Archiv der Kategorie: Lebenslanges Lernen

Vorsätze für 2013 – was werden Sie Dezember 2013 darüber denken?

Das neue Jahr ist noch jung und fast jeder von uns startet mit guten Vorsätzen. Was steht da nicht alles auf unserer Liste: weniger Stress, mehr Bewegung, mit dem Rauchen aufhören, eine gesündere Ernährung, mehr Zeit für die Familie und Freunde, im Beruf nach vorne kommen, ein gutes Gespräch  mit dem Chef (oder den Mitarbeitern führen) oder sich weiterbilden.

Doch warum versuchen wir eigentlich immer wieder, zum Beginn eines neuen Jahres unser Leben umzukrempeln? Und warum scheitern wird damit in schöner Regelmäßigkeit?
Sie erinnern sich vielleicht an unseren letzten Newsletter kurz vor Weihnachten. Dort stand in dem Gedicht, dass wir inne halten und das vergangene Jahr Revue passieren lassen sollen. Dort stand auch, dass wir uns Zeit nehmen sollen, nach vorn zu schauen, neue Ziele zu formulieren – um sie zuversichtlich zu realisieren. Und genau das passiert eben auch bei vielen Menschen zwischen den Feiertagen.
Leider bleibt schon nach wenigen Wochen von den guten Vorsätzen nicht mehr viel übrig.  Ein Grund dafür sind die oft viel zu unkonkret formulierten Ziele. Es reicht nicht, sich mehr Bewegung, eine gesündere Ernährung oder eine Weiterbildung vorzunehmen. Viel besser ist es, sich genau zu überlegen, wann und wie das geschehen soll:  „Ab Januar gehe ich zwei Mal die Woche laufen“ oder „Ich lasse die nächsten zwei Monate die Süßigkeiten abends weg“ oder „Ich werde mich im April für die Fortbildung zum Projektmanager anmelden“.  Wichtig ist, das einmal gefasste Ziel in klare Worte zu fassen und aufzuschreiben. Damit steigern Sie das Gefühl der inneren Verpflichtung, sagen Psychologen.
Natürlich sollten Ihre Ziele und Vorsätze realistisch sein. Machen Sie kleine Schritte und planen Sie auch Rückschläge ein. So müssen Sie beim Laufen nicht gleich voll durchstarten (was auch gar nicht gesund ist), sondern können das Projekt langsam angehen. Und wenn Sie für die Fortbildung keinen Platz mehr bekommen haben, dürfen Sie nicht entmutig den Vorsatz ablegen, sondern den nächsten Termin anvisieren.  Ein alter Motivationstrick ist, die Ziele und Vorsätze anderen Personen kund zu tun, um den „öffentlichen“ Druck aufzubauen. Freunde und Bekannte werden immer wieder fragen und ein Abbruch kommt dann für Sie nicht mehr in Frage.
Wir wünschen Ihnen natürlich auch, dass Sie Ihre Vorsätze für 2013 schlau gewählt und konkret formuliert haben, um am Ende des Jahres 2013 zufrieden zurück schauen können.

Foto: © rangizzz – Fotolia.com

Jedem Kompliment folgt ein Arbeitsauftrag….

Können Sie nein sagen?

Haben Sie das auch schon erlebt, dass Sie da nicht nein sagen wollen oder können. Meine Tochter ist darin eine wahre Meisterin die mit der unschuldigen Suggestivfrage ankommt:

„Papa, du kennst dich doch mit Computern aus?“
„Ja“.
„Und du bist doch bei euch für die EDV zuständig?“
„Ja“. „Und du bist doch derjenige der die Firma am Laufen hält? “
„Ja, aber klar!“
„Du, ich habe da eine Kleinigkeit an meinem Notebook, kannst du mir dabei helfen? „

Dieser kleine Dialog, der dem einen oder anderen von Ihnen nicht unbekannt sein dürfte, läuft auf den unterschiedlichsten psychologischen Ebenen ab:

(1) die meisten von uns suchen nach Anerkennung (Lob tut gut),

(2) wer dreimal „ja“ gesagt hat dem kommt ein „nein“ nicht einfach über die Lippen (Verkäufer reden von der Ja-Straße) und

(3) einen Appell an die Mitmenschlichkeit (hier besonders an die weibliche Hilfsbedürftigkeit in technischen Dingen) lehnt man nur schwer ab.

