Archiv der Kategorie: Studien

Weiterbildung in Deutschland: Kein Bedarf, keine Zeit – Weibliche Führungskräfte bieten lieber Weiterbildung als Dienstwagen

Das Thema Weiterbildung wird in Deutschland offenbar immer noch eher schlecht als recht behandelt. Das zeigen gleich mehrere Studien, die in den letzten Tagen und Wochen erschienen sind.

So besagt eine aktuelle Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) Köln, dass der Anteil der Beschäftigten, die pro Jahr an mindestens einem Seminar teilnahmen, sei zwischen 2007 und 2010 von 44 auf 42 Prozent zurückgegangen. Dabei verläuft die Skala der Gründe für eine Nicht-Teilnahme von „Kein Bedarf“ und „Keine Zeit“ über „familiäre Verpflichtungen“ und „andere berufliche Verpflichtungen“ bis hin zu „Mangel an Informationen über passende Weiterbildungsangebote“ und „Mangel an Angeboten in der betreffenden Region“.

Dabei ist das Angebot an Weiterbildungsmaßnahmen gar nicht schlecht, sagt das IW. Im Jahr 2010 hätten rund 83 Prozent der Unternehmen ihren Beschäftigten mindestens eine Weiterbildungsmaßnahme angeboten. Jeder fünfte Betrieb offerierte sogar mehr als 20 Alternativen zur Fortbildung.

Das sieht im IT-Bereich ganz anders aus, zumindest im Mittelstand. Hier hat laut Hightech-Verband BITKOM im vergangenen Jahr nur 22 Prozent der Unternehmen in Deutschland für seine Mitarbeiter IT-Fortbildungen durchgeführt. Im Vergleich von 31 europäischen Ländern liegt die Bundesrepublik damit gerade einmal auf Platz 13. Der EU-Durchschnitt liegt bei 18 Prozent.

Ganz anders das Bild bei größeren Unternehmen. Hier haben 79 Prozent der deutschen Unternehmen mit 250 oder mehr Beschäftigten ihre Mitarbeiter in IT-Fragen fortgebildet – das entspricht Platz 6 im europäischen Vergleich. Der EU-Durchschnitt liegt bei 66 Prozent.
Aktuelle diskutiert wird die Studie des Verbandes der Deutschen Unternehmerinnen (VDU) über die unterschiedlichen Sichtweisen von Frauen und Männer in Führungsetagen.

So legen 91 % der Unternehmerinnen bei der Unternehmensführung hohen Wert auf die „Mitarbeiterbindung“, was sich wiederum in einem hohen Anteil von Weiterbildungsmaßnahmen im Unternehmen (65 Prozent) und Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf (56 Prozent) niederschlägt. Monetäre Leistungen stehen dagegen nicht im Vordergrund.

Zu den Studien:
Studie IW
Studie BITKOM
Studie VDU

Warum Ehepaare mehr miteinander reden als Chef und Mitarbeiter

Ehepaare sprechen durchschnittlich neun Minuten am Tag miteinander, sagen Studien. Andere Studien zeigen, dass Führungskräfte im Durchschnitt gerade einmal zwei Stunden pro Jahr direkt mit ihren Mitarbeitern sprechen. Nun sind das vielleicht Extreme. Und sicher ist das Verhältnis von Vorgesetzen und Mitarbeiter keinesfalls mit einem Ehepaar zu vergleichen – das wäre eher fatal – aber der Vergleich zeigt, dass in Unternehmen die Gespräche zwischen Chef und Mitarbeiter sehr oft zu kurz kommen. Dabei ist das gute Gespräch ebenso wie Vertrauen ein wichtiger Bestandteil der Zusammenarbeit – sowohl bei Eheleuten als auch in Unternehmen.

Warum werden so selten gute Gespräche zwischen Vorgesetzen und Mitarbeiter geführt? Weil diese Gespräche für beide zum Stressfaktor werden, wenn sie falsch oder gar nicht vorbereitet sind. Auch spielen falsche Erwartungen des einen oder anderen an das Gespräch ebenso eine Rolle wie die richtige Gesprächsatmosphäre. Und natürlich entstehen immer Hemmnisse, wenn einfach die Chemie zwischen beiden nicht. Jetzt kann man sich zumindest den Vorgesetzen in der Regel nicht aussuchen, also muss man irgendwie klar kommen.

