LEARNTEC: Kommt jetzt das Lernen im Schlaf?

Auf der diesjährigen LEARNTEC 2015, die im Januar in Karlsruhe stattfand, stellt die brainLight GmbH ein  audio-visuelles Lernsystemen vor. Damit soll schnelleres Lernen, eine erhöhte Konzentration und Aufmerksamkeit sowie das bessere Lösen von Problemen erreicht werden. Der Hersteller spricht von einer innovativen Neurotechnik, bei der neben der linken Gehirnhälfte – verantwortlich für das logisch-analytische Denken – auch das kreative, vernetzte und bildhafte Denken der rechten Gehirnhälfte in den Lernprozess miteinbezogen wird. So wird das Potenzial beider Gehirnhälften genutzt.

Hauptelement des Systems ist ein Entspannungssessel. Dieser sorgt für die notwendige Entspannung, denn die brainLight GmbH geht davon aus, dass Entspannung die unabdingbare Voraussetzung für das Aufnehmen und Anwenden neuer Informationen ist. Hinzu kommen dann audiovisuelle Lerninhalte wie Vokabeln, Texte, Formeln etc., die durch das ganzheitliche Lernen mit allen Sinnen leichter und intensiver aufgenommen werden.

Kommt endlich der Traum von Lernen im Schlaf?

Quelle: Pressemeldung Learntec. Infos unter http://www.brainlight.de/

Foto: Pixasuna / pixabay /  CC0 Public Domain

Studie: Wie lernen Ältere am besten?

Fotolia_34724629_XSDas Lernen der Älteren gewinnt in unserer digitalen Arbeitswelt und in Zeiten des Fachkräftemangels zunehmend an Bedeutung. Wie Verwaltungsmitarbeitende ab 50 Jahren erfolgreich lernen, hat das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO im Auftrag der BBBank Stiftung und in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Stuttgart untersucht. Dazu hat das Fraunhofer IAO über 1000 Verwaltungsmitarbeitende der Landeshauptstadt Stuttgart und der städtischen Betriebe im Alter von mindestens 50 Jahren zu ihren Lernerfahrungen befragt.

Die Ergebnisse lassen sich in zwei Kernaussagen zusammenfassen:

Ältere Lernende bevorzugen unterschiedliche Lernsettings
Die Studie beschreibt sechs Lernsettings, mit welchen die sehr heterogene Gruppe von älteren Verwaltungsmitarbeitenden bevorzugt lernt.

  1. Das »dozentenzentrierte Lernen« entspricht dem klassischen Lernen im Seminarraum mit einem Dozenten, der die Inhalte vermittelt und das gesamte Lernen plant und steuert.
  2. Im »erweiterten dozentenzentrierten Lernen« wird dieses Lernen um ein Selbstlernen Zuhause ergänzt.
  3. »Vielfältig« erfolgt das Lernen im dritten Lernsetting insofern, als nahezu an jedem Lernort und zu jeder denkbaren Zeit unter Nutzung einer Vielzahl an Lernquellen (Dozentenvorträge, Kollegenbeiträge, Diskussionen, Unterlagen etc.) gelernt wird.
  4. Im »austauschorientierten« Lernsetting wird viel in der Diskussion mit anderen Teilnehmenden oder im Austausch mit den Trainern gelernt.
  5. Das »praxiserprobende Lernen« findet viel in Lerninseln, Werkstätten, Laboren o.ä. statt und gibt somit Raum, neue Techniken auszuprobieren.
  6. Im »selbstorganisierten« Lernsetting bestimmen die Lernenden selbst über Lernziele, -inhalte, -zeiten, -tempo und -methoden.

Trotz der Heterogenität der Zielgruppe lassen sich drei konkrete Kriterien für ein erfolgreiches Lernen formulieren

  1. Die Selbstwirksamkeit der Lernenden wird gefördert, indem sie sich jederzeit willkommen fühlen, sie jederzeit wissen was wozu und wie zu lernen ist, die Inhalte in überschaubare Einzelthemen aufgeteilt sind und der Gesamtzusammenhang jederzeit erkennbar wird und die Lernenden jederzeit ihren Lernfortschritt kennen.
  2. Das Lernen erfolgt stark selbstorganisiert, d.h. die Lernenden bestimmen selbst über ihre Lernziele, -inhalte, -zeiten, das Lerntempo und die Lernmethoden.
  3. Es erfolgt in stärkerem Maße ein Lernen im Austausch mit anderen Teilnehmenden und mit Trainern, auch selbst zusammengestellte Unterlagen werden häufiger als Lernquelle genutzt.

