland, SGD – Studiengemeinschaft Darmstadt, Skillsoft, repeatmobile, time4you und TriCAT. Ergänzend vertieft ein dreitägiges Programm die Trends in Sachen „Lernen 4.0“. Einen Überblick gibt dort als einer der Hauptredner im E-Learning-Forum Dr. Nick van Dam, Global Chief Learning Officer von McKinsey. Aus der Praxis als Personalentwickler berichtet auch Felix Schumann von Unitymedia.

Im Trend: Education Hacking, Learning Analytics und Adaptives Lernen

Mit den Folgen des MOOC-Booms beschäftigt sich unter anderem Peter Palme von der Carlsberg Group (Schweiz): Er beleuchtet, inwiefern die frei zugänglichen Angebote aus dem Netz zur Konkurrenz für Corporate Learning werden. Denn nach dem Prinzip des Education Hacking suchten sich Lerner immer den intelligentesten und schnellsten Weg zum Bildungserwerb.

Im Zuge von Open Learning sind digitale Medien nicht mehr nur Gegenstand und Werkzeug der Arbeit, sondern werden zum Partner im Lern- und Arbeitsprozess. Der Computer passt sich zunehmend den Bedürfnissen der Nutzer an – Stichwort adaptives Lernen. Jun.-Prof. Dr. Matthias Rohs von der TU Kaiserslautern nimmt das neue Verhältnis von Mensch und Computer in der Personalentwicklung ins Visier.

Mit Erfolgsmessung und People Analytics im Social Learning setzt sich SAP intensiv auseinander. Tim Ringo von SAP SuccessFactors Middle & Eastern Europe teilt mit den Messebesuchern seine jüngsten Forschungsergebnisse, Projekterfahrungen und Beobachtungen zum Thema (auf Englisch). Thomas Jenewein von SAP Deutschland stellt hingegen die Möglichkeiten der Erfolgsmessung am Beispiel der Selbstlernplattform „SAP Learning Hub“ vor.

Quelle: Pressebericht der Zukunft Personal

Foto: © Zukunft Personal, Fotostudio Franz Pfluegl

Studie: Wie lernen Ältere am besten?

Fotolia_34724629_XSDas Lernen der Älteren gewinnt in unserer digitalen Arbeitswelt und in Zeiten des Fachkräftemangels zunehmend an Bedeutung. Wie Verwaltungsmitarbeitende ab 50 Jahren erfolgreich lernen, hat das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO im Auftrag der BBBank Stiftung und in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Stuttgart untersucht. Dazu hat das Fraunhofer IAO über 1000 Verwaltungsmitarbeitende der Landeshauptstadt Stuttgart und der städtischen Betriebe im Alter von mindestens 50 Jahren zu ihren Lernerfahrungen befragt.

Die Ergebnisse lassen sich in zwei Kernaussagen zusammenfassen:

Ältere Lernende bevorzugen unterschiedliche Lernsettings
Die Studie beschreibt sechs Lernsettings, mit welchen die sehr heterogene Gruppe von älteren Verwaltungsmitarbeitenden bevorzugt lernt.

  1. Das »dozentenzentrierte Lernen« entspricht dem klassischen Lernen im Seminarraum mit einem Dozenten, der die Inhalte vermittelt und das gesamte Lernen plant und steuert.
  2. Im »erweiterten dozentenzentrierten Lernen« wird dieses Lernen um ein Selbstlernen Zuhause ergänzt.
  3. »Vielfältig« erfolgt das Lernen im dritten Lernsetting insofern, als nahezu an jedem Lernort und zu jeder denkbaren Zeit unter Nutzung einer Vielzahl an Lernquellen (Dozentenvorträge, Kollegenbeiträge, Diskussionen, Unterlagen etc.) gelernt wird.
  4. Im »austauschorientierten« Lernsetting wird viel in der Diskussion mit anderen Teilnehmenden oder im Austausch mit den Trainern gelernt.
  5. Das »praxiserprobende Lernen« findet viel in Lerninseln, Werkstätten, Laboren o.ä. statt und gibt somit Raum, neue Techniken auszuprobieren.
  6. Im »selbstorganisierten« Lernsetting bestimmen die Lernenden selbst über Lernziele, -inhalte, -zeiten, -tempo und -methoden.