Deshalb ist die richtige Vorbereitung auf ein Gespräch das A und O für den Erfolg. Dazu gehören nicht nur die Definition von Zielen und Inhalten des Gesprächs, auch der richtige Termin ist wichtig. Vor wichtigen Meetings, Messen oder anderen Terminen ist niemand richtig entspannt.

Für Arbeitnehmer empfiehlt es sich, mindestens einen Monat vorher die eigene Arbeit zu protokollieren. Welche Aufgaben habe ich, welche Projekte oder Kunden betreue ich und wie viel Zeit wende ich für was auf? Was leiste ich für das Unternehmen und was erwarte ich für die Zukunft.

Auch der Vorgesetzte muss im Vorfeld Hausaufgaben machen. Er sollte schon genau wissen, welche Aufgaben sein Mitarbeiter im Unternehmen hat, welche Projekte und Kunden er betreut und wo seine Stärken und Schwächen liegen. Hier empfiehlt es sich, regelmäßig Notizen zu dem Mitarbeiter zu machen. Sonst wirkt nur das Kurzzeitgedächtnis.

Wir geben offen zu, dass der oben angestellte Vergleich zwischen der Gesprächshäufigkeit bei Ehepaaren und der Gesprächshäufigkeit bei Vorgesetzen und Mitarbeitern nicht recht passt. Denn Gespräche in der Ehe müssen nur selten vorbereitet werden und finden eher spontan statt. Aber vielleicht leiten Sie daraus eine Regel für Ihr Unternehmen ab: Halten Sie doch öfter spontan mal ein Plausch mit dem Vorgesetzten oder Mitarbeiter. Dann sind die geplanten Jahresgespräche nur halb so schlimm.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen gute Gespräche – ob nun als Mitarbeiter oder Chef.

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Chefs schätzen digitale Lernformate in der beruflichen Qualifizierung ihrer Mitarbeiter

Immer mehr Personalverantwortliche setzen in der beruflichen Qualifizierung ihrer Mitarbeiter auf Smartphone, Touchpad, Netbook oder Notebook. Dies geht aus der aktuellen TNS Infratest-Studie „Weiterbildungstrends in Deutschland 2013“ hervor, die im Auftrag der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) unter 307 Personalverantwortlichen in deutschen Unternehmen durchgeführt wurde. Demnach halten 83 Prozent mobile Technologien für die berufliche Weiterbildung von Mitarbeitern aktuell für wichtig bis sehr wichtig. Das ist ein Anstieg um 6 Prozentpunkte gegenüber der gleichen Befragung aus dem Jahre 2011.


Der Grund für diese Entwicklung liegt in der Vielseitigkeit und Flexibilität dieser Geräte und Technologien. Mobile Endgeräte sind vielseitig einsetzbar – sei es, um Mitarbeiter bei Bedarf schnell mit relevanten beruflichen Informationen zu versorgen oder um für mehr Effizienz bei umfangreicheren Qualifizierungen zu sorgen. So können sie auch unterwegs freie Zeitfenster nutzen, um an Chats und Foren teilzunehmen, ihren Lernprozess zu organisieren, Fernlehrer bzw. Tutoren zu kontaktieren oder sich mit digitalen Lerninhalten zu beschäftigen.

Die befragten Personalverantwortlichen sollten aber nicht nur ihre Einschätzung bezüglich der Bedeutung mobiler Technologien abgeben, sie sollten auch aus sechs vorgegebenen Formaten einen oder mehrere Favoriten auswählen. Das Ergebnis: Die beiden Top-Formate sind Studienmaterial in digitaler Form wie beispielsweise PDF-Dokumente (90 Prozent) und Lernprogramme/Webbased Trainings (84 Prozent). 78 Prozent setzen auf virtuelle Seminare/Webinare, 74 Prozent auf einen Online-Campus bzw. Lern-Communitys und 65 Prozent auf Lern-Apps. Die Lern-mp3 liegt in der Gunst der Befragten zwar an letzter Stelle, wurde aber dennoch von 58 Prozent als wichtig bis äußerst wichtig eingestuft.

