Archiv der Kategorie: Qualität

FH Aachen: Termine Qualitätsmanagement-Ausbildung 2016

 

Bayer_04Weiterbildung an der FH Aachen:

Auch dieses Jahr wieder bietet die FH Aachen TÜV zertifizierte Lehrgänge aus dem Bereich Qualitätsmanagement an. Ich selbst habe vor drei Jahren an 2 Lehrgängen und letztes Jahr am Lehrgang „ISO 9001:2015 Revision der ISO 9001“ das von Herrn Sven Calsbach geleitete wurde teilgenommen und ich kann diese Seminare wirklich weiterempfehlen.
Dr. Georg Bayer (team babel AG)

Hier das QM-Weiterbildungs-Programm 2016 des AcIAS e. V.

(Aachen Institute of Applied Sciences) an der FH Aachen: QM-Seminare in Lizenz der TÜV Rheinland Akademie mit Zertifikats-Abschlussprüfung durch PersCert TÜV.

  • Qualitäts-Beauftragte/r (TÜV) Jan./Febr. – Präsenztermine 18./19. + 22./23. Februar 2016
  • Qualitäts-Beauftragte/r (TÜV) Juli/August – Präsenztermine 25./26. + 29./30. August 2016
  • Qualitäts-Auditor/in (TÜV) Aug./Sept. – Präsenztermine 01./02. + 05.-07. September 2016
  • Qualitäts-Manager/in (TÜV) Aug./Sept. – Präsenztermine 08./09. + 12.-14. September 2016

Intensiv-Einführung QM in die Grundlagen und die neue DIN EN ISO 9001:2015: Für Teilnehmer ohne Vorkenntnisse oder Wiedereinsteiger

  • Grundlagen DIN EN ISO 9001:2015 INTENSIV – 2-tägig 10./11. März 2016
  • Grundlagen DIN EN ISO 9001:2015 INTENSIV – 2-tägig 21./22. April 2016

Die 2015er-Revision der DIN EN ISO 9001 Für Qualitäts-Beauftragte und Teilnehmer mit umfangreichen QM-Vorkenntnissen

  • DIN EN ISO 9001:2015 Update – 1-tägig 29. Januar 2016
  • DIN EN ISO 9001:2015 Update – 1-tägig 04. März 2016

Weitere Informationen und Anmeldung unter Veranstaltungen bei: www.acias.fh-aachen.de oder direkt: knepper@fh-aachen.de Fördermöglichkeiten für bestimmte Gruppen von Berufstätigen siehe: www.bildungsscheck.de und www.bildungspraemie.info Sonderpreise für Vollzeit-Studierende auf Anfrage.

Professor Knepper FH Aachen

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr.-Ing. L. Knepper

AcIAS e. V. an der FH Aachen www.acias.fh-aachen.de

Bis zu 30% produktiver nur durch Veränderung der Arbeitsplatzgestaltung und Optimierung der Abläufe – geht das überhaupt?

Wer will das nicht: produktiver sein ohne mehr Zeit und Geld zu investieren? Um das zu erreichen, gibt es ein sehr wirksames Werkzeug, das im Rahmen von Qualitätsmanagement und der Optimierung von Prozessen in der Produktion – aber auch in den administrativen Bereichen – eingesetzt wird: 5S/5A.

Insbesondere sind hier durch die Kombination der Elemente aus 5S (Sauberkeit & Ordnung) und 7 Muda (7 Arten der Verschwendung) erstaunliche Ergebnisse zu erzielen. Fehlervermeidung, Qualitätssteigerung und vor allem Produktivitätssteigerungen werden ohne große Investitionen umgesetzt. Ausschließlich durch Veränderung der Arbeitsplatzgestaltung und Optimierung der Abläufe werden Produktivitätssteigerungen von 20 bis 30% erreicht.

Die einzelnen 5S Stufen zur Sauberkeit und Ordnung:

Selektieren: Unnötige und selten benötigte Werkzeuge und Materialien werden aus dem Arbeitsbereich entfernt. Ausschließlich die benötigten Dinge werden selektiert und am Arbeitsplatz belassen.

Sortieren: Die effektivste Anordnung der am Arbeitsplatz verbliebenen Werkzeuge und Materialien, so dass die Arbeitsabläufe ohne unnötige Arbeitsschritte und fehlerfrei erfolgen können.