Trotz der Heterogenität der Zielgruppe lassen sich drei konkrete Kriterien für ein erfolgreiches Lernen formulieren

  1. Die Selbstwirksamkeit der Lernenden wird gefördert, indem sie sich jederzeit willkommen fühlen, sie jederzeit wissen was wozu und wie zu lernen ist, die Inhalte in überschaubare Einzelthemen aufgeteilt sind und der Gesamtzusammenhang jederzeit erkennbar wird und die Lernenden jederzeit ihren Lernfortschritt kennen.
  2. Das Lernen erfolgt stark selbstorganisiert, d.h. die Lernenden bestimmen selbst über ihre Lernziele, -inhalte, -zeiten, das Lerntempo und die Lernmethoden.
  3. Es erfolgt in stärkerem Maße ein Lernen im Austausch mit anderen Teilnehmenden und mit Trainern, auch selbst zusammengestellte Unterlagen werden häufiger als Lernquelle genutzt.

Die vollständige Studie steht auf der Webseite der BBBank Stiftung kostenlos zum Download zur Verfügung.

Foto: © detailblick – Fotolia.com

Infografik vergleicht Präsenzveranstaltungen und E-Learning

Blended Learning ist heute eines der Buzz-Words in der Weiterbildung. Der englische Begriff, der zu Deutsch integriertes Lernen bedeutet, bezeichnet die Lernform, bei der die Vorteile von Präsenzveranstaltungen und E-Learning kombiniert werden. Denn sowohl die Präsenzveranstaltungen als auch das reine E-Learning (also Lernen mit elektronischen Medien) haben Vor- und Nachteile.

Diese Vor- und Nachteile sind in einer Infografik von seminaut.de verglichen worden.

Dabei geht es um die Fragen, warum man sich weiterbilden sollte (aus Arbeitnehmer und Unternehmersicht) und wie man sich weiterbilden kann. Hier werden Präsenzveranstaltungen und E-Learning hinsichtlich Kosten, Zeit, Technik und Motivation verglichen. Das Fazit lautet natürlich: Blended Learning ist die Lösung. Das Ergebnis war klar, denn Seminaut.de ist eine Plattform für IT-Fortbildungen und IT-Weiterbildungen. Dennoch ist die Infografik nett gemacht und informativ.


© 2015 – seminaut

15. Kölner Weiterbildungsmesse mit Informationen über Ausbildung, Fortbildung und Studium

Bei der 15. Kölner Weiterbildungsmesse, die am 20. und 21. September 2014 erstmals im Mediapark ihre Tore öffnet, finden „Bildungshungrige“ Informationen über Ausbildung, Fortbildung und Studium. Über 70 lokale und überregionale Bildungseinrichtungen zeigen den Kölnern, wie man beruflich durchstarten kann.

Die Messe wendet sich an alle an beruflicher Bildung Interessierte: Arbeitnehmer, Job- und Ausbildungssuchende, Ältere und gering Qualifizierte, angehende Studenten, Existenzgründer, Selbständige, Personalverantwortliche in Unternehmen. Die Kölner Weiterbildungsmesse ist eine Veranstaltung der kurzen Wege. Etwa 70 Aussteller ste-hen im Media-Park 6 + 7 für Fragen und Antworten rund um das Thema berufliche Qualifizierung zwei Tage lang zur Verfügung.

Geboten werden individuelle Erstberatung durch Veranstalter und Aussteller, Orientierungshilfe bei persönlichen und betrieblichen Bildungsmöglichkeiten, Einblicke in Fördermaßnahmen/-programme, kostenfreie Vorträge und Workshops sowie die Forumsfläche „Bildung Aktiv“, auf der Aussteller Events zum Mitmachen und Miterleben anbieten.

Die Themenpalette ist breit: Ob IT / Medien; Marketing / Vertrieb / Event; Gewerblich-Technisch; Handwerklich; Kaufmännisch; Dienstleistung; Kunst / Kultur / gestalterische Berufe; Management; Soziales / Gesundheit; Sprachen. Lokale und überregionale Bildungsträger und Unternehmen präsentieren ihr vielfältiges Angebot.