Quelle: sgd.de

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Eignet sich Weihnachten zur Motivation?

Bald ist Weihnachten. In den kommenden Tagen finden in sehr vielen Unternehmen wieder die traditionellen Weihnachtsfeiern statt. Einige Chefs belohnen ihre Angestellten auch mit kleinen Geschenken, bei vielen gibt es einfach nur Bares aufs Konto. Wir wollen in dieser Ausgabe des Newsletters mal der Frage nachgehen, ob sich Weihnachtsfeiern, Geschenke und Geld zur Motivationssteigerung von Mitarbeitern eignen.
Die Antwort können wir ausnahmsweise gleich vorwegnehmen: Kleine Geschenke steigern die Motivation mehr als Weihnachtsgeld. Die üblichen Feiern sind schön und wirken sich oftmals positiv auf den Teamgeist aus, sie sind allerdings nichts für jeden.

Diese Erkenntnis ist bereits wissenschaftlich belegt. Denn der deutsche Professor für Verhaltensökonomik an der Universität Bonn, Prof. Dr. rer. pol. Sebastian Kube, hat sich 2011 in einer Studie der Frage gewidmet, wie Mitarbeiter sich am besten motivieren lassen. Er kam zu dem überraschenden Ergebnis, dass uns kleine Geschenke produktiver machen – und zwar um einiges mehr als das eine Gehaltserhöhung vermögen würde.

Wenn es nun Geschenke statt Geld geben soll, ist die nächste Frage natürlich, was es denn sein soll.

Hier muss sich der Vorgesetzte mal richtig Gedanken machen. Denn die Geschenke müssen zum Mitarbeiter (oder zumindest zum Unternehmen) passen. Zwar kann ein Unternehmen mit 200 Mitarbeitern nicht für jeden einzelnen ein individuelles Geschenk auswählen. Aber ein wenig Kreativität sollte man erwarten können. So kann man zwischen Geschenken für männliche und weibliche Angestellte durchaus unterscheiden. Ebenso können Vertriebler andere Dinge gebrauchen als Büroangestellte. An dieser Stelle wollen wir Sie aber im Ungewissen lassen. Für dieses Jahr sollten Sie eh schon die Geschenke für Ihre Mitarbeiter/Kollegen haben.
Bleibt die Frage nach den üblichen Feiern. Auch hier muss gelten, dass die Feier  zum Unternehmen und zu den Mitarbeitern passen muss. Denn ausschweifende Feste mit viel Alkohol sind nicht jedermanns Sache. Und wenn Teilnahmezwang besteht, muss man die Art der Festlichkeiten mit Fingerspitzengefühl planen.
Was auch immer Sie für Weihnachten mit Ihren Mitarbeitern und Kollegen planen, wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg.

Honorar- und Gehaltsstudie: Was ist Weiterbildung wert?

Was ist Weiterbildung wert? Welche Honorare für Trainer, Berater, Coachs und Speaker sind angemessen? Welche Tagessätze werden tatsächlich von der Mehrheit der Auftraggeber bezahlt? Und was sind relevante Parameter, die deren Höhe nachweisbar beeinflussen?
Diese und weitere Fragen möchte der Bonner Verlag managerSeminare im Rahmen einer großen Umfrage klären.

Hintergrund sind die Honorarempfehlungen, die der Berufsverband für Trainer, Berater und Coachs (BDVT) im August heraus gegeben hat. Seitdem wird das Thema nicht nur unter Weiterbildnern heiß und kontrovers diskutiert.

Um die Diskussion zu versachlichen und mit konkretem Zahlen- und Datenmaterial zu untermauern, können sich Trainer, Berater, Coach und Speaker bis Mitte Dezember 2012 an der Umfrage beteiligen. Es geht darum, die Ist-Situation zu ermitteln. Die Studie soll nach Verlagsangaben helfen, „dass Trainer und Auftraggeber wieder weniger über die Honorarhöhe an sich, sondern vielmehr über das stimmige Preis-Leistungs-Verhältnis diskutieren“.