Säubern: Da Schmutz die häufigste Ursache für Qualitätsprobleme und Anlagenausfälle darstellt, sind die Arbeitsbereiche, Anlagen und Werkzeuge zu säubern. Permanente Sauberhaltung ist durch entsprechende Maßnahmen zu gewährleisten.

Standardisieren: In einem weiteren Schritt wird die durch alle involvierten Akteure in den Stufen 1 bis 3 festgelegte Arbeitsweise als verbindlicher Standard festgelegt. Die Standards werden somit nicht „von oben“ delegiert.

Selbstdisziplin: Mit der Durchführung regelmäßiger Audits wird die Einhaltung der Standards überprüft und stetig weiter verbessert.

Sie denken an dieser Stelle vielleicht, dass

  • das doch selbstverständlich ist?
  • die genannten 5S Elemente in ihrem Unternehmen bereits etablierter Arbeitsalltag sind?
  • alles bereits optimiert und nicht mehr verbesserungsfähig ist?

Genau hier liegt der Irrtum!

Gemäß der umfangreichen Erfahrung, die wir in zahlreichen Unternehmen gewonnen haben, werden die Verbesserungspotenziale eben nicht gleich und nicht offensichtlich – und sicher nicht vollständig aufgedeckt.

Der Gewohnheitseffekt und der sogenannte Tunnelblick verhindern die notwendige Distanz zur objektiven und kritischen Betrachtung der Prozesse. Somit bleiben viele Potentiale ungenutzt.

Die einzelnen Verschwendungsarten (7 Muda) im Überblick:

  1. Verschwendung durch Transport: Transport von Material, Halbfertig- oder Fertigprodukten
  2. Verschwendung durch Lagerhaltung: Lagerbestände von Roh-, Halb- oder Fertigware
  3. Verschwendung durch Bewegung: Greifen, Tragen, Gehen oder Drehen im Umgang mit Produkten und Anlagen
  4. Verschwendung durch Wartezeit: Warten auf Material, Werkzeuge, Produkte, Information oder Mitarbeiter
  5. Verschwendung durch Überproduktion: Es werden mehr Fertig- oder Halbfertig-Produkte hergestellt, als vom externen oder internen Kunden gefordert
  6. Verschwendung durch Prozessverluste: Einsatz falscher, fehlerhafter, ungeeigneter oder nicht optimierter Prozesse
  7. Verschwendung durch Produktfehler: Hierzu zählen fehlerhafte Produkte und Nacharbeit – somit alle Produkte, die nicht beim ersten Versuch in Ordnung sind
  8. Verschwendung durch ungenutzte Potenziale der Mitarbeiter: Die Potenziale der Mitarbeiter werden nicht, unzureichend oder nicht optimal genutzt.
    Diese achte Verschwendung wird in jüngster Zeit zusätzlich und zunehmend betrachtet, da sie in großem Maße auch die anderen sieben klassischen Verschwendungsarten beeinflusst.

Bei der Kombination aus 5S/5A und 7 Muda wird der Synergie-Effekt besonders beim „zweiten S“, der richtigen Anordnung am Arbeitsplatz, besonders deutlich. Unnötige Bewegung, Wartezeiten ohne Wertschöpfung und der Aufbau von Materialpuffern und Zwischenlagern sind stark reduzierbar, bzw. oftmals sogar vollständig eliminierbar.
Im Folgebericht werde ich Ihnen Wege und Möglichkeiten aufzeigen, 5S und 7 Muda in der Praxis effizient zu etablieren.

Bild: © aldegonde le compte – Fotolia.com

Weiterbildung: So bekommen Sie Geld vom Staat

Gute und qualitativ hochwertige Weiterbildung ist teuer. Auch in dieser Branche gilt die Weisheit „Wat nix kostet, is nix“. Doch sollte man sich als Berufstätiger nicht gleich von den Preisen abschrecken lassen. Denn es gibt zwei Wege, die Weiterbildung nicht selbst zahlen zu müssen: Entweder man fragt den Chef – oder zapft ein staatliches Förderprogramm an. Man muss nur wissen, wo und wie.

Ein Artikel bei SPIEGELKarriere zeigt, welche bundesweiten Fördertöpfe für Berufsbildung es gibt. Denn den richtigen Fördertopf zu finden, ist nicht einfach.
Da gibt es die Bildungsprämie bei niedrigerem Einkommen, den Bildungsgutschein für Arbeitslosem, die „Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen“ (WeGebAU), das Meister-Bafög, das Aufstiegs- und das Weiterbildungsstipendium.
Neben den bundesweiten Fördertöpfen gibt es noch Förderprogramme der Länder.