Die vollständige Studie steht auf der Webseite der BBBank Stiftung kostenlos zum Download zur Verfügung.

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Infografik vergleicht Präsenzveranstaltungen und E-Learning

Blended Learning ist heute eines der Buzz-Words in der Weiterbildung. Der englische Begriff, der zu Deutsch integriertes Lernen bedeutet, bezeichnet die Lernform, bei der die Vorteile von Präsenzveranstaltungen und E-Learning kombiniert werden. Denn sowohl die Präsenzveranstaltungen als auch das reine E-Learning (also Lernen mit elektronischen Medien) haben Vor- und Nachteile.

Diese Vor- und Nachteile sind in einer Infografik von seminaut.de verglichen worden.

Dabei geht es um die Fragen, warum man sich weiterbilden sollte (aus Arbeitnehmer und Unternehmersicht) und wie man sich weiterbilden kann. Hier werden Präsenzveranstaltungen und E-Learning hinsichtlich Kosten, Zeit, Technik und Motivation verglichen. Das Fazit lautet natürlich: Blended Learning ist die Lösung. Das Ergebnis war klar, denn Seminaut.de ist eine Plattform für IT-Fortbildungen und IT-Weiterbildungen. Dennoch ist die Infografik nett gemacht und informativ.


© 2015 – seminaut

Weiterbildung: Die Trends für 2015

Terminkalender mit Eintrag für Fortbildung
Immer rund um den Jahreswechsel wagen die Experten einen Blick in die ominöse Glaskugel ihrer Branche, um die Trends des Jahres zu finden. Auch in der Weiterbildungsbranche ist dies geschehen, wie das Magazin von Weiterbildung Direkt jüngst mitteilte. Die Experten von date up education haben vier Trends ausgemacht.

Trend 1: Schnelle Bildung
Zeit ist Geld und außerdem knapp. Wir hetzen von einem Termin zum anderen, von einem Projekt zum nächsten. Nebenbei sind Familie und Hobby irgendwie unterzubringen. Da ist es kaum verwunderlich, dass die berufsbegleitende Fort- und Weiterbildung schneller vollzogen werden muss als noch vor einigen Jahren. Den Experten zufolge planen Unternehmen – wenn überhaupt maximal fünf Tage im Jahr für Weiterbildung ihrer Mitarbeiter ein. Der Trend geht sogar zu zwei Tagen im Jahr. Demzufolge werden die Kurszeiten immer kürzer.
Liebstes Modell seien die Wochenendseminare. Hier muss der Mitarbeiter – wenn überhaupt -nur kurz freigestellt werden. Das reduziert die Kosten für den Arbeitgeber und erhöht die Chancen auf eine Genehmigung für den Arbeitnehmer. Ob das allerdings im Sinne des Erfinders der berufsbegleitenden Fort- und Weiterbildung ist, wagen wir zu bezweifeln.

Trend 2: Medial Bildung
Weiterbildungsangebote im Internet florieren. Ideal sind diejenigen Angebote, die auch mobil konsumiert werden können. Teilnehmer und Unternehmen profitieren von der örtlichen Ungebundenheit und der zeitlichen Flexibilität. Der Trend geht hier klar zu einer Verzahnung von Online-Modulen und klassischen Präsenzseminaren (Blended Learning). Dabei werden z.B. via Internet virtuelle Klassenräume geschaffen, in denen die Teilnehmer vom eigenen Arbeitsplatz aus mitmachen. Dozent und Teilnehmer sehen sich, können miteinander reden oder chatten.
Auch der Konsum der Medieninhalte durch mobile Endgeräte nimmt deutlich zu. Das führt zu Trend 3.

Trend 3: Weiterbildung Ad-hoc
Der bereits genannte Zeitmangel verbunden mit der Neigung, immer mehr Inhalte unterwegs oder irgendwo zwischen zwei Terminen zu konsumieren führt zu einer Ad-hoc Weiterbildung. Immer dann, wenn gerade Bedarf besteht und Zeit vorhanden ist, wird sich gebildet. Neue Formate wie Webinare, Videotutorials, eBooks helfen hier.