Wie auch in den Vorjahren treffen sich zudem erneut Fach-/Hochschulen und Messegäste auf dem Campus der Kölner Weiterbildungsmesse. Anbieter von Hochschulbildung informieren an beiden Messetagen zur persönlichen Karriereplanung sowie über die Chancen am Arbeitsmarkt.

Veranstalter der Weiterbildungsmesse sind Industrie- und Handelskammer zu Köln, Handwerkskammer zu Köln, Agentur für Arbeit Köln, Amt für Weiterbildung der Stadt Köln sowie die Qualitätsgemeinschaft Berufliche Weiterbildung Region Köln e.V.

Laufend aktualisierte Informationen zu diesem zweitägigen Bildungsmarathon finden sich unter http://www.weiterbildungsmesse-koeln.de/

Deutschland liegt beim Arbeitsplatzbasierten Lernen im EU-Vergleich weit vorne – beim lebenslangen Lernen nicht

Das Europäische Zentrum für die Förderung der Berufsbildung (Cedefop) bestätigt Deutschland im europäischen Vergleich eine gute Quote der Mitarbeiter, die an arbeitsplatzbasiertem Lernen teilnehmen. Mit 28 Prozent liegt Deutschland deutlich höher als der europäische Durchschnitt mit 21 Prozent. Weniger gut sieht die Situation in Deutschland im EU-Vergleich allerdings der Bereich lebenslanges Lernen aus: Nur 7,9 Prozent der Erwachsenen im Alter von 25 bis 64 Jahren nehmen bisher an solchen Maßnahmen teil. In der Gesamt-EU liegt der Schnitt bei neun Prozent. Auch der Anteil älterer Arbeitnehmer, Arbeitsloser und gering Qualifizierter beim lebenslangen Lernen ist in Deutschland niedriger als in der EU insgesamt. Die Daten, die das Cedefop ermittelt hat, beziehen sich auf die Situation des europäischen Ausbildungs- und Arbeitsmarkts im Jahr 2012.

Die Experten vom Cedefop haben zudem die Ausbildung Jugendlicher in der EU analysiert. Auch hier steht Deutschland in der EU demnach vergleichsweise gut da. Demnach bieten rund 73 Prozent der Unternehmen Lehrstellen an, im Vergleich zu 66 Prozent der Unternehmen EU-weit. Insgesamt liegt der Anteil der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der beruflichen Erstausbildung bei 48,6 Prozent. Gemessen wurde der Wert an der Gesamtzahl aller Schüler im Sekundarbereich II. Damit kommt Deutschland dem EU-Durchschnitt von 50,3 Prozent ziemlich nahe.

Die Studie zeigt zudem, dass das betriebliche Ausbildungssystem Deutschlands im EU-Vergleich eine besondere Stellung einnimmt: Während hier 88,2 Prozent der Jugendlichen in der beruflichen Erstausbildung eine duale schulisch-betriebliche Ausbildung durchlaufen, liegt diese Kennzahl in der gesamten EU nur bei 27 Prozent.

Die Cedefop-Veröffentlichung „On the way to 2020“ (in englischer Sprache) mit den detaillierten Ergebnissen für Deutschland und den Daten aller anderen EU-Mitgliedstaaten finden Sie in unter: www.cedefop.europa.eu.

Foto: © detailblick – Fotolia.com

 

Lerntipps für Erwachsene oder „Wie bringe ich Neues leichter in meinen Kopf“

Wir lernen ein ganzes Leben lang. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, manchmal ist es eine neue Fremdsprache, eine neue Software oder neue Gesetzesstellen – je nach Beruf. Doch sicher kennen Sie die alte Volksweisheit „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“. Das ist so pauschal natürlich nicht korrekt. Zwar ist wissenschaftlich belegt, dass Kinder leichter lernen als Erwachsene, andererseits haben Erwachsene ein größeres Allgemeinwissen und ihre Fähigkeit, logisch zu denken und Zusammenhänge zu verstehen, ist viel ausgeprägter.In Wahrheit kommt es vor allem darauf an, wie man lernt. Und das gilt bei Kindern genauso wie bei Erwachsenen.