Wer genaueres wissen möchte, hier ist der ganze Artikel mit Erklärungen und Links zu finden.

Bild: © cult12 – Fotolia.com

Wo finde ich was? – Wikis im Wissens- und Qualitätsmanagement

Heute möchte ich Sie mit zwei typischen Szenen aus einem typischen Büro begrüßen:

Frau Schneider kommt in das Büro von Herrn Schmitz und fragt ihn, ob er weiß, wo sie ein bestimmtes Rechnungsdokument ablegen soll.
In einem anderen Büro trifft Herr Mayer die Frau Schulz und flüstert ihr peinlich in Ohr, er wisse nicht mehr genau, wo er auf dem Server die Urlaubsliste findet.

Der Grund für diese Szenen liegt oftmals an einem fehlenden oder schlechten Wissensmanagement und Ablagesystem. Vielleicht erinnern Sie sich an unseren letzten Blogbeitrag zum Thema „Getting Things Done“. Dort habe ich u.a. das 5S/5A Prinzip zur Arbeitsplatzorganisation vorgestellt. Dies galt zwar für den Arbeitsplatz, ist aber durchaus auch auf ein ganzes Unternehmen übertragbar. Ein „A“ steht für „Aufräumen“, also Ordnung schaffen. Im Unternehmen kann man natürlich auch physisch Ordnung schaffen in Regalen, Räumen und auf Schreibtischen. Mir geht es aber vielmehr um Ordnung in das Wissen der Mitarbeiter zu bringen, indem man z.B. ein Wiki einführt.

Wikis sind einfach zu nutzende Online-Plattformen für den Austausch von Informationen und Dokumenten. Es genügt ein Browser, um Beiträge zu schreiben, zu editieren oder ganze Dateien ins Wiki einzustellen. Der Name Wiki stammt aus der hawaiischen Sprache und bedeutet »schnell«. Die dortigen Schnellbusse heißen „Wiki Wiki“, wobei die Verdoppelung im Hawaiischen für die Steigerung »sehr schnell« steht. Der Transfer zu den Redaktionssystemen zur textbasierten Zusammenarbeit ist dann wohl leicht hergestellt.

Die Grundidee bei Wikis ist das gemeinschaftliche Arbeiten an Texten, ggf. ergänzt durch Fotos oder andere Medien. Dadurch, dass jeder Teilnehmer einfach über den Browser mitwirken kann, gelingt eine kollaborative Sammlung von Wissen. Jeder kann sein Wissen im Wiki ablegen und anderes Wissen ergänzen. Durch das Hinzufügen von Schlagworten und Kategorisierungen wird eine Struktur aufgebaut, die das Recherchieren in dem »konservierten« Wissen einfach macht. Das wohl bekannteste und größte Beispiel ist die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia. Darüber hinaus gibt es unzählige private und projektbezogene Wikis wie Wiktionary, ein Wiki mit Bedeutungserklärungen, Synonymen und Übersetzungen oder das Wikiquote, ein Wiki voller Zitate.

Durch den Erfolg von Wikipedia beflügelt, haben viele Unternehmen begonnen, Unternehmenswikis aufzubauen, um das Wissen ihrer Mitarbeiter unternehmensintern zu sammeln und transparent zu machen (Wissensmanagement). Beispiele sind Bosch Rexroth, Pfizer, Fraport, IBM, IDS Scheer u.v.m. Dort kommen die Wikis in den verschiedensten Bereichen zum Einsatz, sehr oft im Umfeld von Produktmanagement und -entwicklung. Immer geht es darum, Wissen von Mitarbeitern für Mitarbeiter jederzeit schnell verfügbar zu machen. In der Personalwirtschaft finden Wikis häufig ihren Einsatz, um neue Mitarbeiter schnell und einfach in Prozesse und Workflows einzuführen (zum Beispiel mit Hilfe eines Personalhandbuches in Wiki-Form).

Hätten die oben genannten Firmen ein Wiki z.B. als Organisations- oder Personalhandbuch gehabt, so hätte Frau Schneider Herrn Schmitz nicht fragen müssen, wo sie ein bestimmtes Rechnungsdokument ablegen soll. Herr Mayer hätte schnell nachschauen können, wo sich auf dem Server die Urlaubsliste befindet und sie dort auch bearbeiten können.