Trend 4: SAP, Gesundheit und Pflege
Alles redet vom Fachkräftemangel in der Gesundheits- und Pflegebranche. Wen wundert es, dass diese Branche auch im Fokus der Arbeitnehmer steht. Durch gezielte Weiterbildungsmaßnahmen macht man sich unentbehrlich für Arbeitgeber und eröffnet sich vielversprechende Jobchancen in der Gesundheitsbranche.
Ein Dauerbrenner ist SAP. Angeblich suche die Wirtschaft immer noch Fachkräfte, „die den effektiven Umgang mit SAP beherrschen und die Software gezielt in den verschiedenen Funktionsbereichen von Unternehmen einsetzen können. SAP Schulungen verbessern daher die Bewerbungs- und Karrierechancen von Arbeitssuchenden und Berufstätigen.“

Gelesen bei http://www.weiterbildung-direkt.de

Bild: © fovito – Fotolia.com

Weiterbildung neben der Arbeit: Vollzeit-, Abend- oder Fernstudium?

Lernen im ParkDie Möglichkeiten der Weiterbildung neben der Arbeit – auch bei einer Vollzeitstelle – sind sehr vielfältig. Als ideal hat sich das Fernstudium erwiesen, weil es mit seinen stark ausdifferenzierten Möglichkeiten tatsächlich auf jede individuelle, berufliche und private Ausgangsposition eingeht. Weitere Möglichkeiten sind das Abendstudium sowie ein duales Studium, bei dem Universität und Arbeitgeber gleichzeitig die Basis bilden. Unterstützung durch gesetzliche Vorgaben und Fördermaßnahmen von staatlichen Stellen gibt es ebenfalls in differenzierter Ausprägung.

Ein Vollzeit- und Präsensstudium kommt für Menschen, die schon im Berufsleben stehen, in der Regel nicht mehr in Frage: also die Form der Universitätsausbildung, die sich im Normalfall an die Hochschulreife anschließt. Etwa 45 Stunden pro Woche nimmt ein solches Studium in Anspruch, verbunden mit vielen Zwischenprüfungen und Zulassungsvoraussetzungen.

Eine andere Möglichkeit ist das Studium neben dem Beruf, das sich in die arbeitsfreien Zeiten einpasst, ohne auf das regelmäßige Einkommen verzichten zu müssen. Eine Variante davon ist das Abendstudium. Unternehmen unterstützen das gerne, weil sie ebenfalls von der Weiterbildung dieser Mitarbeiter profitieren, ohne neues Personal einstellen zu müssen. Das wäre nötig, wenn diese Mitarbeiter in ein Vollzeitstudium gingen.

E-Learning ist ein anderes Weiterbildungsmodell, das sich neben dem Beruf durchführen lässt. Hierbei werden elektronische Medien sowie internetgestützte Studienangebote genutzt. Diese Variante lässt großen Freiraum, erfordert aber viel Selbstdisziplin.

Als das ideale Weitbildungsmodell neben dem Beruf erweist sich jedoch das Fernstudium. Es passt sich mit Zeitaufwand, Struktur, Rückmeldungen über den Leistungsstand und Prüfungsterminen an jede individuelle private und berufliche Voraussetzung an. In diesem Bereich gibt es Anbieter von Fernstudiengängen, die im Bachelorprogramm die Dauer von drei Jahren, vier Jahren, sechs Jahren und sogar fast elf Jahren anbieten.

In den Vollzeitvarianten beträgt das tägliche Lernpensum etwa fünf Stunden täglich – also 35 Stunden pro Woche. Bei den Teilzeitvarianten sind es zwei bis dreieinhalb Stunden täglich. Geht es über den Bachelorabschluss hinaus weiter, ist ein Masterstudium für General Management in zwei, drei oder vier Jahren möglich. Ein Arbeitgeber ist grundsätzlich nicht verpflichtet, ein Studium neben dem Beruf zu unterstützen – viele aber machen das, weil sie dadurch neue, aktuelle Qualitäten in ihr Unternehmen bekommen. Denn gerade Fernstudiengänge sind sehr praxisnah angelegt und eng an den Bedürfnissen der Privatwirtschaft ausgerichtet. So können Arbeitgeber von dem Thema der Abschlussarbeit profitieren, wenn ihr Angestellter sein Fernstudium mit der Analyse einer unternehmensinternen Aufgabe beendet.

Eine Weiterbildung neben dem Beruf ist stets mehr als nur eine fachliche Weiterqualifikation. Sie dient auch der persönlichen Bildung und bereichert das eigene Privatleben.

