Archiv der Kategorie: M-Learning

Digital Lifestyle meets Corporate Learning – Veränderungsdruck der betrieblichen Weiterbildung steigt

Fachmesse Personal Austria in Wien 2014
Die digitale Transformation in der Arbeitswelt bringt neue Anforderungen an Unternehmen als lernende Organisationen mit sich. Weiterbildungsangebote sollen ständig frei verfügbar sein, eine hohe Individualität aufweisen und über zeitgemäße, interaktive Medien transportiert werden. Der Veränderungsdruck auf Unternehmen und den Weiterbildungsmarkt ist groß, wie die Messe Zukunft Personal vom 15. bis 17. September insbesondere im Ausstellungs- und Vortragsbereich zum Thema E-Learning demonstriert.

Eines ist klar: Weiterbildung heute ist kaum noch mit der Weiterbildung vor 20 Jahren zu vergleichen. Die Art und Weise, wie Menschen sich informieren, lernen und weiterentwickeln, hat sich grundlegend verändert. Sie ‚gehen‘ nicht mehr online, um zu lernen, sie ‚sind‘ online und nutzen dabei eine Vielfalt von Informationsmedien und kollaborativen Technologien.

Auf Zukunft Personal finden die Besucher passende Lösungen für die neue Art des Lernens: Die Firma Neocosmo präsentiert frei zugängliche Online-Kurse, den sogenannten MOOCs, in die sich Lerner aktiv in den Bildungsprozess einbringen und Inhalte mit anderen Experten teilen können – und die Weiterbildung nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt absolvieren müssen.

„arbeiten 4.0“: Messe reflektiert Kulturwandel im Lernen

Mit diesem Angebot ist Neocosmo auf Europas größter Messe für Personalmanagement nicht allein. Viele Weiterbildungsanbieter zeigen ihre Lösungen und verschiedene E-Learning-Formate – darunter CREATE.21st century, e-doceo, Haufe Akademie, Pink University, SAP Deutschland, SGD – Studiengemeinschaft Darmstadt, Skillsoft, repeatmobile, time4you und TriCAT. Ergänzend vertieft ein dreitägiges Programm die Trends in Sachen „Lernen 4.0“. Einen Überblick gibt dort als einer der Hauptredner im E-Learning-Forum Dr. Nick van Dam, Global Chief Learning Officer von McKinsey. Aus der Praxis als Personalentwickler berichtet auch Felix Schumann von Unitymedia.

Im Trend: Education Hacking, Learning Analytics und Adaptives Lernen

Mit den Folgen des MOOC-Booms beschäftigt sich unter anderem Peter Palme von der Carlsberg Group (Schweiz): Er beleuchtet, inwiefern die frei zugänglichen Angebote aus dem Netz zur Konkurrenz für Corporate Learning werden. Denn nach dem Prinzip des Education Hacking suchten sich Lerner immer den intelligentesten und schnellsten Weg zum Bildungserwerb.

Im Zuge von Open Learning sind digitale Medien nicht mehr nur Gegenstand und Werkzeug der Arbeit, sondern werden zum Partner im Lern- und Arbeitsprozess. Der Computer passt sich zunehmend den Bedürfnissen der Nutzer an – Stichwort adaptives Lernen. Jun.-Prof. Dr. Matthias Rohs von der TU Kaiserslautern nimmt das neue Verhältnis von Mensch und Computer in der Personalentwicklung ins Visier.

Mit Erfolgsmessung und People Analytics im Social Learning setzt sich SAP intensiv auseinander. Tim Ringo von SAP SuccessFactors Middle & Eastern Europe teilt mit den Messebesuchern seine jüngsten Forschungsergebnisse, Projekterfahrungen und Beobachtungen zum Thema (auf Englisch). Thomas Jenewein von SAP Deutschland stellt hingegen die Möglichkeiten der Erfolgsmessung am Beispiel der Selbstlernplattform „SAP Learning Hub“ vor.