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„Wie Sie die Dinge geregelt kriegen“ – Tipps für einen klaren Kopf

Jeder von uns hat im Beruf und Privatleben seine eigenen Methoden entwickelt, die täglichen Aufgaben und Arbeitsabläufe zu managen. Der eine schreibt alles auf Zettel, der zweite trägt alles fein säuberlich in eine Smarthone-App und dritte klebt sich Post-ITs an den Kühlschrank oder den Monitor.
Doch es gibt Methoden, die einem dabei helfen, die Dinge besser geregelt zu bekommen. Das ist auch das Stichwort unserer heutigen Ausgabe: „Die Dinge geregelt kriegen“ ist die freie Übersetzung von „Getting Things Done“, kurz GTD. GTD ist eine Selbstmanagement-Methode von David Allen, die ihren Nutzern effizientes und belastungsfreies Arbeiten ermöglichen soll. Sie strebt an, den gesamten Alltag u.a. mit kontextbezogenen Aufgabenlisten zu erfassen. Dabei sollen alle anstehenden Tätigkeiten in einem Verwaltungssystem notiert werden, um dadurch den Kopf frei für Wichtigeres zu bekommen, nämlich die Erledigung der aktuellen Aufgabe, ohne befürchten zu müssen, andere Aufgaben zu vergessen. Klingt banal? Ja, ist es auch. Aber David Allen hat darüber ein ganzes Buch geschrieben, das Sie übrigens in unserem Buchtipp finden.

Das GTD-System basiert auf den folgenden zwei Grundprinzipien:
1. Sammle alle Dinge, die heute, später oder irgendwann in der Zukunft erledigt werden müssen, in ein sinnvolles, verlässliches System außerhalb deines Kopfes und deiner Gedanken.
2. Diszipliniere dich selbst bei allen Dingen, die in dein Leben treten (Aufgaben, Anfragen, Informationen usw.) sofort eine Entscheidung zu treffen, so dass du jederzeit einen Plan mit den nächsten Schritten zur Verfügung hast.
Mit eigenen Worten formuliert bedeutet dies zum einen, ein System anzulegen, in dem die Dinge (insbesondere Aufgaben) nieder geschrieben und sortiert werden. Zum anderen bedeutet es, sich selbst einer Verpflichtung zu unterwerfen, die anfallenden Dinge sofort einzuordnen und aufzuschreiben. Nur dann verschwinden die Dinge aus dem Kopf.

Damit sind diejenigen, die Ihre Aufgaben und Informationen auf Zettel oder Post-ITs schreiben, schon auf dem richtigen Weg. Leider reichen gerade Post-Ist nicht aus für eine längere Liste, so dass man wieder ein System benötigt, um diese zu organisieren.
Natürlich gibt es heute viele tolle Hilfsmittel für den PC, das Smartphone oder Tablet, die auf der GTD-Methode beruhen und die Arbeit erleichtern. Ebenso gibt es Prinzipien und Methoden, die Sie zusätzlich beim Erstellen des Systems und beim Perfektionieren des Selbstmanagements unterstützen. Diese Hilfsmittel, Prinzipien und Methoden wollen wir Ihnen hier und heute vorstellen.

Hilfsmittel für PC, Smartphone und Tablet
Software und Apps auf Basis des GTD-Prinzips gibt unzählige. Natürlich zählt auch die Aufgabenverwaltung in Outlook, die bereits sehr umfangreiche Werkzeuge für das Ablegen und Terminieren von Aufgaben bereithält.

Eine andere Software, die ich selbst empfehlen kann, ist Evernote. Evernote ist ideal Sammeln, Ordnen und Finden von Notizen, Dokumenten und Fotos in verschiedenen Formaten. Im Grunde ist es die moderne Version der Post-ITs. Dadurch dass Evernote als Webanwendung, Clientanwendung für Windows, Mac und Linux sowie für Android, iOS, BlackBerry und Windows-Phone Geräte verfügbar ist, kann man von jedem Ort und zu jeder Zeit seine Gedanken, Ideen, Aufgaben niederschreiben, abspeichern und ordnen. Dabei ist es egal, ob es sich um eine Textnotiz, ein Bild, ein Screenshot aus dem Browser, ein Sprachnotiz oder ein Video handelt. Evernote ist ein Allesfresser.