Schon ist die Falle zugeschnappt und ehe man es selbst merkt, sitzt man den ganzen Abend an einem total zugemüllten Notebook.

 

Im Arbeitsalltag sind solche Situationen auch häufiger anzutreffen und bevor man merkt, was der Chef einem wieder aufs Auge gedrückt hat gibt es kein Zurück mehr. Was läuft da eigentlich in uns ab und wie können wir solchen Situationen bewusster meistern? Was sind einige der Fallen in die wir stolpern?

 

Zunächst ist das unser Selbstbild der „umsichtigen Führungskraft“, die Verantwortung übernimmt, strategisch denkt und häufiger mal mehr übernimmt als im Arbeitsvertrag steht. Man möchte ja auch weiterkommen und Einsatz zeigen.
Dann gibt es Menschen mit ausgeprägtem Harmoniebedürfnis, die nie Nein sagen können. Gefährlich ist hierbei, was unsere Weisheit der Woche treffend wiedergibt: „Wer nicht Nein sagen kann, der wird sein Ja oft nicht halten können“.

Und dann sind  da noch die Perfektionisten, denen 90% nicht reichen, und auch  100% sind nicht genug. Richtig gut und zufriedenstellend wird es erst so ab 115%.

Letztendlich sind es immer Rollenkonflikte und unterschiedliche Wertehierarchien der beteiligten Personen, die solche „Fallen“ verursachen. Jeder von uns hat eine eigenes Wertesystem, das unser Verhalten bestimmt. Was ist uns wichtig in unserem Leben, was ist uns wertvoll? Dagegen stehen die Wertesysteme anderer Personen: Was will mein Chef? Was will meine Familie? Was wollen meine Kollegen?

Um mit den unterschiedlichen Wertehierarchien umgehen zu können und solchen „Fallen“ zu entgehen, muss zunächst die Selbsterkenntnis erlangen werden: Was sind die wirklichen Beweggründe für unser Handeln, wo gibt es Konflikte zwischen unseren Werten und was bedeutet das für uns?

Der Einstieg kann über ein Buch oder einen Vortrag erfolgen, besser sind aber ein Coaching oder ein handlungsorientiertes Seminar.

Denn nur, wenn wir die wahren Beweggründe unsers Handelns kennen, können wir vom Automatismus zum bewussten Entscheiden kommen und das bedeutet auch, dass man eine Wahlmöglichkeit hat. Dann werden die Situationen, in denen man so ein ungutes Gefühl spürt ohne es an irgendetwas bestimmten festmachen zu können, zur Vergangenheit gehören.

Jede Reise ins Neue beginnt mit dem ersten Schritt und so wünsche ich ihnen viel Spaß mit der Erkundung ihrer Werte.

Ihr Georg Bayer

Unterricht in 3D: der Cyber-Classroom auf der Frankfurter Buchmesse

Ab morgen öffnet die Frankfurter Buchmesse für Privatbesucher ihre Türen. Ein ganz besonderes Highlight zum Thema Bildung wird – neben Bücher im Allgemeinen – im Bildungsareal in der Halle 4.2 zu sehen sein. Dort präsentiert die Frankfurter Buchmesse einen 3D Cyber-Classroom, der in Kooperation mit VISENSO, einem Anbieter von Visualisierungs- und Virtual-Reality (VR)-Software, VS Vereinigte Spezialmöbelfabriken und Evonik Industries, einem der weltweit führenden Spezialchemie-Unternehmen entwickelt wurde.