Unter den Teilnehmern verlost der Verlag ein iPad mini sowie zehn Bücher aus der Edition “Training aktuell”. Alle Beteiligten erhalten zudem eine Kurzauswertung der zentralen Ergebnisse der Studie. Selbstverständlich werden alle ermittelten Daten streng vertraulich behandelt, Auswertung und Veröffentlichung der Ergebnisse erfolgen ausschließlich anonymisiert.

Quelle: http://www.managerseminare.de
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Hier geht es zur Studie >>>

Pausen sind wichtig für den Erfolg einer Weiterbildung

»Lernen ohne Pausen verringert den Erfolg einer Weiterbildung«. Zu diesem nicht überraschenden Ergebnis kommt eine Studie der Psychologen Soren Ashley und Joel Pearson von der Universität von New South Wales in Sydney (Australien).
Ihre Erkenntnisse stützen die beiden Forscher auf ein Experiment mit 31 Studenten, die in drei Gruppen aufgeteilt wurden (Standard, Übertraining und Kontrolle) und allesamt ein Lerntraining durchliefen.

Dabei hatte die Standardgruppe zwischen zwei Lerneinheiten eine Stunde Pause, die Übertraining-Gruppe nicht. Die Kontrollgruppe absolvierte nur eine Lerneinheit. Der Erfolg wurde mit einer weiteren Übung am folgenden Tag überprüft. Das nicht ganz überraschende Ergebnis: Die Gruppe ohne Pause hatte viel weniger richtige Antworten als die beiden anderen Teams.
Was allerdings durchaus überrascht ist die Erkenntnis, dass nicht Müdigkeit beim Lernen ohne Pausen die Ursache für die Verschlechterung ist. Beim Übertraining lagen keine Ermüdungserscheinung beim Blick auf den Monitor vor.
Vielmehr liegt es daran, dass die Lerninhalte nicht optimal ins Langzeitgedächtnis übertragen werden. Wissenschaftler nennen diese Überführung der Lerninhalte vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis „Konsolidierung“.

Also: Eine Pause schadet nie!

Gefunden bei haufe.de

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DGB: Deutsche Unternehmen vernachlässigen immer noch die Weiterbildung älterer Mitarbeiter

Die Unternehmen in Deutschland vernachlässigen nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes die Weiterbildung älterer Mitarbeiter.
Nach einer DGB-Studie haben im Jahr 2011 lediglich elf Prozent der Betriebe mit älteren Beschäftigten diese in Weiterbildung einbezogen. Damit seien die Veränderungen gegenüber 2002 minimal und würden weit hinter dem Weiterbildungsangebot der Betriebe für andere Personengruppen zurück bleiben.

Und es kommt noch schlimmer, so der DGB. Wenn ältere in betriebliche Weiterbildung einbezogen werden, dann meist nur, wenn diese sich auf die gesamte Belegschaft bezieht und der Qualifizierungsanspruch eher relativ gering ist. Betriebliche Weiterbildung für Ältere ziele meist auf die Einarbeitung an neuen oder veränderten Arbeitsplätzen. Umfassende Qualifizierungsmaßnahmen seien nur selten.

Insgesamt zeige sich war, dass die Sensibilität und die Aufmerksamkeit für das Problem, zwar zunehmen, ein Umsteuern bisher jedoch nur selten festzustellen ist.
Initiativen und Maßnahmen, die eingeleitet werden, sind bisher nur relativ selten in eine umfassende und systematische betriebliche Demografie-Strategie eingebettet. Gehandelt werde meist erst dann, wenn Probleme – wie Fachkräftemangel oder gesundheitliche Belastungsprobleme – konkret sichtbar werden.

Quelle: DGB
Die gesamte Studie finden Sie hier (PDF).