Über Evernote kann man sicher noch viel mehr schreiben, was wir zu einem späteren Zeitpunkt sicher hier noch tun werden.

Auch Remember the Milk ist eine Lösung, die auf GTD basiert. Auch sie läuft dank Webbrowser auf jedem Betriebssystem und wird als App für Smartphones und Tablets angeboten.

Ebenfalls eine besonders empfehlenswerte Software besonders für Einsteiger ist ThinkingRock. Das kostenlose Programm, das dank Java unter Windows, Mac OS X und Linux läuft, präsentiert sich beim Start mit einem hilfreichen Schaubild, das Sie immer wieder an die entscheidenden GTD-Schritte erinnert. Simpel, aber sehr hilfreich.

Methoden und Prinzipien zur Unterstützung von GTD
Wir wären kein Beratungshaus für Organisation und Qualitätsmanagement, wenn wir Ihnen nicht auch ein paar Methoden und Prinzipien zur Erleichterung Ihrer täglichen Arbeit vorstellen würden.

Sicher kennen Sie die sog. ABC-Priorisierung. Bei der ABC-Priorisierung werden Aufgaben entsprechend ihrer Wichtigkeit in eine von drei Kategorien eingeteilt:
• A-Aufgaben sind im Sinne der Zielerreichung sehr wichtige Aufgaben, die auch nur persönlich erledigt werden können.
• B-Aufgaben sind durchschnittlich wichtige Aufgaben, die nicht persönlich erledigt werden müssen – also auch delegieret werden können.
• C-Aufgaben haben an der Zielerreichung den geringsten Anteil, machen aber den größten Teil der Gesamtarbeitsmenge aus. Hier handelt es sich häufig um Routineaufgaben und „Kleinkram“.

Grundsätzlich sollte jedem klar sein, dass zuerst die A-Aufgaben erledigt werden sollten, die B-Aufgaben so weit wie möglich delegiert und die C-Aufgaben nur dann angegangen werden sollten, wenn Zeit von A und B übrig ist. Leider machen viele Menschen den Fehler, für die C-Aufgaben die meiste Zeit zu verwenden.
Die ABC-Priorisierung kann Ihnen helfen, ihre Struktur für Ablagen und Aufgabenlisten danach auszurichten. Zum Beispiel, indem Sie einen A, B und C Zettel anlegt.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch das Eisenhower-Prinzip, das vom amerikanischen General und US-Präsident Dwight D. Eisenhower entwickelt wurde. Es handelt sich um eine Mischung aus klassischen Zeitmanagement-Elementen und einer Postkorbübung. Dabei erstellt man eine Matrix mit der Wichtigkeit einer Aufgabe auf der Y-Achse und der Dringlichkeit auf der X-Achse. Die Kategorien lauten demnach dringend und nicht dringend bzw. wichtig und unwichtig.

Als letztes empfehlen wir Ihnen noch das 5S-System zur Arbeitsplatzorganisation, das in Deutschland unter dem 5A Prinzip bekannt ist.
Es ist eine Idee aus den japanischen Produktionskonzepten. 5S/5A dient als Instrument, um Arbeitsplätze und deren Umfeld sicher, sauber und übersichtlich zu gestalten. Ordnung und Sauberkeit sind Grundvoraussetzungen zur Verbesserung der Arbeitsprozesse, welche an ihnen ablaufen.

Die 5 A stehen für:
• AUSSORTIEREN unnötiger Dinge
• AUFRÄUMEN jeden Gegenstand am richtigen Platz aufbewahren
• ARBEITSPLATZ sauberhalten und Arbeitsmittel pflegen
• ANORDNUNGEN zur Regel machen (standardisieren)
• ALLE PUNKTE einhalten und ständig verbessern

Dieses Prinzip hat zwar unmittelbar nichts mit GTD zu tun, ist aber ein hilfreiches System, um effizienter zu arbeiten, was mit den Zielen von „Getting Things Done“ übereinstimmt.
Jetzt und hier wünsche ich Ihnen viel Erfolg dabei , die Dinge zu regeln, um einen klaren Kopf zu behalten.