Quelle: Pressebericht der Zukunft Personal

Foto: © Zukunft Personal, Fotostudio Franz Pfluegl

Infografik vergleicht Präsenzveranstaltungen und E-Learning

Blended Learning ist heute eines der Buzz-Words in der Weiterbildung. Der englische Begriff, der zu Deutsch integriertes Lernen bedeutet, bezeichnet die Lernform, bei der die Vorteile von Präsenzveranstaltungen und E-Learning kombiniert werden. Denn sowohl die Präsenzveranstaltungen als auch das reine E-Learning (also Lernen mit elektronischen Medien) haben Vor- und Nachteile.

Diese Vor- und Nachteile sind in einer Infografik von seminaut.de verglichen worden.

Dabei geht es um die Fragen, warum man sich weiterbilden sollte (aus Arbeitnehmer und Unternehmersicht) und wie man sich weiterbilden kann. Hier werden Präsenzveranstaltungen und E-Learning hinsichtlich Kosten, Zeit, Technik und Motivation verglichen. Das Fazit lautet natürlich: Blended Learning ist die Lösung. Das Ergebnis war klar, denn Seminaut.de ist eine Plattform für IT-Fortbildungen und IT-Weiterbildungen. Dennoch ist die Infografik nett gemacht und informativ.


© 2015 – seminaut

Liegt beim E-Learning die Zukunft der Weiterbildung

Eine aktuell veröffentlichte Studie des Beratungshauses Roland Berger zeigt, dass E-Learning im Unternehmen stark auf dem Vormarsch ist. Bereits heute liegt das weltweite Marktvolumen für E-Learning bei 91 Milliarden Dollar; alleine in Europa sind 3.000 Dienstleister in diesem Bereich tätig. Bis 2017 wird der gesamte E-Learning-Markt voraussichtlich um mehr als 20 Prozent pro Jahr wachsen.

Das gilt auch für den Bereich der beruflichen Weiterbildung: Der Corporate E-Learning-Markt soll laut Roland Berger bis 2017 voraussichtlich um ca. 13 Prozent pro Jahr wachsen. Doch ist das E-Learning, also das Lernen mit digitalen Medien (z.B. per App am Tablet-PC oder via Browser im Internet) wirklich die alleinige Zukunft?

Wir meinen, die Mischung macht’s. Integrated Learning nennt man die Mischung aus Online- und Präsenzlernen. Mit integrierten Lernangeboten, die über das Präsenzangebot hinaus gehen, können sich Teilnehmer durch Online-Module orts- und zeitunabhängig gemäß ihrem eigenen Lerntempo selbst weiterbilden. Im Rahmen der folgenden Präsenzveranstaltungen können sie dann das Gelernte mit Trainern und Kollegen anwenden und offene Fragen persönlich besprechen.

Was ist Ihr präferiertes Bildungsmodell: Online, Präsenz oder gemischt? Oder gar was ganz anderes?

Quelle: www.rolandberger.de

Foto: © m.schuckart – Fotolia.com

Nicht ohne mein Handy – Tipps zur Weiterbildung mit iPad & Co.

„Nicht ohne mein Handy“ – dieser Satz gilt für die meisten Menschen. Vor zwei Jahren verließen knapp zwei Drittel aller Handy-Besitzer ihr Zuhause nur mit ihrem Mobiltelefon, heute sind es schon drei Viertel. 48 Millionen Bundesbürger haben ihr Handy immer dabei. In Deutschland werden laut BITKOM alleine 2013 rund 26 Millionen Smartphones und 5 Millionen Tablet-PCs verkauft. Ein Boom, der auch vor der Weiterbildungsbranche nicht Halt macht.

Dass das Internet zum zentralen Bildungsmedium des 21. Jahrhunderts geworden ist, wissen wir schon. Was neu ist, dass immer es häufiger Bildungsangebote gibt, die auf mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets genutzt werden können. Dies ermöglicht noch individuelleres und zeitlich flexibleres Lernen. Das Wissen wird dann zur Verfügung gestellt, wenn es gebraucht wird. Dabei muss man technisch zwischen mobilen Varianten der Webseiten und Online-Angebote und echten, nativen Apps unterscheiden.