Wir von team babel beschäftigen uns mit Weiterbildung und Training. Für die Teilnehmer bedeutet das oft „büffeln“. Aus diesem Grund dachten wir uns, dem Thema „Lerntipps für Erwachsene“ einen eigenen Newsletter zu widmen.

Natürlich haben wir auch dieses Mal das Rad nicht neu erfunden, sondern sind für Sie einfach wieder auf die Suche im großen Wissenspool Internet gegangen.

Dabei sind uns ganz viele tolle Tipps begegnet, von denen wir Ihnen heute 10 Stück präsentieren möchten.

  1. Lernen Sie regelmäßig – Regel­mäßig­keit führt zum Lern­erfolg: Es ist effizienter, jeden Tag eine Stunde zu lernen, als an einem Tag von morgens bis abends.
  2. Leeren Sie Ihren Lernarbeitsplatz – Jeder Teil, das nicht zum Lernstoff gehört, lenkt ab.
  3. Setzen Sie sich Teilziele (oder Schnüren Sie kleine Lernpakete)
  4. Finden Sie Ihren persönlichen Lern­stil – Nutzen Sie Karteikarten, Bilder, Notizen, Schemata, Tonaufzeichnungen, Videos.
  5. Finden Sie Ihre richtige Lernzeit – nachts, morgens, mittags, abends – finden sie heraus, wann Sie persönlich am besten lernen.
  6. Schaffen Sie eine ruhige Atmosphäre – Am besten ist totale Stille. Auch wenn einige behaupten, mit TV oder Radio im Hintergrund lernen zu können, sind Lärm und Geräusche meistens schlecht.
  7. Nehmen Sie die richtige Körperhaltung ein – Nur wer bequem sitzt, ist auch entspannt und aufnahmebereit.
  8. Probieren Sie alle Sinne zum Lernen – sehen, hören, fühlen, riechen, schmecken – Mit welchen Sinnen lernen Sie am besten? Zwar kann man Sprachen nicht schmecken, aber den Apfel, dessen englische Übersetzung Sie lernen müssen, schon.
  9. Nutzen Sie den Schlaf zum Lernen – Ein Traum für alle Lernenden. Einfach das Buch unters Kissen und morgens ist alles drin im Kopf. So einfach ist das nicht. Aber im Schlaf wird Gelerntes gefestigt. Gesunder Schlaf ist also wichtig.
  10. Bewegen Sie sich – Machen Sie öfters Pausen, und wenn es zum Kaffee holen geht. Längere Pausen zum Spazieren gehen ist noch besser.
  11. Gehen Sie an die frische Luft – Wie Punkt 10. Frische Luft ist gut für’s Gehirn.

Die ausführlichen Beschreibungen finden Sie dann u.a. auf diesen Seiten:
http://www.test.de
http://karrierebibel.de
http://www.srossbach.de
http://www.brain-effect.com

Übrigens: Wenn Sie wissen wollen, ob Sie mehr ein visueller oder ein auditiver Lerntyp sind, ob Sie Dinge tasten oder riechen müssen, um sie zu lernen, dem empfehlen wir diesen kleinen Test.

Ob Sie es glauben, oder nicht: elf Prozent der Menschen müssen Dinge hören, um sie zu behalten, vier Prozent riechen, zwei Prozent fühlen und ein Prozent sogar schmecken. Die Mehrheit 82 Prozent ist allerdings visuell veranlagt.

Zum Abschluss ein Tipp von mir: versuchen Sie doch mal, Vokabeln zu singen. Ungewöhnlich, funktioniert aber. Denn warum sonst merken wir uns Songtexte aus dem Radio ganz leicht? Der Spaßfaktor macht viel aus.
Die Idee mit der Musik setzt Langenscheidt übrigens bereits ein.

Nun, ich wünsche Ihnen eine visuelle Reise durch unser Blog.

