Schlagwort-Archive: IT-Tipps

Dateiversand per File-Sharing statt E-Mail – so geht’s

Wer im Arbeitsalltag schnell man 10, 20 oder 50 Megabyte an einen Kunden, Partner oder Lieferanten/Dienstleister versenden muss, ist mit dem Medium E-Mail oft schlecht bedient. Entweder sperren die E-Mail Clients beim Versender oder Empfänger solche großen Dateianhänge direkt oder – falls sie durchgelassen werden – die dicken Mails beschäftigen den Mailserver dermaßen, dass alle Kollegen in Pause gehen können. Das ist vielleicht ein wenig übertrieben, weil doch immer mehr Unternehmen mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen ausgestattet sind, aber ein Funken Wahrheit ist schon dabei.

Zum Glück gibt es Cloud-Dienste wie Dropbox, Wuala, SkyDrive oder Google Drive usw. Die meisten Dienste bieten die Option an, Dateien freizugeben und mit anderen zu teilen. Doch es gibt auch Services, die nur für das File-Sharing entwickelt wurden. Die haben im Vergleich zu Dropbox & Co. viele Vorteile: Weder der Versender noch der Empfänger muss sich anmelden und der Mailverkehr (bzw. beide Mailserver) wird nicht belastet.

Ich habe mir einen dieser File-Sharing Dienste näher angesehen: WeTransfer.

WeTransfer ist eine sogenannte Web-App, die es Ihnen ermöglicht, ganz unkompliziert, kostenlos und ohne Anmeldung Dateien bis zu 2 GByte pro Übertragungsvorgang online zu versenden, und zwar an bis zu 20 E-Mail-Empfänger. Einfach Dateien anfügen, die E-Mail-Adresse des Empfänger sowie Ihre eigene angeben und absenden. Ihre Dateien werden dann auf den Server der Web-App geladen und dort zwei Wochen gespeichert. Innerhalb dieser Zeit kann laut Hersteller nur der Mail-Empfänger auf die Dateien zugreifen. Eine explizite Sicherheit für Ihre Daten gibt Ihnen der Hersteller aber nicht. Hier liegt natürlich der Haken bei der Sache. Mehr Sicherheit durch einen Passwortschutz bekommt man, wenn man sich für einen Plus-Account für zehn Euro im Monat entscheidet. Dazu gibt es dann auch bis zu 10 GByte Transfer (statt 2 GByte), eigene URLs und 50 GByte Langzeitspeicher.

Was aber mit den Daten auf dem Server von WeTransfer passiert, ist unklar. Klar ist aber, dass WeTransfer zumindest den europäischen Datenschutzgesetzen unterliegt, weil das Unternehmen in Amsterdam sitzt und nicht in den USA. Dennoch sollten keine vertraulichen Daten mit diesem oder irgendeinem anderen Massen-Cloud-Dienst versendet werden. Aber für Grafikdateien, Präsentationen und PDF-Broschüren reicht es allemal.

Weitere File-Sharing Dienste hat übrigens das t3n Magazin getestet. Die Übersicht finden Sie hier.