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Studie: Weiterbildung für ältere Beschäftigte rechnet sich auch für die Volkswirtschaft

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Effekte von Weiterbildung in der zweiten Lebenshälfte analysiert und in einer Studie zur Bildung in der zweiten Lebenshälfte zusammengefasst. Das Ergebnis: Weiterbildung rechnet sich auf jeder Ebene.

Neben weichen Faktoren wie ein größeres Maß an Zufriedenheit durch Anerkennung und Wertschätzung sowie ein höheres Sicherheitsempfinden bezogen auf den Arbeitsplatz sieht das IW vor allem einen volkswirtschaftlichen und damit gesellschaftlichen Effekt, wenn Weiterbildung dazu beiträgt, Beschäftigte länger im Erwerbsleben zu halten. In diesem Zusammenhang ist von der „Aktivierungsrendite“ die Rede. Gelingt es demnach, dass durchschnittliche Rentenzugangsalter um zwei Jahre zu erhöhen, macht das ein Plus des Bruttoinlandsprodukts von 97,5 Milliarden für das Jahr 2030 aus, und knapp 141 Milliarden Euro für das Jahr 2035.

Eine Kurzfassung der Studie finden Sie unter http://www.iwkoeln.de.

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Österreichische Unternehmen investieren mehr Geld in Weiterbildung, fördern aber mehr jüngere als ältere Arbeitnehmer

Laut einer aktuellen Studie planen 23% der Unternehmen für 2012 mehr Geld für Weiterbildung auszugeben als im Vorjahr. Allerdings haben dort ältere Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen einen geringeren Stellenwert in Sachen Weiterbildung als jüngere. Nur 17% der Unternehmen bieten Weiterbildung gezielt für Ältere an, während es in 33% der Unternehmen Angebote für Lehrlinge gibt. Und das, obwohl bei 55% der Unternehmen die älteren Beschäftigten eine hohe Bereitschaft haben, Neues zu lernen.

Hinsichtlich der Weiterbildungsthemen gibt es einen deutlichen Trend hin zu Bildungsbereichen, die früher kaum gefragt waren. Dazu gehören z.B. Gesundheitsthemen und Arbeitnehmerschutz.

Die Studie »Weiterbildung 2012« wurde im Auftrag der Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung (PbEB) von MAKAM market research durchgeführt. Dazu wurden im April 2012 500 österreichische Unternehmen befragt.

Quelle: bildungsspiegel.de

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Studie: Weiterbildung motiviert

„Bilden Sie ihre Mitarbeiter denn auch weiter?“ Dies ist eine wichtige Frage für Berufseinsteiger an potenzielle Arbeitgeber. Für 43 Prozent der 25- bis 35-jährigen Erwerbstätigen sind Weiterbildungsangebote am Arbeitsplatz sehr wichtig. 60 Prozent halten sie für ausschlaggebend bei der Entscheidung für ihren Arbeitgeber. Das sind Ergebnisse der „DUW-Studie zur Mitarbeitermotivation: Motivieren, Binden, Weiterbilden“ der Deutschen Universität für Weiterbildung (DUW), in der unter anderem 1002 Erwerbstätige im Alter von 25 bis 65 Jahren befragt wurden.

Mit zunehmendem Alter verliert Weiterbildung für Arbeitnehmer an Bedeutung: Nur noch 30 Prozent der Befragten, die 36 Jahre und älter sind, halten sie für „sehr wichtig“. Gefragt nach der Bedeutung von Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten, finden 37 Prozent der 25- bis 35-Jährigen dies „sehr wichtig“, aber nur 17 Prozent der 56- bis 65-Jährigen.

 

Die Potenziale von Weiterbildung als Motivationsfaktor seien aber noch lange nicht ausgeschöpft, urteilen Experten, die für die DUW-Studie interviewt wurden. Sie sehen die Arbeitgeber in der Pflicht – insbesondere, wenn es um die älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geht. „Unternehmen müssen ihre Mitarbeiterbindungs- und Personalentwicklungs- Strategien auf diesen Aspekt überprüfen, wenn sie Nachwuchskräfte gewinnen, motivieren und langfristig binden wollen“, sagt Ada Pellert, Präsidentin der DUW.

Quelle: tagesspiegel.de
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