Bild: IUBH Fern

Innovative kleine Unternehmen bilden anders weiter als große

Um ein innovatives Unternehmen mit qualifizierten und kreativen Mitarbeitern führen zu können, sind Weiterbildungen unabdingbar.

Bei Großunternehmen gehören Weiterbildungen zum Standard: Im Jahr 2010 boten nahezu alle Großunternehmen Weiterbildungsmöglichkeiten für ihre Mitarbeiter an. Rund 70% der Großunternehmen stellten dafür einen schriftlichen Weiterbildungsplan oder ein Weiterbildungsprogramm in Form von klassischen Lehrveranstaltungen sowie anderen Weiterbildungsformen zur Verfügung; 49% der Mitarbeiter dieser Unternehmen nahmen diese Möglichkeit wahr. Im Gegensatz dazu gab es nur in 86% der Kleinunternehmen Weiterbildungsmöglichkeiten und nur bei 21% in strukturierter Form. Dementsprechend wurde dieses Angebot auch nur von 36% der Mitarbeiter genutzt.

Ebenso existiert bei deutlich mehr Großunternehmen ein Jahresbudget speziell für betriebliche Weiterbildung, genau wie die Möglichkeit zur Nutzung eines Bildungszentrums sowie ein konkreter verantwortlicher Ansprechpartner zu diesem Themenbereich. Diese Aspekte weisen daraufhin, dass die Förderung der Weiterbildung in kleinen Unternehmen sowohl weniger ausgeprägt ist, als auch deutlicher unorganisierter abläuft.

Bieten Kleinunternehmen also keine adäquate Weiterbildung an oder ermöglichen sie zumindest? Laut der vierten europäischen Erhebung zur Weiterbildung in Unternehmen (CVTS4) findet sich der größte Teil innovativer Unternehmen gerade in Betrieben mit maximal 10-49 Beschäftigten. Der scheinbare Widerspruch lässt sich damit erklären, dass Kleinunternehmen andere Prioritäten bei der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter setzen und dementsprechend auch eine andere Methodik verwenden: So gestaltet sich die Weiterbildung in Kleinunternehmen deutlich flexibler und mit alternativen Lehrformen; im Jahr 2010 wurde von 78% der kleinen Unternehmen Weiterbildung durch Unterweisungen am Arbeitsplatz, Lernzirkel, Informationsveranstaltungen oder selbst gesteuertes Lernen praktiziert.

Inhalt der Weiterbildungen in 60% der Lehrveranstaltungen war die gezielte Schulung technischer, praktischer und arbeitsplatzspezifischer Fähigkeiten, statt einer breit gefächerten Fortbildung in allgemeinen Kenntnissen, wie Büro- und Verwaltungstätigkeiten, professionell IT-Kenntnisse und Fremdsprachen.

Neben diesem Unterschied zu Großunternehmen wird in Kleinunternehmen außerdem das nötige Know-how durch Neueinstellungen von qualifiziertem Fachpersonal erworben und damit das mögliche Defizit an Weiterbildungsmöglichkeiten auf Grund von zu hohen Kosten oder zu hoher zeitlicher Belastung ausgeglichen. Ebenso versuchen diese Unternehmen durch Reorganisation die bereits vorhandenen Qualifikationen ihrer Mitarbeiter optimal zu nutzen; durch das Angebot betrieblicher Erstausbildung wird zudem die Möglichkeit geschaffen, neue Mitarbeiter nach dem Erfordernis des Unternehmens zu schulen.

Ein wichtiger Faktor bei innovativen Kleinunternehmen ist schließlich die Tätigkeit der Mitarbeiter selbst. Durch die Einführung neuer Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren erweitern die Mitarbeiter ihre Qualifikation am Arbeitsplatz selbst und nutzen dadurch praxisnahe Weiterbildung.

Weitere Informationen zu den Studienergebnissen finden Sie unter https://www.destatis.de

Weiterbildung macht gesund

water apple

Wie wichtig stetige Weiterbildung im heutigen Berufsleben ist, weiß jeder: Die Steigerung und Ergänzung von Kompetenzen der Mitarbeiter ist für ein Unternehmen unerlässlich; ebenso bedeutet die Erweiterung der Fachkompetenz für Arbeiternehmer Vorteile, denn qualifizierte Fachkräfte sind begehrt und oft gesucht.