Auf der knapp 300 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche in Halle 4.2 befinden sich neben drei Unterrichtsstationen mit je einem Cyber-Classroom auch eine Schülerlounge sowie ein Cafébereich.

In den Cyber-Classrooms werden komplexe, bislang nicht darstellbare oder nur schwer erklärbare Sachverhalte zum Beispiel aus den Fächern Physik, Chemie, Mathematik oder Biologie mit Hilfe von 3D-Echtzeitmodulen verständlich und dreidimensional visualisiert. So kann man dreidimensional erleben, wie das Ohr oder der Blutkreislauf funktioniert oder ein Akku Energie speichert.

Auch Besucher können an einer großen „Powerwall“ mit 3D-Kino-Effekt immersiv und interaktiv die 3D-Lerninhalte selbst ausprobieren.

Mehr dazu auf der Webseite der Frankfurter Buchmesse

Fotos: (c) Visenso GmbH

Wie Arbeitgeber eine lernfreundliche Atmosphäre schaffen können

Die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen im Unternehmen setzt ein lernfreundliches Klima voraus, sagt die Präsidentin der Deutschen Universität für Weiterbildung (DUW), Prof. Dr. Ada Pellert. Sie rät, Zeit und Raum für Weiterbildung zu schaffen und gibt Empfehlungen, wie man informelles Lernen stärker mit formalen Angeboten verknüpft:

Gutes Lernklima schaffen

Arbeitgeber sind auf dem richtigen Weg, wenn sie beim betrieblichen Lernen alle mit ins Boot holen – von der Sekretärin bis zur Führungskraft. Niemand darf auf der Strecke bleiben. Sie sollten eine lernfreundliche Atmosphäre schaffen, die jeden Einzelnen zur Weiterbildung ‚verführt‘. Egal, welches Alter oder Geschlecht, in welcher Berufs oder Lebensphase: Für jeden Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin sollte es das individuell passende Angebot geben. Auch Vorgesetzte zeigen idealerweise, dass sie lebenslang lernen. Dies sollte dokumentiert und kommuniziert werden, damit Lernen im Unternehmen stärker sichtbar wird. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dürfen Fehler machen und Fragen stellen. Nur so entwickeln sich auch die Kompetenzen, das eigene Lernen zu gestalten. Gute Arbeitgeber lassen ihre Belegschaft auch beim Thema Lernen mitreden und fragen nach, wo genau Weiterbildungsbedarf besteht.

Informelles Lernen organisieren

Das „Lernen nebenbei“ im Gespräch mit Kollegen oder durch Selbstlernangebote findet immer und überall statt. Jedoch bleibt oft wenig Zeit, neues Wissen zu reflektieren. Mitarbeiter sollten regelmäßig Gelegenheit dazu bekommen. Die Arbeitgeber können zu Gesprächen, zu Teamarbeit und zum selbstständigen Lernen anregen. Dazu gehört auch, den Erfahrungsaustausch im Unternehmen sinnvoll zu organisieren und das informelle Lernen mit dem formalen Lernen zu verbinden.

Alle Generationen mitnehmen

In unserer modernen Wissensgesellschaft sind neue Lernkonzepte gefragt. Im Kampf um die besten Köpfe müssen sich Arbeitgeber auf die „Digital Natives“ einstellen. Die junge Arbeitnehmergeneration weiß, wo sie die richtigen Informationen findet, lernt schnell, mobil und bei Bedarf. Arbeitgeber sollten diese Herausforderung annehmen und offen sein gegenüber Mobile und Social Learning, Serious Games und Co. Doch Vorsicht: Führungskräfte sollten darauf achten, dass beim „Google-Lernen“ alle mitkommen – auch die ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für die für die mobiles Lernen nicht selbstverständlich ist.

Quelle: DUW

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