Foto: © contrastwerkstatt – Fotolia.com

Ex-Bundesfamilienministerin Rita Süssmuth will Bund bei der Finanzierung der Weiterbildung einbinden

Das schlechte Abschneiden Deutschlands beim Pisa-Test für Erwachsene hat eine Debatte über die künftige Finanzierung der Erwachsenenbildung entfacht. Die Präsidentin des Deutschen Volkshochschulverbandes und ehemalige Bundesfamilienministerin Prof. Dr. Rita Süssmuth (CDU) forderte im Gespräch mit der „Welt am Sonntag“, dass sich auch der Bund an der Finanzierung der Weiterbildung beteiligen müsse.

Es sei erforderlich, dass Bund, Länder und Gemeinden die Weiterbildung, Grundbildung und Alphabetisierung gemeinsam finanzieren müssen. Dem wiedersprach die Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) prompt. Sie verwies auf das Kooperationsverbot, das es dem Bund nicht erlaubt, auf Länderebene dauerhaft Bildung zu finanzieren. Mehr Geld für die Volkshochschulen, wenn es denn von Ländern oder Kommunen komme, sei aber wünschenswert. „Es wäre dann möglich, noch gezielter auf die Menschen zuzugehen, und ihnen individuelle und attraktive Angebote zu machen.“

Süssmuth hingegen plädierte für ein Umdenken. „Das Kooperationsverbot muss fallen, damit Bund, Länder und Gemeinden gemeinsam Weiterbildung finanzieren.“ Die Volkshochschulen seien inzwischen die Hauptanbieter für Grundbildung und Alphabetisierung.
Eine Schlüsselrolle der Volkshochschulen beim lebenslangen Lernen sieht auch Susanne May, die seit 18 Jahren als Programmdirektorin an der Spitze der mit 230.000 Teilnehmern größten Volkshochschule des Landes in München steht.

Was meinen Sie: Ist eine bessere finanzielle Ausstattung der Volkshochschulen die Lösung gegen schlechte Erwachsenenbildung?

Foto: By CDU/CSU-Bundestagsfraktion (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Gehören IT-Experten jenseits der 35 zum alten Eisen?

Im November 2012 zitierte KarriereSPIEGEL den indischen SAP-Manager Velloparampil Rasheed Ferose, sich über die Halbwertzeit von Mitarbeitern in der IT-Branche geäußert. Mit seinem Spruch „Die Haltbarkeitsdauer eines Software-Entwicklers ist nicht länger als die eines Kricketspielers – ungefähr 15 Jahre. Die 20-jährigen Typen bringen mir für den Unternehmenserfolg mehr als die 35-Jährigen. (…) Bei dem Tempo, in dem die Technologie sich verändert, wird man mit 35 sehr schnell überflüssig, wenn man nicht dazulernt. Für 40-Jährige ist es sehr schwierig, relevant zu sein“ brachte er viele erfahrene Entwickler und IT-Experten jenseits der 35 auf die Palme.

Nun hat KarriereSPIEGEL nachgelegt und mit IT-Spezialisten über lebenslanges Lernen, den Wert von Erfahrung und die Zusammenarbeit mit jungen Kollegen gesprochen. Fazit: Die Aussage „Mit 35 zu alt für die IT-Welt“ ist Quatsch! Deutsche Software-Spezialisten sind auch jenseits der 40 noch gefragte Fachleute. Denn Wissen und Erfahrung sind wichtiger als trendy und Up-to-date zu sein.

Foto: © kebox – Fotolia.com

Weiterbildung – warum ich?

Lieber Leser,

gehören Sie auch zu denjenigen Arbeitnehmern, die sich gerne ständig weiterbilden? Dann gehören Sie leider immer noch zu einer Minderheit. Denn dem Statistischen Bundesamt zufolge hatten 2011 nur 5,8 Prozent der befragten Erwerbstätigen zwischen 15 und 64 Jahren in den vier Wochen zuvor an einer beruflichen Weiterbildung teilgenommen. Im gesamten Jahr 2010 nahmen nur 13 Prozent der Erwerbstätigen an individueller berufsbezogener Weiterbildung teil.