Nun kommt jedoch ein weiteres Argument hinzu, weshalb sich Weiterbildung lohnt: Weiterbildung macht glücklicher, selbstbewusster und damit gesünder! Dies zeigt eine europaweite Studie des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung. Eine der Mitautorinnen, die Vizerektorin der Donau-Universität Krems Monika Kil, stand dem Deutschlandfunk jetzt Rede und Antwort zu diesem Thema.

Laut Monika Kil werden durch Erwachsenenbildung positive Nebenwirkungen erzielt und die betreffen vor allem die Gesundheit. Zu diesen ‚wider benefits of learning‘ zählt zum Beispiel der resultierende Nutzen des Erlernten; man kann etwas besser, fühlt sich bestärkt in seiner Kompetenz und entwickelt dadurch eine neues Selbstbewusstsein und ein Gefühl der Selbststeuerung. Durch dieses psychologische Phänomen der Selbstwirksamkeit fällt es dann auch leichter, den Stress des Berufsleben zu bewältigen und zu kontrollieren. In Zeiten von Burnout-Fällen und reihenweise Arbeitnehmern, denen der Spaß an ihrem Beruf fehlt, werden diese Aspekte viel zu sehr unterschätzt.

Ebenso werden durch Gruppenfortbildungen soziale Kontakte geknüpft und wichtige Netzwerke aufgebaut. Diese können sowohl den Arbeitnehmern, als auch den Unternehmen Vorteile bieten und zu einer beruflichen Kooperation führen.

Das Problem sei heute, dass der Nutzen einer Weiterbildung immer zu sehr aus Sicht der Unternehmen und sogar der Volkswirtschaft gesehen wird und nicht aus der Sicht des einzelnen Mitarbeiters, sagt Monika Kil. Insofern muss die Schere im Kopf zwischen privater und die beruflicher Weiterbildung in Deutschland endlich kleiner werden. Lernen als Selbstzweck muss endlich als weiterer Nutzen akzeptiert werden.

Foto: steffen-benz, „water apple“, CC-Lizenz (BY 2.0)
Quelle: www.piqs.de

Akademie-Studie 2014: Jeder Zweite wird durch den Arbeitgeber unterstützt

akafu-14-019-print-studie-broschüre_2014-RZ.indd50 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte bilden sich mit Unterstützung ihres Arbeitsgebers während der Arbeitszeit weiter. Dies ist eines der Ergebnisse der gerade erschienenen Akademie-Studie 2014 der Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft (Überlingen/Bad Harzburg). 1015 Fach-und Führungskräfte beteiligten sich an der Umfrage, die verschiedenste Aspekte der Arbeitszeit einschloss. 21 Prozent der Befragten gaben an, sich freiwillig in ihrer Freizeit weiterzubilden. Weitere 23 Prozent durchlaufen derzeit keine Weiterbildung, sind aber grundsätzlich motiviert, eine zu beginnen. Besonders beliebt sind Fortbildungen im Hinblick auf Fachkenntnisse (32 Prozent) und zum Thema Mitarbeiterführung (25 Prozent). Jede zweite Person, die derzeit keine Weiterbildung macht, gab an, keine Zeit hierfür zu haben. Daneben lassen vor allen Dingen die fehlende Unterstützung durch den Arbeitgeber (18 Prozent) sowie ein Mangel an Geld (15 Prozent) die Fortbildung scheitern.

Weitere interessante Aspekte: Überstunden, Sabbatical & Renteneintritt

Weitere Erkenntnisse der Studie: Für 39 Prozent der Teilnehmer sind Überstunden an mehr als zwei Tagen pro Woche die Regel, 35 Prozent arbeiten sogar täglich länger. Darüber hinaus arbeiten mehr als 70 Prozent „gelegentlich“ oder „regelmäßig an mehreren Tagen pro Woche“ nach Feierabend zuhause weiter. 79 Prozent würden ihre Überstunden gerne für ein Sabbatical aufsparen. 43 Prozent der Teilnehmer möchten nach Möglichkeit zwischen dem 60. und 64. Lebensjahr in den Ruhestand gehen, 33 Prozent bereits mit unter 60 Jahren. Dennoch kann sich mehr als die Hälfte (57 Prozent) der Befragten vorstellen, auch nach dessen Beginn noch einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Ganze 17 Prozent planen sogar fest damit.

Die gesamte Akademie-Studie 2014 kann im Internet unter http://www.die-akademie.de/fuehrungswissen/akademie-studien als Download bezogen und als Druckexemplar telefonisch unter +49 7551 9368-0 oder per E-Mail unter info@die-akademie.de angefordert werden.