Linktipp zum Weiterlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Getting_Things_Done

Fotos:
Titelbild © Grafvision – Fotolia.com
GTD: wikipedia.org / René Weber (CC-Lizenz BY-SA 3.0)
Evernote: Evernote Corp.
Eisenhower-Prinzip: wikipedia.org

Qualitäts-Auditor-Seminar an der Fachhochschule Aachen

Das nächste Qualitäts-Auditor-Seminar findet bereits August/September 2013 statt.

  • Seminar „Qualitäts-Auditor/in (TÜV)“   
    Phase Selbststudium + Präsenz-Phase  5 Tage
    • Präsenz-Termine 12./13. + 16./17/18. Sept. 2013
    • Lizenz-Seminar TÜV Rheinland – Durch die Aufgliederung in die Phasen Selbststudium + Präsenzphase kann letztere noch effizienter werden.
    • Seminargebühr netto 1.295,00 €/brutto 1.541,05 €
    • Zertifikatsabschlussprüfung durch PersCert TÜV Rheinland (netto 410,00 €/brutto 487,90 €)

Sie sind bereits Q-Auditor, aber vielleicht ist unser Seminarangebot für einen Ihrer Mitarbeiter oder Kollegen von Interesse.

Mehr Informationen siehe unter:  www.acias.fh-aachen.de

Fördermöglichkeiten für Berufstätige: www.bildungsscheck.de oder ww.bildungspraemie.info

Für eventuelle Fragen steht ihnen:

Prof. Dr.-Ing. L. Knepper
AcIAS e. V. an der FH Aachen
www.acias.fh-aachen.de

natürlich gerne zur Verfügung.

Unternehmen und Mitarbeiter profitieren von Zertifikaten im Prozessmanagement

Die Optimierung von Geschäftsprozessen hat für viele Unternehmen in den vergangenen Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Besonders im globalen Wettbewerb, profitieren die Unternehmen von einer Geschäftsprozessoptimierung, denn dadurch lassen sich betriebliche Abläufe analysieren und verbessern. Ziel ist es immer, die Unternehmensproduktivität zu erhöhen; um dies zu erreichen, sind oft sinnvolle, wirtschaftliche Veränderungen nötig. Doch nicht jeder kann effektiv und professionell in dieser Hinsicht beraten. Verschiedene Zertifikate im Prozessmanagement sichern die Qualität und sorgen für Transparenz auf dem Anbietermarkt.

Unternehmen verlieren im Alltag oft selbst die klare Sicht auf ihre eigenen Unternehmensabläufe. So ist es unumgänglich, ein externes Beratungsunternehmen zu beauftragen. Die Spezialisten erreichen eine Prozessoptimierung im Normalfall mit der Einführung neuer Prozesse, die gemeinsam mit dem Auftraggeber zu erarbeiten sind. Dafür stehen Spezialisten zur Verfügung, die besonderes Know-how und eine hohe Kompetenz in diesem Bereich vorweisen können. Um geeignete Beratungsunternehmen finden zu können, gibt es auch im Prozessmanagement spezielle Zertifikate, die dem Kunden die geforderte Sicherheit geben.

OCEB-Zertifizierung im Augenblick Standard in der Branche.
Die Object Management Group (OMG) hat mit der Zertifizierung nach OCEB in der Geschäftsprozessoptimierung einen neuen Standard gesetzt. Wer dieses Zertifikat erwirbt, belegt damit seine Fachkenntnis und schafft für sich und sein Unternehmen eine nachhaltige „Wertsteigerung“ am Markt. In der Vergangenheit zeigte sich dies bereits deutlich durch bessere Quoten bei Vorstellungsgesprächen für anstehende Projekte und einen daraus resultierenden höheren Tagessatz. Die OCEB-Zertifizierung ist aber kein reines IT-Zertifikat, denn die zertifizierten Berater können mit der Auszeichnung auch Stellen im Umfeld der übergreifenden Beratung besetzen.

Die Gesamt-Zertifizierung setzt sich aus fünf Stufen zusammen. Dabei sichert die erste Stufe OCEB-F die fundamentalen Grundkenntnisse und bietet allgemeine Einblicke in das Thema Geschäftsprozessmodellierung. Der Lernstoff ist in dieser Stufe noch nicht auf IT ausgerichtet, vielmehr ist hier abstraktes Arbeiten erforderlich. Die darauffolgenden Stufen widmen sich dann den Themen Business und IT. Sobald die Basis-Zertifizierung erfolgt ist, geht es um die Entscheidung, wohin der weitere Weg führen soll. Hier steht dann eine Richtung (BPM Business) für fachbezogene Zusammenhänge offen oder die Entscheidung fällt für die IT-Richtung.