Warum wird die berufliche Weiterbildung in Deutschland so wenig genutzt? An der Bereitschaft des Arbeitgebers, sich in irgendeiner Weise zu beteiligen, kann es nicht liegen. Immerhin gaben 87% der Unternehmen in eine Forsa Umfrage¹ an, die Weiterbildung teilweise zu finanzieren, 34% finanzieren die Weiterbildung sogar vollständig. 25% zahlen ihren Mitarbeitern nach erfolgreichem Abschluss eine Prämie.

Vielmehr liegt es sehr oft an der persönlichen Situation des einzelnen. Einige Menschen sind einfach lernmüde. Sie haben eine Ausbildung oder ein Studium hinter sich und vielen Jahre im Büro oder im Betrieb verbracht, in denen man sich vielleicht sogar hochgearbeitet hat. Warum also noch mal neu anfangen? Diese Vermutung bestätigt die Statistik, dass sich 2011 nur 3,7% der 50- bis 64 Jährigen in den vier Wochen für eine berufliche Weiterbildungsmaßnahme entschieden haben.

Viele junge Leute haben ebenfalls „kein Bock“ auf Weiterbildung, nachdem sie eine Ausbildung oder gar ein Studium erfolgreich hinter sich gebracht haben – durchaus verständlich. In der Altersgruppe der 15 bis 24 Jährigen hatten sich 2011 nur 3,8% an Kursen und Lehrgängen der beruflichen Weiterbildung beteiligt.

Und wieder andere haben ihren Beruf komplett aufgegeben, haben vielleicht Kinder, sind eigentlich ausgelastet mit ihrer Eltern- und Haushaltstätigkeit. Ist es da denn so unbedingt nötig, sich noch einmal zu bilden?

Dabei muss man niemanden erklären, welche Nutzen Weiterbildung allgemein und im Beruf besonders für Arbeitnehmer und Arbeitgeber bietet.

Im Wort „Weiterbildung“ steckt das Wort „Bildung“, und Bildung alleine ist für jeden von uns ein Vorteil. Dazu kommen aber auch weiche Vorteile wie Anerkennung, Selbstbewusstsein und Zufriedenheit. So gaben in einer anderen Forsa Umfrage² aus 2011 immerhin 80% der Befragten an, dass ihnen eine Weiterbildung mehr Kompetenz und Sicherheit im Beruf gebracht habe. Jeweils 62% nannten mehr Selbstbewusstsein und mehr Zufriedenheit als persönlichen Nutzen. Immerhin gaben noch 54% die Anerkennung durch den Arbeitgeber und Kollegen an. Nur 34% sahen finanzielle Vorteile.

Für diejenigen unter Ihnen, die sich aufgrund ständig ändernder Gesetze, Regeln, Normen und Technologien (Ärzte, Anwälte, Steuerberater usw.) weiterbilden müssen, reicht die zwingende Anpassung an neue Anforderungen sicher aus.

Auch der Arbeitgeber profitiert von der Weiterbildung seiner Mitarbeiter, ohne Frage. Weiterbildung bedeutet mehr Wissen, mehr Kompetenz und höhere Qualifikation. Weiterbildung kann die Arbeit erleichtern und damit Produktionsprozesse verkürzen.

Kommen wir zu der Eingangsfrage zurück: Wenn Sie zu denjenigen Arbeitnehmern gehören, die sich gerne ständig weiterbilden, nutzen Sie eine Chance, die jedem in Deutschland geboten wird und die nur wenige wahrnehmen. Sollten Sie nicht dazu gehören, wird es Zeit, darüber nachzudenken.

In jedem Fall würden wir uns sehr freuen, Sie demnächst bei einer Weiterbildungsveranstaltung unseres Hauses begrüßen zu dürfen.

Und hier noch ein Link zur „Zeit-Online“, passend zum  Thema:
„Dazulernen, bitte!    Weiterbildung findet kaum statt, dabei wäre vieles möglich“.

Mit herzlichen Grüßen
Dr. Georg Bayer

¹ Quelle: Institut für Lernsysteme, Forsa-Umfrage, Dezember 2011
² Quelle: Euro-FH Hamburg; Institut für Lernsysteme, Forsa-Umfrage, April 2011

Foto: © nyul – Fotolia.com