Wagen wir mal einen kleinen Überblick:

Sprachen-Apps
Da wären zum Beispiel die mobile Sprachen-Apps, mit denen jederzeit und überall Vokabeln einer beliebigen Sprache erlernt und geprüft werden können. Zwei Übersichten für iOS Geräte gibt es unter http://www.app-kostenlos.de/tag/sprach-apps/ und http://www.erfolgreich-sprachen-lernen.de

Wer gleich mehrere Sprachen lernen möchte und das mit einer App, der möge sich diesen Vorschlag aus dem Google Play Market anschauen: https://play.google.com/

Soll es eher fachspezifisches Englisch sein? Dann bietet beispielsweise der Cornelsen-Verlag mehrere Apps an, u.a. für die Bereiche Mechanical Engineering, Medizin und Recht. Der Phrase Coach Business enthält Sätze und Redewendungen, die in beruflichen Situationen gebräuchlich sind. Auch der PONS-Verlag bietet mobile Sprachkurse für Anfänger an.

Fachspezifische Apps

Mit der Lecturio-App für iOS kann man sich über 800 Gratisvorträge aus den Bereichen Wirtschaft, Software, Medizin, Jura und Musik anschauen. Nutzer von anderen Betriebssystemen können sich hier die mobile Webseite unter m.lecturio.de ansehen.

Führerscheine

Wer sich lieber auf den Sportbootführerschein vorbereiten möchte, kann das hier mit der SBF-App tun. Für den Autoführerschein gibt es übrigens unzählige Apps für alle mobilen Betriebssysteme, so dass wir auch eine Empfehlung verzichten.

Weiterbildung mobil und offline

Und auch die klassischen Weiterbildungsanbieter ergänzen ihren klassischen Präsenzunterricht durch Lern-Apps, die für Selbstlernphasen eingesetzt werden. Der Dozent baut jeweils online und offline Bausteine zusammen.

Übrigens bietet die DIHK-Gesellschaft für berufliche Bildung mbH eine eigene App für Android zum Thema “Bildung mobil” an, mit der Nutzer wissenswerte Fakten rund um das Thema Weiterbildung bei der IHK nachlesen können.

M-Learning ist ein Trend

M-Learning ist also zurzeit ein Trend. Die deutschen E-Learning-Expertinnen und -Experten messen „Mobile Apps“ sogar eine sehr große Bedeutung für das betriebliche Lernen der kommenden drei Jahre bei. Das können Sie in der Trendstudie MMB Learning Delphi 2013 nachlesen. Und in Bezug auf den größten kommerziellen Erfolg als Lernform sagen die Experten – ähnlich wie bereits im Vorjahr – dem mobilen Lernen die Führungsposition voraus. Die Kategorie „Mobile / Apps“ rangiert mit inzwischen 85 Prozent der Expertenstimmen auf dem ersten Platz unter allen aufgelisteten Lernformen.

Und wir von team babel verschließen uns nicht dem Trend und haben einige Ideen und Pläne in diesem Bereich. Zwar werden wir keine eigene native App entwickeln lassen, sondern im E-Learning Bereich mit Partnern und Plattformen arbeiten, die Apps anbieten. So könnten unsere Webinare zukünftig auf der Web-Conferencing-Plattform Spreed stattfinden. Da es für Spreed eine mobile App für Apple und Android gibt, könnten Sie unsere Webinare vom iPad aus verfolgen. Vielleicht werden wir auch Google-Hangouts einsetzen, auch dafür gibt es Apps.

Wir haben noch viele Idee und würden gerne von Ihnen, liebe Leser wissen, was Sie davon halten. Nutzen Sie mobile Apps für M-Learning? Würden Sie unsere Webinare per Tablet-PC verfolgen?

Foto: © m.schuckart – Fotolia.com