Die einzelnen Stufen der OCEB-Zertifizierung sind wie folgt unterteilt:
• OMG-Certified Expert in BPM Fundamental
• OMG-Certified Expert in BPM Business Intermediate
• OMG-Certified Expert in BPM Business Advanced
• OMG-Certified Expert in BPM IT Intermediate
• OMG-Certified Expert in BPM IT Advanced

Kunden sehen Zertifizierung äußerst positiv
Wer sich als Prozessberater mit dem Gedanken trägt, eine Zertifizierung nach OCEB zu erlangen, muss keine bestimmten Voraussetzungen mitbringen. Allerdings hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass abstraktes Denkvermögen sehr hilfreich ist. Denn Prozesse abstrakt betrachten zu können und dies in einfacher Sprache widerzugeben, gehört zu den wichtigsten Aufgaben im Prozessmanagement. Unterstützend lässt sich hier die Beschreibungssprache BPMN nutzen.

Dabei spielt die Ergänzung durch praktisches Wissen eine nicht zu unterschätzende Rolle, gehen doch ohne entsprechende Tätigkeit viele Informationen schnell wieder verloren. Die Prüfung zur Zertifizierung bieten verschiedene Schulen in ganz Deutschland an. Hierbei ist noch anzumerken, dass die Prüfung komplett in englischer Sprache erfolgt. Die Vorbereitungen müssen also auch schon in Englisch erfolgen, damit der schwierige Abschlusstest erfolgreich verläuft. Wer gut vorbereitet sein will, erwirbt vorab ein UML-Zertifikat, damit die speziellen IT-Begriffe auch perfekt sitzen. Abschließend lässt sich sagen, dass diese Zertifizierung einiges an Zeit benötigt, jedoch sind Unternehmen und Mitarbeiter, die dieses Zertifikat vorweisen können, bei den Kunden hoch angesehen!

Verfasser dieses Gastartikels ist die seitcom GmbH aus Worms, eine IT Kanzlei, die sich mit Ihrem mehr als 20-köpfigen Team unter anderem auf das Thema Prozessmanagement spezialisiert hat.

Die Entscheidung: „Qualitätsmanagement ja oder nein“

Begleitet Sie die Frage, ob Sie eine Qualitätsmanagementsystem einführen wollen oder nicht schon länger, vielleicht schon seit mehreren Jahren?

Sie werden immer wieder mit Situationen konfrontiert, in denen Sie feststellen „Wir sollten da mal was tun und vielleicht wäre ja die Einführung von Qualitätsmanagement der richtige Schritt“?

Besser eine Entscheidung als keine Entscheidung!
Nutzen Sie Ihre nächste Gelegenheit und stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Haben wir gerade einen Kunden verloren?
  • Verlieren wir mögliche Kunden gegen Wettbewerber mit einem Qualitätsmanagementsystem?
  • Haben wir mit einem Projekt Verluste gemacht?
  • Verlieren wir viel Zeit mit internen Abklärungen, wer etwas wann machen sollte?
  • Gibt es immer wieder zeit- und kräftezehrende Auseinandersetzungen intern und extern?
  • Sind wichtige Dokumente oft schwer zu finden?

Sie haben eine Frage mit „Ja“ beantwortet?

Dann überschlagen Sie die in dem Zusammenhang entstanden Kosten!

  • Was kostet Sie die Akquise eines neuen Kunden?
  • Wie viel hat die Akquise des Auftrags gekostet, den Sie nicht gewonnen haben?
  • Wie hoch sind die Verluste in Projekten?
  • Wie viele Stunden sind für interne Abklärungen, Auseinandersetzung und Dokumentensuche in den letzten drei Monaten erforderlich gewesen und was hat das gekostet?

Schätzen Sie die entstehenden Kosten über einen Zeitraum von drei Jahren ab (ein Zertifizierungszyklus). Bedenken Sie dabei, dass die so geschätzten Kosten nur die Spitze des Eisbergs darstellen –runden Sie eher auf als ab.

Jetzt können Sie abschätzen, ob aus rein finanzieller Sicht ein Qualitätsmanagement für Ihr Unternehmen nutzen bringt und Sie haben eine erste Kalkulation zu dem Betrag, den Ihnen der Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems kosten darf.