Quelle: newsaktuell

Ist Bildung ein Konsumartikel geworden?

Dass unser deutsches Bildungswesen in der Diskussion steht und es nach wie vor so scheint, als ob man zwanghaft an einem Kranken herumdoktert anstatt ihm mal richtig zu kurieren, ist wohl gemeinhin bekannt. Jetzt hat sich der Deutscher Arbeitgeber Verband e.V. in seinem Pflichtbewusstsein als Verband in diese Diskussion eingeschaltet und seinen Senf zum deutschen Bildungswesen abgegeben. In einer von Beiträgen durften namhafte Autoren ihre Sicht zu dem Thema aufschreiben.
Gestartet wurde mit einem Beitrag von Thomas Rietzschel. Er schreibt über „Die Moral in der bildungsverarmten Gesellschaft„.

Wir sparen uns, diese eher schwer lesbare Abhandlung komplett zusammenzufassen, sondern wollen nur auf den Aspekt des Wandels von der »Erziehung des Menschengeschlechts« in den Prozess einer pädagogischen Produktion von menschlichen Automaten hinweisen. Es fehle die klassische Bildung und die Vermittlung von überlieferten geistigen, ideellen, gar moralischen Werten.

Der Autor spricht von einem bildungspolitisch verursachten Kulturverfall und einem überproportional wachsenden Zugewinn an intellektuellem Selbstbewusstsein.
Zitat „Da diese an sich positive Errungenschaft einer reform-pädagogisch intendierten Erziehung aber zunehmend dazu dient, mangelnde Bildung durch Einbildung zu ersetzen, befördert sie schon seit längerem einen kontinuierlichen Rückgang der Lernbereitschaft. Wer schon ohnehin eine Persönlichkeit ist, muss sich nicht mehr zu einer solchen entwickeln.“

Dies führe dazu, dass sich Schüler und Azubis in der Rolle des Opfers sehen, dem man das Wissen nicht ausreichend gut portioniert vorgesetzt habe. Die Schuld für schlechte Noten liege nicht bei ihnen, sondern bei den Lehrern. Nicht selten werden gute Noten heute eingeklagt. Bildung, so der Autor, wird immer mehr „ein verfügbares Gut angesehen, als etwas, das einem zusteht, als eine Ware, als ein Konsumartikel, dessen Design mit den Moden wechselt“. Hier hat er Recht.

Last Minute Seminar: Erfolgreich Konfliktgespräche führen – nur 299 € netto


Mit Kommunikation verbringt eine Fach- oder Führungskraft den größten Anteil ihrer Arbeitszeit. Anlässe und Formen der Kommunikation sind vielfältig und differenziert: sie reichen von Aufgaben-, Zielvereinbarungs- und Fördergesprächen bis hin zu Kritik-, Abmahnungs- und Kündigungsgesprächen. Mitarbeitergespräche – nichts leichter als das? Wohl kaum. In diesem Training lernen Sie anhand von Fallbeispielen und eigenen Praxisfällen, Gespräche sach- und beziehungsgerecht auf den Punkt zu bringen. Sie bestimmen individuell die Inhalte und Ziele des Seminars.

Das Seminar vermittelt, wie Sie sich selbst erfolgreich managen können, um verborgene Reserven zu nutzen.

Mögliche Themen sind:

  • Prinzip der Kommunikation: Senden und Empfangen
  • Sache und Beziehung – was dominiert?
  • Genau und aktiv zuhören und wahrnehmen
  • Positiv in Kontakt kommen: der gute Draht zum Anderen
  • Förder- und Entwicklungsgespräche, Beurteilungs- und Feedbackgespräche
  • Feedback und Kritik konstruktiv geben/nehmen
  • Kritik- und Konfliktgespräche
  • Weg vom Problem, hin zum Ziel: S.M.A.R.T.e Ziele festlegen
  • Wer fragt, der führt: Fragetechniken
  • Ergebnisse erzielen und festhalten
  • Übungen mit Feedback

Dieses Seminar richtet sich an alle Fach- und Führungskräfte.
Veranstaltungsort ist Haus Overbach, Jülich

Der nächste Termin ist der 17./18.09.14. Die Teilnahmegebühr beträgt 299,00 € netto (355,85 EUR inkl. 19% MwSt.).

Buchung unter http://www.team-babel.de

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