Über das Finanzielle hinausgehenden Nutzen können Sie dann mit der Umsetzung Ihres Qualitätsmanagementsystems genießen!

Empfehlungen als Motivationsmotor

Wann haben Sie das letzte Mal eine Empfehlung ausgesprochen? Wenn das schon länger her ist, sollten Sie das bald noch mal tun. Denn Empfehlungen sind in der heutigen Zeit ein wahres Motivationswunder. Egal, ob Sie sie privat oder beruflich, bei Freunden und Familienmitgliedern oder Mitarbeitern und Kollegen einsetzen, die Empfehlung löst nicht nur beim Empfänger, sondern auch bei dem Empfohlenen einen Motivationsschub aus.

Der Effekt ist ganz einfach: Empfehlungen (auch als Ratschlag bezeichnet) sind ein heißer Tipp, den jemand mit Erfahrung einer unerfahrenen oder unwissenden Person gibt. Der Empfänger erhält also neues Wissen. Zugleich erfährt der Empfohlene eine besondere Wertschätzung. Wenn Sie eine Empfehlung für eine Person, ein Produkt oder ein Unternehmen aussprechen, teilen Sie anderen mit, dass Sie dies gut finden – eben empfehlenswert.

Im Business-Bereich sind Empfehlungen ein wichtiger Bestandteil des Marketings. Viele Unternehmen leben gar nur von Empfehlungen. Die gesamte Social Media-Kultur (Facebook & Co.) besteht aus Empfehlungen. Sie teilen und empfehlen Ihren Freunden, Fans, Followern etc. etwas oder jemanden.

In diesem Zusammenhang möchten wir auch ein paar Empfehlungen aussprechen. Wir arbeiten zum Teil seit vielen Jahren mit Partnern und Lieferanten zusammen, denen wir die Wertschätzung zuteilwerden lassen wollen, die sie unserer Meinung nach verdienen.

Wir empfehlen Ihnen folgende Unternehmen

Welche Empfehlung haben Sie für uns und unsere Leser?
Nutzen Sie die Möglichkeit, hier in einem Kommentar ebenfalls Ihre Empfehlungen auszusprechen. Wir sind schon ganz neugierig.

Viele Grüße

Dr. Georg Bayer

Foto: © mopsgrafik – Fotolia.com

Qualitätsmanagement – Warum?

„Ist die Umsetzung von Qualitätsmanagement auch für kleine Unternehmen sinnvoll?“ Immer wieder werde ich in meiner über 10-jährigen Beratungspraxis mit dieser Frage konfrontiert. Entweder wird mir diese Frage gestellt oder sie ergibt sich im Gespräch.

Auf meine Frage an Unternehmer „Brauchen Sie Qualitätsmanagement“ erhalte ich häufig die Antwort: „Wir sind nur ein kleiner Betrieb, gerade mal 10 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen oder sogar noch weniger“. Diese Antwort bedeutet in der Regel „Nein, wir sind zu klein – für uns macht QM keinen Sinn“.
Aber stimmt das wirklich? Oder ist dies eine Annahme, gestützt auf der Vermutung, dass ein Qualitätsmanagementsystem einen erheblichen, viel zu großen administrativen Aufwand erfordert?
Qualitätsmanagement bedeutet die Einführung und Umsetzung systematischer Vorgehensweisen, bedeutet Organisation. Jedes Unternehmen, unabhängig von seiner Größe, benötigt Organisation. Um im ständigen Wettbewerb vorne sein zu können, muss diese Organisation immer den aktuellen Anforderungen entsprechen und damit ständig angepasst und optimiert werden. Hier unterstützt Qualitätsmanagement. Mit der Einführung und Umsetzung eines Qualitätsmanagementsystems, angepasst an die Bedürfnisse und an die Größe des Unternehmens, können somit auch kleine Unternehmen profitieren und ihren Erfolg festigen und steigern.

In einem kostenlosen Webinar (mehr Infos und Anmeldung hier) biete ich Ihnen persönlich einen ersten Einblick in das Thema Qualitätsmanagement für kleine Unternehmen.
Darüber hinaus können Sie können bei der team babel AG das Seminar „Qualitätsmanagement, Grundsätze und Prinzipien“ buchen, oder um umfassende Kenntnisse zu erwerben an  einer Ausbildung zum/zur Qualitätsbeauftragen an der VHS Aachen teilnehmen .